Bauarbeiten in Baden-Badens Innenstadt

Baden-Baden (sga) – In der Baden-Badener Innenstadt stehen weitere Bauarbeiten an. Unter anderem soll der Bodenbelag für die untere Sophienstraße an die Gestaltung der Fieserbrücke angepasst werden.

Wird es künftig nicht mehr geben: Die schwarzen Teerflecken am Rand der Fieserbrücke werden im Zuge der Maßnahmen komplett verschwinden. Foto: Sarah Gallenberger

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Wird es künftig nicht mehr geben: Die schwarzen Teerflecken am Rand der Fieserbrücke werden im Zuge der Maßnahmen komplett verschwinden. Foto: Sarah Gallenberger

Kaum sind die Sanierungsarbeiten auf der Fieserbrücke abgeschlossen, stehen die nächsten Baustellen im Zentrum vor der Tür. Schließlich soll es dort laut Bürgermeister Alexander Uhlig „irgendwann mal einheitlich aussehen“. Deshalb werden künftig in Richtung Leo und in Richtung Kurhaus-Kolonnaden die gleichen Bodenplatten gesetzt.

Anfangen sollen die Arbeiten im Frühjahr 2022, „direkt, nachdem die Stände des Weihnachtsmarkts abgebaut worden sind“, erklärt Uhlig. In einem ersten Bauabschnitt bekommt die Fläche zwischen Ende der Fieserbrücke und Beginn der Kurhaus-Kolonnaden die gleichen Pflastersteine, die bereits heute auf dem frisch sanierten Bauwerk über der Oos zu sehen sind.

Der so gestaltete Bereich soll laut Markus Selig, Fachgebiet Tiefbau, genauso breit werden wie die Brücke und bis zu den Kiesflächen vor den Kolonnaden reichen. „Das ist aber nicht alles“, betont Uhlig. Auch im Untergrund gebe es einiges zu tun. Der Kanal müsse neu eingezogen werden. Außerdem sei die Modernisierung der zwei Wasserleitungen, von denen jeweils eine der Stadtwerke Baden-Baden und eine der Bäder- und Kurverwaltung gehöre, dringend notwendig. „Insgesamt werden wir fünf Monate benötigen“, vermutet Projektleiter Vincenz Wienk-Borgert. Kostenpunkt: 600.000 Euro.

Thomas Riedinger (Stadtwerke Baden-Baden, links) und Markus Selig zeigen die einzelnen Bereiche. Foto: Sarah Gallenberger

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Thomas Riedinger (Stadtwerke Baden-Baden, links) und Markus Selig zeigen die einzelnen Bereiche. Foto: Sarah Gallenberger

Und es wird noch teurer werden. Immerhin wartet danach der Abschnitt zwischen Fieserbrücke und Leopoldsplatz auf die neuen Pflastersteine. „Wann wir hier beginnen, muss noch geklärt werden“, so Uhlig. Bereits im Juli habe sich die Stadtverwaltung mit Anliegern und Anwohnern des Bereichs der unteren Sophienstraße beratschlagt. Eines sei jetzt schon klar: „Wir wollen so wenig wie möglich oberflächliche Grabungen durchführen“, so Uhlig. Das sei jedoch gar nicht so einfach, immerhin sind „die wesentlichen Tiefbauarbeiten“ genau da fällig, „wo es richtig weh tut“. Immerhin gebe es dort reichlich Außengastronomie, die „durch die Pandemie bereits genug gelitten hat“ und bei den anstehenden Arbeiten nicht komplett verschont werden könne.

Sicherlich, so Uhlig, hätte ein Lockdown „rein zeitlich gesehen“ eher jetzt, wo die Bauarbeiten fällig werden, mehr Sinn gemacht. Dann wäre die Außengastronomie geschlossen und nicht so betroffen gewesen, „aber ich wünsche es uns selbstverständlich nicht noch mal“, und Voraussetzung für die Tiefbauarbeiten werde definitiv kein weiterer Lockdown sein.

Für Außengastronomie wird es schwierig

„Egal, wann wir starten“, so Selig, „der Durchgang zu den Ladengeschäften wird in irgendeiner Form möglich sein“. Doch er gebe zu: Bei der Außengastronomie werde es sicherlich schwierig. Deshalb sei es wichtig, einen sinnvollen Plan zu erstellen. Prinzipiell gebe es zwei Möglichkeiten: Entweder, es werde eine Kopf- und Zielgrube geben, was weitestgehend keine oberen Grabungsarbeiten bedeuten würde. Oder aber der Bereich werde in drei bis vier Abschnitte geteilt, „und dann wird es für die Außengastronomie noch mal schwieriger“, befürchten Uhlig und Selig.

Auch wenn es noch abzuklären gilt, wann und wie die neuen Pflastersteine in Richtung Leopoldsplatz verlegt und die Tiefbauarbeiten vonstatten gehen (im Frühjahr 2022 soll die Entscheidung fallen) – „das Material wird schon bestellt und dann eingelagert“, informiert der Bürgermeister. Falls es am Ende doch schneller losgehen sollte, könne so auch ein Start gewährleistet werden. Andernfalls säße man sonst eventuell auf dem Trockenen, außerdem liegen die Lieferzeiten aufgrund der aktuellen Situation sowieso schon zwischen acht und zwölf Wochen. Doch wann auch immer in diesem Bauabschnitt gestartet wird: Um die schwarzen Teerflecken am Rand der Fieserbrücke muss sich keiner sorgen. Diese werden im Zuge der anstehenden Arbeiten nämlich alle verschwinden.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Gallenberger

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Erstellt:
19. August 2021, 13:09 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 43sec

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