Bei Rundgang Auer Projekte präsentiert

Au am Rhein (saa) – Es sei „interessant, wo das Geld hinfließt“, meinten einige Teilnehmer des Ortsrundgangs durch Au am Rhein. Bürgermeisterin Veronika Laukart präsentierte dabei einige Projekte.

Bei der ersten Bürgerwanderung der Gemeinde gibt Bürgermeisterin Veronika Laukart rund 40 Teilnehmern Einblicke in Sanierungsprojekte wie etwa den Spielplatz in der Schillerstraße. Foto: Saskia Burkart

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Bei der ersten Bürgerwanderung der Gemeinde gibt Bürgermeisterin Veronika Laukart rund 40 Teilnehmern Einblicke in Sanierungsprojekte wie etwa den Spielplatz in der Schillerstraße. Foto: Saskia Burkart

Das Wetter hätte am Samstag kaum besser mitspielen können. Bei strahlendem Sonnenschein ging es für rund 40 Bürger mit Bollerwagen und Getränken auf eine Wanderung durch die Gemeinde. Dabei konnten sie sich unter der Leitung von Bürgermeisterin Veronika Laukart einen Überblick über die Sanierungsprojekte der letzten Jahre verschaffen wie das Kinderhaus „Pestalozzi“ und die Holzschuhmacherwerkstatt.

Räume für Ganztagsbetreuung

Es ist das erste Mal, dass eine Bürgerwanderung in Au am Rhein stattfindet. Die Teilnehmer laufen sieben Projekte im Dorf ab, die während Laukarts Amtszeit realisiert wurden. Dabei spricht die Bürgermeisterin offen über die Kosten und genehmigten Zuschüsse.

Los geht es mit einem der größten Projekte: Das Kinderhaus „Pestalozzi“ öffnete im März 2020, musste aber aufgrund der Coronapandemie nach rund zwei Wochen wieder schließen. Mittlerweile ist es wieder im Betrieb und beherbergt 20 Krippenkinder sowie rund 30 Kinder in den Regelgruppen. Das Kinderhaus hat eine direkte Verbindung zur Rheinauschule. Um genügend Platz zu bieten, wurde der Gebäudeabschnitt um einen Anbau erweitert. Insgesamt sind Kosten in Höhe von 2,42 Millionen Euro angefallen. Dazu gab es eine Bezuschussung von 501.000 Euro. Im oberen Stockwerk befindet sich derzeit noch eine Baustelle. Dort werden sieben Räume für die Ganztagsbetreuung der Grundschüler renoviert. Nach der kurzen Ansprache der Bürgermeisterin dürfen die Teilnehmer selbst das Kinderhaus begutachten.

Holzschuhmacherwerkstatt kommt gut an

Die meisten Bürger nehmen aus reiner Neugier an der Wanderung teil. „Es ist wirklich interessant, wo das Geld hinfließt“, meint Teilnehmer Bertram Hettel schmunzelnd. „Ich freue mich auch darauf, die fertiggestellte Holzschuhmacherwerkstatt an der nächsten Station den Bürgern zu zeigen, die habe ich nämlich mitgestaltet“, berichtet der 84-Jährige weiter. Das kleine grüne Haus ist auf dem ersten Blick etwas unscheinbar. In ihm befindet sich eine Ausstellung über die traditionelle Herstellung von Holzschuhen mit Maschinen, Werkzeugen und Schuh-Modellen. Schon in früheren Zeiten war dort eine Hozlschuhwerkstatt untergebracht. Vor rund drei Jahren begann die Gemeinde, das Haus zu einem Museum umzugestalten. Im Zuge dessen wurde auch der Platz davor saniert und ein Kräutergarten sowie Sitzmöglichkeiten errichtet. „Hier könnte man doch mal ein Ferienspaß-Programm zum Thema ,Schuhe herstellen’ anbieten“, meint eine Teilnehmerin beim Begutachten des alten Werkzeugs.

Kindergarten St. Josef wird renoviert

Weiter geht’s über den neu angelegten Abschnitt des Friedhofs zum aktuellen Projekt des Kindergartens St. Joseph. Bis zum März 2022 soll das Gebäude für 2,1 Millionen Euro renoviert werden. 424.000 Euro finanziert die kirchliche Gemeinde. Damit die 120 Kinder später genügend Platz im Freien haben, ist eine direkte Verbindung von der Außenanlage zum nahe gelegenen Pfarrgarten geplant. Eine weitere Station für junge Dorfbewohner folgt direkt: Die Umgestaltung des Spielplatzes in der Schillerstraße wurde im vergangenen Sommer realisiert. Die Gemeinde ließ ein Wasserspiel sowie Tipi-Zelte und Klettermöglichkeiten errichten. Nach der Begutachtung der sanierten Rosenstraße und des Bauplatzes des geplanten DJK-Vereinsheimes findet die Wanderung schließlich ihr Ende. Für das leibliche Wohl sorgen mehrere Pausen an Essensständen, die aufgrund des gleichzeitig stattfindenden Hofflohmarkts im Ort verteilt zu finden sind.


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