Bauarbeiter müssen noch mal an die L608 ran

Durmersheim (ema) – Erst im vergangenen Jahr war die L608 zwischen Durmersheim und Neumalsch saniert worden. Jetzt sollen die Bauarbeiter noch mal ran.

Erst im vergangenen Jahr hat das Regierungspräsidium die L608 „notsaniert“ – für 1,8 Millionen Euro. Jetzt soll die Landesstraße verbreitert werden.  Foto: Helmut Heck

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Erst im vergangenen Jahr hat das Regierungspräsidium die L 608 „notsaniert“ – für 1,8 Millionen Euro. Jetzt soll die Landesstraße verbreitert werden. Foto: Helmut Heck

Als Verkehrsminister Winfried Hermann vor wenigen Tagen eine Evaluierung des „Maßnahmenplans Landesstraße“ präsentierte, tauchte überraschend ein Projekt auf, das seit Jahrzehnten schon einige Schleifen dreht: der Ausbau der L608 zwischen der B36 bei Durmersheim und Neumalsch.

Laut Regierungspräsidium Karlsruhe ist auf einer Länge von 1,7 Kilometern die Verbreiterung der L608 von bisher maximal sechs Meter auf eine künftige Breite von sieben Metern vorgesehen. Das Vorhaben beginnt auf der freien Strecke an der Kreis- und Gemarkungsgrenze und endet an der Überführung der B36 in Durmersheim. Die vorhandene Straßenführung wird weitgehend beibehalten. Im Rahmen des Ausbaus wird an der Recyclinganlage und Bauschuttdeponie eine Linksabbiegespur hergestellt. Die Maßnahme soll zu einer Verbesserung der Verkehrsqualität und Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen, so die Planer.

Erster Anlauf in den 90ern

Manch altgedientem Kommunalpolitiker dürfte das Projekt noch geläufig sein. Denn die Maßnahme war bereits im Generalverkehrsplan des Landes 1995 enthalten und wurde bis zur Ausführungsplanung bearbeitet.

Im Generalverkehrsplan 2010 wurde die Verbreiterung der Straße jedoch gestrichen. Beibehalten wurde nur der in der Planung enthaltene Geh- und Radweg parallel zur Landesstraße, der dann auch im Jahr 2012 gebaut wurde, so das Regierungspräsidium.

Beobachter könnten sich nun deshalb wundern, weil bereits im vergangenen Jahr auf dem Streckenabschnitt gearbeitet wurde. Aufgrund des schlechten Zustands der Landesstraße habe man eine Notsanierung „in geringem Umfang“ vorgenommen, erklärt die Behörde. An Kosten fielen dafür rund 1,8 Millionen Euro an.

Eine grundlegende Sanierung sei mittelfristig aber weiterhin notwendig. Da der Ausbau gegenüber der grundlegenden Sanierung nur einen geringen Mehraufwand bedeutet, konnte die Maßnahme bei der Evaluation des Maßnahmenplans wieder berücksichtigt werden, heißt es aus Karlsruhe.

Eine Ausführungsplanung liegt bereits vor – allerdings nach alten Richtlinien. Sie muss nun auf die aktuell gültigen Richtlinien hin überprüft werden. Die geschätzten Kosten für die Maßnahme liegen bei rund zwei Millionen Euro. Zum Baubeginn kann das Regierungspräsidium noch keine Aussage machen.


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