Betreutes Wohnen in Bühl kommt gut an

Bühl (sre) – Der Neubau am Bühler Stadteingang füllt sich mit Leben: Das betreute Wohnen ist schon komplett vermietet, die DRK-Tagespflege nimmt im März ihren Betrieb auf.

In der DRK-Wohnanlage am Bühler Nordtor-Kreisel sind schon alle Wohnungen belegt – der Standort ist attraktiv für Senioren. Foto: Bernhard Margull

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In der DRK-Wohnanlage am Bühler Nordtor-Kreisel sind schon alle Wohnungen belegt – der Standort ist attraktiv für Senioren. Foto: Bernhard Margull

Stadtbildprägend und an exponierter Stelle errichtet, sticht das neue Gebäude am Nordtor-Kreisel in der östlichen Rheinstraße rasch ins Auge. Inzwischen ist es fertig und wird bereits bezogen: Alle 23 Wohnungen für Senioren sind vermietet, die Tagespflege geht im März 2021 in Betrieb.

Betreiber ist der Kreisverband Bühl/Achern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Bauherr und Investor die Bühler Bauunternehmung Krampfert. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Eröffnung der Tagespflege vorzubereiten“, berichtet DRK-Vorstand Felix Brenneisen. Die Räume im ersten Obergeschoss des Neubaus duften nach frischer Farbe, die hellen Möbel und frischen grünen Akzente sind bereits an Ort und Stelle – nur die Bilder an den Wänden fehlen noch. Das hat seinen Grund: Geplant ist laut Brenneisen eine Kooperation mit Künstlerin Eva Schniedertüns aus Neusatz, die dort ihre Werke ausstellen soll – und durch wechselnde Ausstellungen immer wieder für Abwechslung sorgen.

Die Gäste können bald kommen: Die DRK-Verantwortlichen in den Räumen der neuen Tagespflege. Foto: Sarah Reith

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Die Gäste können bald kommen: Die DRK-Verantwortlichen in den Räumen der neuen Tagespflege. Foto: Sarah Reith

16 Gäste sollen ab März tagsüber betreut werden, berichtet Brenneisen. Das Angebot ist nicht nur für Mieter des betreuten Wohnens in den darüberliegenden Stockwerken gedacht: Es gibt einen eigenen Fahrdienst, der Senioren aus dem Raum Bühl morgens zuhause abholen und abends wieder in der heimischen Umgebung abliefern soll.

Zentrum der Einrichtung ist ein großer Wohnraum mit angrenzender offener Küche, die viel Raum zum Mithelfen bietet. Sogar an Rollstuhlfahrer ist gedacht: Ein Bereich der Arbeitsfläche ist extra so gestaltet, dass man dort vom Rollstuhl aus arbeiten kann. Auch eine riesige Terrasse mit Blick auf einen hohen Baum gehört zur Tagespflege: Hier soll es künftig unter anderem Hochbeete geben, die von den Gästen bepflanzt werden können. Und noch eine Besonderheit stellt Brenneisen stolz vor: Ein Pflegebad soll für „Wohlfühlcharakter“ sorgen.

Erste Anmeldungen für die Tagespflege

Denn während oben in den betreuten Wohnungen barrierefreie Duschen eingebaut sind, kann dort unten auf Wunsch auch einmal richtig gebadet werden. Auch ein Friseurstuhl und Haube findet sich in dem Bereich: Man habe eine Kooperation mit einem örtlichen Friseur vereinbart, berichtet Brenneisen, sodass die Gäste vor Ort einen Haarschnitt bekommen können. 90 Prozent der Bewohner solcher Wohnanlagen seien Damen, so der DRK-Vorstand. Viele freuten sich über die Möglichkeit eines Friseurbesuchs im Haus. Das Konzept der Tagespflege scheint jedenfalls gut anzukommen: Laut Brenneisen gibt es schon erste Anmeldungen.

Beim barrierefreien Wohnen ist man schon einen ganzen Schritt weiter: Alle 23 Wohnungen sind bereits vermietet, die Bewohner ziehen nun nach und nach ein. „Die Nachfrage ist riesig“, berichtet Brenneisen. Das bestätigt auch Bauunternehmer Alfred Krampfert. Der Bedarf in Bühl sei groß – zumal in der Zwetschgenstadt in diesem Bereich schon lange kein Angebot mehr dazugekommen sei. Gerade das betreute Wohnen sei ein Konzept der Zukunft.

Apartments für eine und zwei Personen

Zwischen 45 und 60 Quadratmeter groß sind die Apartments, die DRK-Chef Brenneisen zufolge größtenteils von Einzelpersonen, aber auch von zwei Ehepaaren bezogen werden.

Durch eine Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe werden zudem in fünf Wohnungen ehemalige Lebenshilfe-Mitarbeiter wohnen. Die Mieter schließen neben einem Miet- stets auch einen Betreuungsvertrag ab, können also je nach Bedarf Pflegeleistungen beim DRK dazu buchen. Außerdem ist in jeder Wohnung standardmäßig ein Hausnotruf installiert. Attraktiv ist laut Brenneisen und Krampfert auch die zentrale Lage in der Stadt, in der alles fußläufig erreichbar ist. Als Erstes seien nicht etwa die rückwärtigen Wohnungen des Gebäudes weg gewesen, sondern die Apartments zur Straße hin mit Blick auf den Kreisel. Dass man einen Sessel an die bodentiefen Fenster rücken und das Geschehen auf der Straße beobachten könne, habe viele gereizt, berichtet Brenneisen.

Überaus beliebt dürfte deshalb auch der Bereich im Erdgeschoss werden, der noch mit Sitzgelegenheiten ausgestattet werden soll. Schließlich bietet dieser Treffpunkt für Bewohner und Gäste als Bonus auch noch einen besonders guten Blick auf alles, was sich draußen am Bühler Stadteingang abspielt.

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Erstellt:
9. Dezember 2020, 08:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 58sec

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