Bauland in Bühl ist heiß begehrt

Von BT-Redakteurin Sarah Reith

Bühl (sre) – Mehr als 1.000 Interessenten für Bauplätze haben sich registriert: Die Zwetschgenstadt ist als Wohnort heiß begehrt. Jetzt startet die Vermarktung des Gebiets „Hofmatten“ in Moos.

Bauland in Bühl ist heiß begehrt

Erst einmal werden zehn Bauplätze im Mooser Neubaugebiet angeboten, weitere sollen folgen. Foto: Bernhard Margull

Rund zwei Jahre hat die Erschließung des Baugebiets „Hofmatten“ in Moos gedauert, nun ist alles fertig und die Grundstücke können in den Verkauf. Auf der Freifläche neben dem städtischen Kinderhaus Moos sind 22 Einfamilien- und acht Doppelhäuser vorgesehen. Im Gemeinderat ist über die Verteilung des heiß begehrten Baulands in dieser Woche erneut diskutiert worden.

Der Bedarf ist groß: 1.075Bauplatzsuchende haben sich laut Stadtpressesprecher Matthias Buschert über die Plattform Baupilot für Bühl registriert. Davon haben allein 400 am Mooser Baugebiet Interesse bekundet. Sie erhalten eine E-Mail, wenn die Grundstücke in den Verkauf gehen. „Das heißt aber noch nicht, dass 400 sich bewerben“, macht Buschert klar: Schließlich weiß die Stadt nicht, wie viele Personen mittlerweile anderweitig fündig geworden sind und wie tief das Interesse tatsächlich ging bei der unverbindlichen Registrierung.

Dennoch dürfte es wohl deutlich mehr Bewerber geben, als Bauplätze zur Verfügung stehen. Vor diesem Hintergrund hat Georg Feuerer (CDU) im Gemeinderat angeregt, bei der Vergabe noch einmal nachzusteuern: Er schlug vor, ein Drittel der Bauplätze über ein Bieterverfahren zu vergeben, sodass auch Menschen zum Zug kommen könnten, die nicht den Vergabekriterien entsprechen. Mit den Mehreinnahmen könne man die anderen Grundstücke rabattieren. Die Stadt nutzt das sogenannte „Ulmer Vergabemodell“, das in vielen Kommunen angewendet wird. Der Bewerberfragebogen enthält Angaben zu Wohnsitz, Arbeitsplatz, Kindern, Pflege und Behinderung sowie Ehrenamt. Abgefragt wird darüber hinaus das Eigentum von Immobilien und bebaubaren Grundstücken. Wenn bereits Eigentum vorhanden ist, wird dies mit Minuspunkten bewertet.

Die ersten zehn Bauplätze werden vermarktet

Feuerers Vorschlag, von diesem Modell abzuweichen, wurde im Gremium nicht grundsätzlich abgelehnt. Man müsse darüber aber in den Fraktionen noch einmal diskutieren, hieß es. Eine Entscheidung wurde deshalb vertagt und soll in der Oktober-Sitzung des Gemeinderats fallen.

Damit die Interessierten an Grundstücken aber nicht länger warten müssen, wurde beschlossen, dass zumindest zehn der 30 vorhandenen Bauplätze am Montag, 27. September, in den Verkauf gehen. Bewerbungen für das Baugebiet sind ab diesem Zeitpunkt digital über www.buehl.de/baupilot oder die Plattform www.baupilot.com/buehl möglich. Wer sich in Papierform bewerben will, erhält die Unterlagen beim städtischen Fachbereich Finanzen/Beteiligungen/Liegenschaften. Dort werden auch Fragen beantwortet unter Telefon (07223) 935670 oder per E-Mail an: bauplatz@buehl.de.

Der Kaufpreis für ein Einzelhaus beträgt 275 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche beziehungsweise 300 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche für eine Doppelhaushälfte – jeweils inklusive des Abwasserbeitrages und des abgelösten Erschließungsbeitrages. Es besteht Baupflicht: Das Haus muss innerhalb von drei Jahren fertig sein und zudem für mindestens fünf Jahre selbst bewohnt werden (Eigennutzung). Die Bewerbungsfrist endet am 14. November. Danach wird auf Basis der Vergabekriterien eine Rangliste erstellt und entschieden, wer den Zuschlag erhält.