Bauzeit wird fast halbiert

Steinmauern (HH) – Die Sanierung der Hauptstraße in Steinmauern wird Einschränkungen mit sich bringen. Das wurde bei einer virtuellen Infoveranstaltung deutlich.

Blick von oben auf die Hauptstraße von Steinmauern. Foto: Willi Walter

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Blick von oben auf die Hauptstraße von Steinmauern. Foto: Willi Walter

In weniger als einer halben Stunde war bei der Informationsveranstaltung zur Sanierung der Hauptstraße alles gesagt und alles gefragt. Es war die erste virtuelle Versammlung der Kommune. Formal war es eine gelungene Vorstellung, optisch genauso wie technisch. Die Nervosität, die Bürgermeister Toni Hoffarth vor seiner Internet-Premiere verspürte, dürfte den Zuschauern verborgen geblieben sein.
Der problemfreie Ablauf war auch ein Verdienst von Event-Service Bülow. Das Durmersheimer Unternehmen machte den Sitzungssaal des Rathauses zur Sendezentrale. Vor der Kamera stellten neben dem Bürgermeister auch Uwe Leyer von SI Ingenieure und Günter Imhoff von der Baufirma Reif Details des Sanierungsvorhabens vor, das sich zwischen Ortseingang und Höhe Gartenstraße abspielen wird.

Bauzeit auf dreieinhalb Monate verkürzen

Die Arbeiten würden für die Anwohner, aber auch die gesamte Einwohnerschaft Einschränkungen und Unannehmlichkeiten mit sich bringen, bat Hoffarth um Verständnis. Wenige Sätze später konnte er aber eine gute Nachricht bekannt geben: Statt den bisher angenommenen sechs Monaten Bauzeit sollen dreieinhalb Monate reichen. Sein Ziel sei „ganz klar“, die Maßnahme zügig und ordentlich durchzuführen, betonte Hoffarth. In diesem Sinne habe man von der Firma Reif die Zusage erhalten, zwei Kolonnen einzusetzen. Ursprünglich sei nur ein Trupp vorgesehen gewesen. Mitte August sollten die Arbeiten abgeschlossen sein.

Wo die umgestalteten Abschnitte der Hauptstraße enden, am modernen Lampenmasten (rechts) zu erkennen, beginnt das letzte Sanierungsstück. Es endet am Ortsrand. Foto: Helmut Heck

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Wo die umgestalteten Abschnitte der Hauptstraße enden, am modernen Lampenmasten (rechts) zu erkennen, beginnt das letzte Sanierungsstück. Es endet am Ortsrand. Foto: Helmut Heck

Imhoff sprach von drei bis vier Monaten Bauzeit, je nachdem, wie viele Privataufträge für Hausanschlüsse hinzukämen. Der Baubeginn werde für Anfang Mai angepeilt, es könnte aber auch Mitte Mai werden. Für zweieinhalb bis drei Monate sei eine Vollsperrung der Straße erforderlich, ansonsten reiche eine halbseitige Sperrung. Anwohnern wolle man ermöglichen, über eine Behelfsfahrbahn aus Schotter zu ihren Grundstücken zu gelangen. Die Phasen, in denen dies nicht machbar sei, werden rechtzeitig angekündigt. Die Erreichbarkeit der Grundstücke für Fußgänger bestehe durchgehend. Der überörtliche Verkehr wird über Plittersdorf beziehungsweise Elchesheim-Illingen umgeleitet.

Mit der Sanierung werden die Fahrbahn verschmälert und die Gehwege auf beiden Seiten verbreitert. Die Gestaltung soll den vorangegangenen Abschnitten gleichen. Zudem werden acht Baumbeete angelegt. Die Standorte lägen vor freien Flächen oder zwischen Grundstücksgrenzen, sagte Leyerer.

Leitungen werden erneuert

Der Planer ging auf jene Arbeiten ein, die neben dem eigentlichen Straßenbau erledigt werden müssen. Dies betrifft die Wasserleitung, die komplett erneuert und in den nördlichen Gehweg verlegt wird, ausschließlich auf öffentlichem Grund bis zu den Hausanschlüssen. Private Leitungsstrecken könnten auf Wunsch auf Kosten des Eigentümers mitsaniert werden.

In Abwasserleitungen müssten Setzungen und andere Schäden behoben werden. Ferner ist die Verlegung von Leerrohren für Glasfaser vorgesehen. Außerdem werde die EnBW das Stromnetz erneuern und der Gasversorger biete Neuanschlüsse an.

Die Fülle der Informationen reichte bis zu dem Hinweis zur Müllabfuhr, deren Abholstellen noch festgelegt werden, oder zu den Bushaltestellen, die nicht bedient werden können. Als Ersatz sollen die Haltepunkte am Rathaus dienen, was eine Änderung der Abfahrtzeiten mit sich bringen werde.

Auch an Bewohner des Sanierungsabschnitts wurde gedacht, die auf Krankentransporte angewiesen sein könnten oder umziehen müssen. Es könne alles geregelt werden, versicherte der Vertreter der Baufirma. Voraussetzung sei, dass man sich frühzeitig melde, am besten vor Ort beim Polier.

156 Zugriffe auf Livestream

Anschließend wurden Fragen aus der Bürgerschaft, die per Chat gestellt wurden, beantwortet. Viele waren es nicht. Gebeten wurde beispielsweise, zur Lärmminderung auf einen bestimmten Anschlusswinkel der Fahrbahndecke an den alten Teil zu achten. „Der kennt sich aus“, versprach Imhoff, den Hinweis zu beachten. Auf eine Frage nach Markierungen fürs Parken wurde mitgeteilt, dass diese nicht vorgesehen seien. Gasanschlüsse und Masten für Straßenlampen waren weitere Details der Fragerunde.

Der auf Youtube übertragene Livestream hatte den Technikern zufolge zwischen 50 und 100 Teilnehmer, was angesichts von rund 30 betroffenen Grundstücken als reges Interesse gewertet werden kann. Alle Neugierigen mitgezählt, die nur kurz reinklickten, ergaben sich 156 Zugriffe.

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Erstellt:
18. April 2021, 15:38 Uhr
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