Bebauungsplan für das Hirsch-Areal

Weisenbach (mm) – Das Hirsch-Areal ist von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung von Weisenbach. Deshalb soll die „bestmögliche Entwicklung“ gefunden werden.

Das Hirsch-Areal in Weisenbach ist wichtig für die Entwicklung der Gemeinde.  Foto: Raimund Götz

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Das Hirsch-Areal in Weisenbach ist wichtig für die Entwicklung der Gemeinde. Foto: Raimund Götz

Dies erläuterte Bürgermeister Daniel Retsch in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Dazu beschloss der Gemeinderat einstimmig, einen Bebauungsplan für den Bereich im Ortskern zu erstellen.

Planungsziele sind die Sicherstellung einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung sowie die baukulturelle Erhaltung und Entwicklung der städtebaulichen Gestalt und des Ortsbilds. Weiter sind die Wohnbedürfnisse der Bevölkerung zu berücksichtigen. Auch die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung, insbesondere die Bedürfnisse von Familien, jungen, alten und behinderten Menschen, sollen beachtet werden.

Zentrale Fläche im Ortskern

Das Areal liegt zwischen Hauptstraße und Eisenbahnstraße im Sanierungsgebiet „Ortsmitte I“. Entscheidend für die Gemeindeentwicklung ist die geringe Verfügbarkeit bebaubarer Flächen in ebenen Tallagen, die Lage im Ortskern mit der entsprechenden Infrastruktur im Umfeld sowie die unmittelbar benachbarte Stadtbahnhaltestelle. Der Bebauungsplan soll gewährleisten, dass das Areal so gestaltet wird, dass es der städtebaulichen Bedeutung sowie der Gestaltung des Ortsbilds dieser zentralen Fläche im Ortskern gerecht wird.

Der Bebauungsplan dient der baukulturellen Erhaltung und Entwicklung des Orts- und Landschaftsbilds. Er trägt zum sparsamen Umgang mit Grund und Boden bei. Auf die Umwandlung landwirtschaftlich genutzter Flächen werde mit dieser Maßnahme zur Innenentwicklung verzichtet. Der Bereich soll als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden.

Das Neuordnungskonzept im Bereich „Ortsmitte I“ sieht auf den beiden Flurstücken 10 und 13/3 die Planung von Gebäuden vor. Um dieses Areal städtebaulich nach einheitlichen Grundsätzen ordnen zu können, ist die Einbeziehung des zwischen den beiden Flurstücken liegenden Flurstücks 12 in den Bebauungsplan erforderlich.

Da auf den Flurstücken 10, 12 und 13/3 keine Festsetzung von Verkehrsflächen beabsichtigt ist, soll der vor den Flurstücken 12 und 13/3 gelegene Abschnitt des Flurstücks 7/1 der Eisenbahnstraße in den Geltungsbereich des Bebauungsplans mit einbezogen werden. Dort sind laut Ratsunterlagen baulich keine Veränderungen beabsichtigt.

Mit dem Inkrafttreten des Bebauungsplans Hirsch-Areal wird der am 20. Mai 2009 in Kraft getretene vorhabenbezogene Bebauungsplan Hauptstraße / Eisenbahnstraße aufgehoben.

Komplexes Verfahren

Die Aufstellung eines Bebauungsplans sei ein komplexes Verfahren und brauche Zeit, erläuterte der Bürgermeister. Ein konkreter Zeitplan sei daher schwierig.

Da der Bebauungsplan erst bindende Wirkung ab seiner Rechtskraft habe, bestehe die Gefahr, dass die Bauaufsichtsbehörde im Landratsamt auch solche Vorhaben zwischenzeitlich zulassen müsse. Diese könnten im Widerspruch zu den städtebaulichen Zielen des künftigen Bebauungsplans stehen.

Der Gesetzgeber hat mit der Veränderungssperre im Baugesetzbuch deshalb ein Sicherungsinstrument für die Bauleitplanung geschaffen. Mit der Sperre, die von der Gemeinde als Satzung beschlossen werden muss, besteht für den künftigen räumlichen Geltungsbereich eines Bebauungsplanes ein generelles Veränderungsverbot.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die erforderliche Satzung.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
16. Juli 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
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