Benzwerk Gaggenau: Kohlendioxid im Blick

Gaggenau (tom) – Das Benzwerk soll durch regenerative Energien und durch Einsparungen klimaneutral produzieren.

Blick auf das Mercedes-Benz-Werk in Gaggenau. Foto: Willi Walter/Archiv

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Blick auf das Mercedes-Benz-Werk in Gaggenau. Foto: Willi Walter/Archiv

Ab 2022 werden bei Daimler alle europäischen Werke, also auch Gaggenau, klimaneutral produzieren. Zugekaufte elektrische Energie soll also nur noch aus regenerativen Quellen bezogen werden. Dies hat der Konzern kürzlich mitgeteilt. Um welche Größenordnungen geht es beispielsweise im Mercedes-Benz Werk in Gaggenau? Das BT hat nachgehakt.

„Im Werkteil Gaggenau haben wir im vergangenen Jahr circa 96.000 MWh benötigt, den Großteil davon für die Produktion“, erläutert die Konzernzentrale in Stuttgart. Das Werk sei im Übrigen nach DIN EN ISO 50.001 Energiemanagement zertifiziert. Ein Kerngedanke dabei sei die kontinuierliche Verbesserung der energetischen Leistung. Unter anderem durch Umstellung auf LED-Beleuchtung, intelligente Gebäudelüftung, Nachrüstung hocheffizienter Schaltschrankkühlgeräte und Prozessoptimierungen an Maschinen habe man im gesamten Werk seit 2013 eine Reduzierung des Stromverbrauchs um über 35.000 MWh erreicht“, freut man sich bei Daimler. Standortverantwortlicher Thomas Twork ergänzt: „Kohlendioxid-neutraler Transport bedeutet für uns nicht nur, lokal emissionsfreie Fahrzeuge herzustellen. Wir wollen ganzheitlich unterwegs sein, und deshalb setzen wir auch in der Fertigung hier in Gaggenau an. Der zugekaufte Strom, den wir für unser Werk benötigen, stammt künftig aus Solar-, Wind- und Wasserkraft.“

Wasserkraftwerk der EnBW

Doch wie steht es um die Versorgungssicherheit mit Energie? Dazu heißt es bei Daimler: „Im Falle eines Ausfalls des öffentlichen Stromnetzes können wir mithilfe unserer Notstromaggregate alle Anlagen in einen sicheren Zustand herunterfahren und die Notbeleuchtung gewährleisten.“ Direkt am Werksgelände, an der Murg befindet sich ein Wasserkraftwerk. Dieses gehört allerdings der EnBW und wird nicht von Daimler betrieben.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
25. April 2021, 16:46 Uhr
Lesedauer:
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