Bald wieder großes Kino in Rastatt

Rastatt (fuv) – Hoffnung für Cineasten: Mit dem Kinosommer im Kulturforum wirft die Eröffnung des Forums ihre Schatten voraus.

Zum Auftakt des Kinosommers im Kulturforum läuft die Filmbiografie „Judy“. Foto: Vetter

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Zum Auftakt des Kinosommers im Kulturforum läuft die Filmbiografie „Judy“. Foto: Vetter

Mit dem amerikanischen Spielfilm „Judy“ eröffnete der Rastatter Kinosommer sein diesjähriges Programm. Am Rande der Veranstaltung wollte der Betreiber des Rastatter Kinos Forum, Jan-Marc Maier, gegenüber dem BT keine näheren Angaben dazu machen, wann das Lichtspielhaus in der Barockstadt wieder öffnen wird. Er verwies auf eine Pressemitteilung, die er für nächste Woche ankündigte.
Gemeinsam mit der städtischen Veranstaltungsreferentin Christina Hernold begrüßte Maier die Kinogäste im Hof des Kulturforums. 176 Plätze konnten die Organisatoren im Vorfeld online vergeben.

„Wir wagen es„

Hernold blickte auf die Vorbereitungen des unter Corona-Bedingungen stattfindenden Kinosommers zurück. „Vor Wochen haben wir uns gefragt, was wir tun sollten“, so die Referentin. Schließlich hätten Stadtverwaltung, Kinobetreiber und auch die Schellenteufel ihren Willen bekundet, das Sommerevent durchzuziehen. „Wir wagen es“, sagte Christina Hernold.

Bevor die für ihre Rolle mit einem Oscar ausgezeichnete René Zellweger als Judy Garland die Leinwand beherrschte, gewährte Jan-Marc Maier dem Publikum einen Einblick in die Entscheidung, warum die Forum-Kinos in Rastatt und Offenburg „leider noch geschlossen sind“.

Auch wenn hier in der Region zahlreiche, auch kleinere Kinos ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen hätten, so seien bundesweit noch immer die Hälfte der Filmtheater geschlossen. Zwei große Probleme nannte Maier: Zum einen die Abstandsregelungen, die einen wirtschaftlichen Betrieb seiner Lichtspielhäuser nicht zuließen. Hinzu komme, dass keine großen, kommerziellen Filme angelaufen seien. Zwar seien tolle, sogenannte Arthouse-Filme angelaufen, große Hollywood-Produktionen seien jedoch von den Filmstudios zurückgehalten worden, führte der Kino-Unternehmer an – und die sind für einen wirtschaftlichen Betrieb offenbar unverzichtbar. Dass nun einige „große Titel“ vor dem US-Start in europäische und somit deutsche Kinos kommen sollen, bezeichnete der Geschäftsführer des Rastatter Multiplex als das berühmte „Licht am Ende des Tunnels“. Bald gebe es in Rastatt wieder großes Kino.

Das Programm des 27. Kinosommers biete viel, betonte Maier: Musik, Drama, Komödie und Reise.

Wer einen Open-Air-Filmgenuss auf dem Hof des Kulturforums erleben möchte, der muss sich sputen: bis auf zwei Vorstellungen sei der Kinosommer ausverkauft, berichtete Christina Hernold. Kurzentschlossenen, die auf Ticketweitergabe hoffen, macht sie nur wenig Hoffnung; aber probieren könnte man es ja.


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