Bestes Marmeladenrezept kommt aus Gernsbach

Gernsbach (stn) – Große Überraschung bei der Schlecksel-Kür auf Schloss Eberstein: Alle drei Preise gingen an die Gernsbacherin Monika Binder, die mit exotischen Marmeladen-Kreationen überzeugte.

Die Gewinnerin des diesjährigen Schlecksel-Wettbewerbs, Monika Binder (vordere Reihe, Zweite von rechts), kann ihren Erfolg kaum fassen. Auch die anderen Gewinner und die Jury freuen sich mit ihr. Foto: Nora Strupp

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Die Gewinnerin des diesjährigen Schlecksel-Wettbewerbs, Monika Binder (vordere Reihe, Zweite von rechts), kann ihren Erfolg kaum fassen. Auch die anderen Gewinner und die Jury freuen sich mit ihr. Foto: Nora Strupp

„Das ist eine Premiere. So etwas gab es noch nie“, verkündete Sabine Katz, Inhaberin der Bücherstube, bei der Gewinnerkürung des 10. Schlecksel-Wettbewerbs, die am Mittwoch auf Schloss Eberstein stattgefunden hat. Monika Binder überzeugte mit ihren ausgefallenen Marmeladenkreationen die Jury derart, dass die Gernsbacherin alle ersten drei Preise abräumte.

Gesucht war dieses Jahr das beste Feigen-Marmeladen-Rezept. Insgesamt 23 Kostproben wurden eingereicht. Drei Stunden lang hat es gedauert, bis die Jury alle Schlecksel gekostet hatte. Sie bestand aus Sternekoch Bernd Werner, Bürgermeistergattin Jasmin Christ, die Gewinnerinnen des neunten Marmeladen-Wettbewerbs Manuela Warth und Elke Matz, Initiatorin Sabine Katz sowie dem mit Katz befreundeten Ehepaar Anne Schackmann und Bernhard Nagler-Schackmann. Bewertet wurden Geschmack, Optik, Kreativität, Konsistenz und Präsentation. Interessant waren aber auch die Geschichtchen dahinter, etwa wie es zu dem Rezept kam oder Kurioses bei der Herstellung.

„Es gab sechs Top-Favoriten, die von den Punkten nah beieinander waren. Aber ein Produkt war der Star“, resümierte Werner. Dieser Star, kreiert von Binder, heißt „Arabisches Intermezzo“ und ist eine Komposition aus Feige, Rotwein und Quitte. „Der Geschmack ist unantastbar. Das war Championsleague“, schwärmte Werner. „Alle waren begeistert und angetan“, ergänzte Katz. Den zweiten Platz belegte Binder mit ihrer „Orientalisches Blut“-Marmelade aus Feigen, Rotwein und Mandarinen, den dritten Platz mit „Aufgehende Sonne“ aus Feigen, Apfelsaft und Grand Marnier. Für diese herausragende Leistung gewann sie einen Kochkurs beim Sternekoch Bernd Werner auf Schloss Eberstein, ein Fünf-Gänge-Menü im Sternerestaurant und ein handsigniertes Buch „Meine Schlossküche“ (1. Preis), einen Geschenkkorb der Stadt Gernsbach (2. Preis) sowie einen Geschenkkorb der Schatzinsel (3. Preis).

Erinnerung an Omas Früchtebrot

„Ich bin sprachlos. Ich hätte im Leben nicht damit gerechnet. Die Marmelade ist in Erinnerung an meine Oma, die an Weihnachten immer Früchtebrot mit in Rum eingelegte Feigen, Nüssen und Rosinen gebacken hat“, erläuterte Binder.

Der Sonderpreis „Kreativ“ ging an Claus Neumann aus Gernsbach, der Sonderpreis „Deko“ an Elke Hartmann aus Gernsbach, der Sonderpreis „Heimat“ an den Gaggenauer Rolf Lang sowie an die Gernsbacherinnen Antje Beduhn und Cornelia Groh. Letztere durfte sich zudem über den Publikumspreis freuen.

„Dieses Jahr hat sich gezeigt, dass weniger mehr ist und dass eine Marmelade auch ohne die Umrahmung von Gewürzen oder Aromen auskommt. Und die Marmeladen, die oben auf dem Treppchen sind, sind Feige pur“, so Werner. Doch auch von dem Drumherum war der Sternekoch angetan: „Was mich begeistert hat, war die tolle Dekoration und die schönen Geschichten. Das war rund, das war herzlich, das ist Gernsbach.“ Das Gewinnerrezept wird als „Gernsbacher Schlecksel“ produziert und dann in Gernsbach zu kaufen sein. Die anderen eingereichten Marmeladen werden für einen wohltätigen Zweck verkauft.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Nora Strupp

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Erstellt:
30. September 2021, 14:31 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

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