Bäretriewerfest erst wieder 2023

Durmersheim (HH) – Wegen der Corona-Pandemie auf 2023 verschoben hat der Gemeinderat Durmersheim das Bäretriewerfest. Eine Neuauflage erfahren wird diesen Sommer der „Kultur-Biergarten“.

Gute Karten: Zauberer Daniel Bornhäußer gehörte voriges Jahr zu den Künstlern, die im Kultur-Biergarten in der Zeppelinstraße ein dankbares Publikum unterhielt. Foto: Helmut Heck

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Gute Karten: Zauberer Daniel Bornhäußer gehörte voriges Jahr zu den Künstlern, die im Kultur-Biergarten in der Zeppelinstraße ein dankbares Publikum unterhielt. Foto: Helmut Heck

Nach der Hybridversion Anfang des Monats traf sich der Gemeinderat am Mittwoch in der Mensa des Schulzentrums wieder persönlich. Von Schutzmasken, Abstandswahrung und zwei Lüftungspausen abgesehen, war eine von Corona unbeschwerte Diskussionsfreude zu erleben. Bei einem Programmpunkt ging der Enthusiasmus so weit, dass es schien, als wären die Tage der Pandemie gezählt. Schon wurde der Traum eines großen After-Corona-Festes gesponnen.

Vergangenes Jahr wäre ein reguläres Bäretriewerfest fällig gewesen. Wegen Corona wurde es auf den kommenden Sommer vertagt. Inzwischen gilt auch der Nachholtermin als unrealistisch. Nächstes Jahr ist das Speckkälblefest in Würmersheim an der Reihe. Ergo schlug die Verwaltung vor, das Bäretriewerfest bis 2023 hinauszuschieben. Damit wäre es wieder in seinen Drei-Jahres-Rhythmus gesprungen. Der Rat war einstimmig dafür.

18 Termine im Gewerbegebiet


Außerdem sollte über eine Neuauflage der Veranstaltungsreihe entschieden werden, die 2020 als „Kultur-Biergarten“ von den Eventfirmen Bülow und Albrecht an deren Sitz in der Zeppelinstraße mit einigem Erfolg auf die Beine gestellt worden war (wir berichteten). Die Unternehmen planen von Juni bis August an neun Wochenenden insgesamt 18 Termine, von jeweils 18 bis 23 Uhr. Außerdem sollen in den drei Monaten mittwochs After-Work-Partys stattfinden. Weil in der Sitzung aber niemand sagen konnte, ob die Mittwoch-Events ebenfalls im Gewerbegebiet oder an anderer Stelle stattfinden sollen, wurde die Abstimmung vertagt.

Gegen die Häufung im Gewerbegebiet wurden aus Rücksicht auf Anwohner in näherer Umgebung Bedenken geäußert. Voriges Jahr seien zwei Beschwerden bekannt geworden. Grundsätzlich wurde das Vorhaben der Firmen aber befürwortet. Die Sache sei gut gemanagt, professionell organisiert gewesen, stellte Hauptamtsleiterin Sandra Hertweck fest. Das Hygienekonzept habe gestimmt. Man sehe die Not der Veranstaltungsbranche.

In der Beratung, die bis zur Vertagung munter dahin floss, entstand fast so etwas wie ein Ideenwettbewerb für Veranstaltungen, die schon diesen Sommer den örtlichen Vereinen Bühne und Einnahmemöglichkeiten bieten könnten. Zuerst wurde eine Zusammenarbeit der Eventunternehmen mit Vereinen angeregt, dann eigenständige Aktivitäten von Vereinen an anderen Plätzen erwogen. Die Bevölkerung lechze so nach Kultur, dass Parallel-Veranstaltungen kein Problem sein dürften, man sich wohl kaum Besucher gegenseitig abspenstig machen würde.

After-Corona-Fest vorstellbar


Ralf Buchmüller (CDU), der sich im Party-Organisieren auskennt, teilte mit, dass er an einem Konzept für Vereinsaktionen arbeite. Die Vereine brauchten „jeden Cent“, wusste Buchmüller. Von der Verwaltung war indessen der Vorschlag gekommen, im kommenden Jahr beim Speckkälblefest vermehrt auch Durmersheimer Vereinen eine Beteiligung zu ermöglichen. Damit wurden bei Ortsvorsteher Helmut Schorpp offene Türen eingerannt, diese Bereitschaft habe es schon immer gegeben. In der Hoffnung, 2022 wieder richtig feiern zu können, breitete Schorpp aber eine noch größere Idee aus: ein großes After-Corona-Fest „mit allen“ in der Gemeinde, warum nicht an der Weißenburger Straße, wo große Ereignisse schon erprobt wurden.

Corona hin oder her, blitzte am Rande der Diskussion bezüglich Terminkoordination ein Ereignis auf, das so gut wie feststeht: die Verwaltung wies darauf hin, dass 2022 die Bürgermeisterwahl ansteht, voraussichtlich im Juli.

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Erstellt:
28. Februar 2021, 16:30 Uhr
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