Band Reflections in den Startlöchern

Baden-Baden (km) – Die sechsköpfige Formation aus der Region freut sich nach der kulturellen Bremse durch Corona auf ihre Feuertaufe live auf der Bühne.

Haben sich den älteren Songs verschrieben: Die regionale Coverband Reflections. Foto: Reflections

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Haben sich den älteren Songs verschrieben: Die regionale Coverband Reflections. Foto: Reflections

Ehrgeizig, enthusiastisch, mit Visionen und viel Leidenschaft haben sich Ende 2019 sechs Musiker aus dem Murgtal und Bühler Raum zusammengetan, um die regionale Band-Szene aufzumischen. Als Schlagzeuger und Percussionist trommelte Leon Kappenberger fünf ihm bereits gut bekannte Talente zusammen, um ein gemeinsames Projekt zu starten: die Band Reflections. Erste Auftritte waren bereits sicher, weitere in Planung – Corona bremste die Truppe jäh aus.

„Die Band steht, was Auftritte angeht, seit der Gründung still“, erklärt Kappenberger sichtlich enttäuscht. Natürlich habe das innerhalb der Formation für ein Motivationsloch gesorgt über den langen Zeitraum: „Es war schwierig, trotzdem alle regelmäßig zusammenzubringen“, erinnert sich der Gründer, der jedoch beharrlich an der Sache drangeblieben ist, und Chiara Regenold und Moritz Eichin (Vocals), Leonard Herz (Keyboard), Patrik Heid (Gitarre) und Uli Richarz (Bass) konsequent einmal wöchentlich im Proberaum versammelte.

Das Resultat kann sich hören und auf der Homepage der Band auch sehen lassen. Mittlerweile hat Reflections ein zweistündiges Set im Gepäck, das nur darauf wartet, live präsentiert zu werden. Von anderen lokalen Coverbands wollen sich die sechs Musiker durch ihre spezielle Songauswahl abheben – denn diese ist im Schnitt fast doppelt so alt wie ein Großteil der Bandmitglieder selbst.

Kein Song im Set ist jünger als von 1999

„Wir haben uns ganz klar dazu entschieden, keine klassischen 2000er-Partysongs zu spielen. Kein einziger Song, der nach 1999 erschienen ist, schafft es bei uns ins Set“, stellt der 21-jährige Bandgründer klar. Reflections deckt – wie der Name schon implizieren soll – ausschließlich Rockpop, Classic Rock, Disco und Partyhits der 60er, 70er, vor allem aber 80er und 90er ab. Zu hören gibt es alles von Falco, Sting, Michael Jackson, Stevie Wonder über Roxette, Queen bis hin zu Prince und Grönemeyer. Auch wenn Kappenberger und seine Bandkollegen – bis auf Bassist Uli Richarz – noch nicht mal geboren waren, als die meisten der Hits, die sie covern, im Radio hoch und runter liefen, halten sie die damaligen Songs ganz klar für die „besseren“ im Vergleich zu heutigen. „Wir lieben die Musik aus der früheren Zeit und packen auch Lieder an, die andere Coverbands nicht so spielen.“

Neben tanzbaren beherrscht die Kombo auch leise Töne: „Natürlich haben wir auch Balladen im Repertoire“, erklärt Kappenberger. „Bei einem Live-Auftritt liefern wir zwischendrin außerdem einen Akustikblock, bevor die gesamte Band dann wieder Vollgas gibt.“

Keine Angst vor der Katze im Sack

Vor der Katze im Sack muss sich bei dieser Formation trotz noch fehlender Live-Referenzen keiner fürchten – auch hier haben die sechs Musiker während Corona eine Lösung gefunden. Auf ihrer Homepage kann man sich durch professionelle Hörproben und Videos klicken, und sich somit selbst einen Eindruck verschaffen.

Auftreten würden sie künftig gerne auf Stadtfesten, Firmenfeiern, Vereinsveranstaltungen oder auch Hochzeiten – dafür planen sie derzeit noch spezielle Angebote. Da das kulturelle Leben wieder Fahrt aufnimmt, steht auch schon der erste Gig im Kalender: Am 10. Dezember tritt Reflections beim Gaggenauer Adventsmarkt auf – und man kann davon ausgehen, dass sie neben perfekt einstudierten Songs bei ihrer Feuertaufe live on Stage extra viel Leidenschaft im Gepäck haben werden.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Kathrin Maurer

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Erstellt:
24. Oktober 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 39sec

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