Beratungsstelle „Feuervogel“: Sichere Mediennutzung im Familienalltag

Rastatt (red) – Gerade während der Corona-Krise bekommt das Internet einen immer höheren Stellenwert im Alltag. Auch Kinder und Jugendliche, die nun zu Hause sind, kommen so häufiger mit diesem Medium in Kontakt. „Deswegen ist es jetzt wichtig, mit den Kindern und Jugendlichen über das Internet zu reden“, betont die Beratungsstelle „Feuervogel“ in einer Pressemitteilung.

Sicher surfen: Die Beratungsstelle „Feuervogel“ gibt Tipps, damit Kinder und Jugendliche sicher im Internet unterwegs sind. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

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Sicher surfen: Die Beratungsstelle „Feuervogel“ gibt Tipps, damit Kinder und Jugendliche sicher im Internet unterwegs sind. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Auf der Homepage der Beratungsstelle www.feuervogel-rastatt.de/clevere-spürnasen-videos können Eltern und Kinder sich gemeinsam kleine Erklärvideos zum Thema Sicherheit im Netz anschauen. Im Folgenden sind Tipps und Tricks zum Umgang mit dem Internet zu finden:

Die ersten Schritte mit dem Kind im Netz

Vielleicht ist nun der richtige Zeitpunkt, um Ihr Kind hinein in die Welt des Internets zu begleiten. Dabei achten Sie bitte auf das Alter und den individuellen Entwicklungsstand des Kindes. Für die ersten Schritte im Netz ab einem Alter von neun bis zehn Jahren gibt es das Internet-ABC, das interaktiv die ersten Schritte mit den Kindern in Richtung Internetnutzung macht. Trotzdem sollen Eltern das Kind begleiten.

Die Internetseite www.internet-abc.de bietet neben dem Teil für die Kinder auch einen Teil für Eltern mit wertvollen Informationen zur Thematik. Weitere sehr empfehlenswerte Internetseite für Eltern sind www.klicksafe.de und www.schau-hin.info .

Mediennutzungsvertrag legt Regeln fest

Ist das Kind schon älter und alleine im Netz unterwegs, wäre es an der Zeit, einen sogenannten „Mediennutzungsvertrag“ mit dem Kind abzuschließen. Hierzu gibt es im Internet unter www.mediennutzungsvertrag.de einige gute Vorlagen. Das Ziel eines solchen Vertrags ist es, mit dem Kind zusammen Regeln über die Nutzung des Internets zu vereinbaren.

Beispielsweise die Nutzungszeit der verschiedenen Medien wie Fernseher, Handy, Computer und so weiter. Eltern und Kinder können gemeinsame Regeln festlegen, den „Vertrag“ ausdrucken und unterschreiben, um es für beide Seiten verbindlicher zu machen.

Kindersuchmaschinen nutzen

Als Aufgabe haben Schulkinder nun vielleicht Dinge für die Schule zu recherchieren. In diesem Fall ist es eine gute Alternative, zum Schutz der Kinder vor erschreckenden Bildern oder Beiträgen auf eine Kindersuchmaschine umzusteigen. Hierzu bieten sich die Kindersuchmaschinen „Blinde Kuh“ (www.blinde-kuh.de), „Frag Finn“ (www.fragfinn.de) oder „Helles Köpfchen“ (www.helles-koepfchen.de) an, denn hier werden die Informationen, anders als bei Google und Co., von Menschen und nicht von Maschinen ausgewählt und für die Kinder zur Verfügung gestellt. Diese Suchmaschinen sind werbefrei und somit ideal für die Recherchen des Kindes geeignet.

Nachrichten und „Fake News“ unterscheiden

Wir werden täglich von neuen Informationen überflutet, doch leider sind darunter auch sogenannte „Fake News“. Mit dem Jugendlichen, der schon mit den „Erwachsenen-Suchmaschinen“ arbeitet, ist es wichtig, dieses Thema zu besprechen und auch praxisnah zu behandeln. Zu diesem Thema ist beispielsweise auf der Seite der Tagesschau Material zu finden, aber auch auf der Internetseite „So geht Medien“ der öffentlich-rechtlichen Sender (https://www.br.de/sogehtmedien/index.html).

Ansonsten gibt es Nachrichten für Kinder und Jugendliche leicht erklärt bei „logo!“ (https://www.zdf.de/kinder/logo ) oder „neuneinhalb“ (https://kinder.wdr.de/tv/neuneinhalb/neuneinhalb-startseite-100.html ).

Gefahren im Netz kennen und vorbeugen

Leider ist die Liste der Gefahren im Netz riesig und es ist schwer, den Überblick zu behalten. Von Kettenbrief, Spam, Viren auf dem Computer oder Urheberrechtsverletzungen bis hin zum Cybermobbing. Das Wichtigste hierbei ist, sich über die Gefahren einen Überblick zu verschaffen und nicht die Augen davor zu verschließen. Auf der Seite www.internet-abc.de gibt es hierzu für Kinder geeignete Materialien, aber auch Eltern sind dazu eingeladen, sich über diese wichtige Thematik zu informieren.

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Erstellt:
3. April 2020, 17:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 33sec

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