Begehrtes Fotomotiv

Kuppenheim/Paris (sawe) – Mit dem selbst restaurierten Unimog auf den Champs-Élysées: Bernd Hoffmann hat sich seinen Traum erfüllt.

Er hat es geschafft: Bernd Hoffmann steht mit seinem Unimog auf den Champs-Élysées in Paris. Das Foto hat ein Passant von ihm geschossen.Foto: pr

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Er hat es geschafft: Bernd Hoffmann steht mit seinem Unimog auf den Champs-Élysées in Paris. Das Foto hat ein Passant von ihm geschossen.Foto: pr

Er hat es tatsächlich durchgezogen: Bernd Hoffmann, der einen Unimog-Oldtimer restauriert hatte (das BT berichtete), ist mit dem 58 Jahre alten Gefährt nach Paris getuckert und wieder zurück. Ausgestattet mit etwas Proviant (drei Hähnchenschenkel, Wasser und Apfelsaft) startete er am Dienstagmorgen um 7.30 Uhr ab Rastatt. Elf Stunden später hatte er die Champs-Élysées erreicht. Im Schnitt war er mit 41,6 „Sachen“ unterwegs. Die Fahrt mit dem Unimog 411 Baujahr 1962 war alles andere als eine Vergnügungsfahrt, denn auf den Schnellstraßen, die der Wahl-Kuppenheimer meist befuhr, war sehr viel Lkw-Verkehr. Als er abends ankam, war es nicht leicht, ein gutes Foto zu schießen, da die Sonne schon sehr tief stand und sich sofort viele Menschen neugierig um den Unimog scharten und wild fotografierten. Ein Unimog vor dem Triumphbogen – das kommt schließlich nicht alle Tage vor in Paris und war daher schon eine kleine Attraktion. Das Gefährt sei viel bewundert worden, berichtet der Wahl-Kuppenheimer, auch viele Passanten und Vorbeifahrende hätten ihm anerkennend den Daumen nach oben gezeigt.

Tempo 44 im Schnitt

Lange hielt sich Bernd Hoffmann allerdings nicht in der Seine-Metropole auf. Bereits gegen 22 Uhrmachte er sich auf den Rückweg, da er den Unimog nicht abschließen und seine persönlichen Sachen nicht sicher unterbringen konnte. Ursprünglich wollte er nicht nachts fahren, doch die Scheinwerfer an dem Oldtimer erhellten ihm wunderbar den Weg, außerdem herrschte um diese Zeit kaum Lkw-Verkehr. Da ist er einfach durchgefahren mit Tempo 44 im Schnitt. Am Mittwoch, um 8 Uhr, kam er in Kuppenheim an. Er sei müde gewesen, aber auch zufrieden, freut sich der 64-Jährige, seine selbst gesteckte Herausforderung noch dazu in rund 24 Stunden bewältigt zu haben. Insgesamt ist er 1 068 Kilometer gefahren und hat 133 Liter Diesel verbraucht.

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Erstellt:
7. August 2020, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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