Bietigheim will Wege für Fußgänger sicherer machen

Bietigheim (mak) – Die Gemeinde Bietigheim beteiligt sich am Fußverkehrs-Check des Verkehrsministeriums, um die Wege für Fußgänger sicherer zu machen. Ein Bürgerworkshop findet im September statt.

Den Schulwegeplan für Bietigheim mit Maskottchen Hardty haben Eltern wie Martina Bellavia (links vorne) und Christina Heß (rechts vorne) mitentwickelt. Foto: Nadine Fissl

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Den Schulwegeplan für Bietigheim mit Maskottchen Hardty haben Eltern wie Martina Bellavia (links vorne) und Christina Heß (rechts vorne) mitentwickelt. Foto: Nadine Fissl

Die Gemeinde Bietigheim ist eine von 15 Kommunen im Land, die sich in diesem Jahr am Fußverkehrs-Check des Landes beteiligen, um Defiziten im Fußwegenetz auf die Spur zu kommen. „Wir freuen uns wahnsinnig und sind sehr dankbar, teilnehmen zu dürfen, das war unsere dritte oder vierte Bewerbung“, sagt Bürgermeister Constantin Braun auf BT-Nachfrage. Zugeparkte Gehwege, Radfahrerinnen und Radfahrer auf Bürgersteigen oder fehlende Zebrastreifen: „Zahlreiche Hindernisse machen Fußgängerinnen und Fußgängern im Alltag das Leben schwer“, heißt es in einer Mitteilung des Verkehrsministeriums. Bei den Fußverkehrs-Checks des Landes werden verstärkt die Nutzungskonflikte um den begrenzten öffentlichen Raum aus der Perspektive des Fußverkehrs in den Blick genommen. 59 Kommunen hatten sich in diesem Jahr um einen Zuschlag beworben.

„Wir möchten die Wege in die Schule und den Kindergarten sicherer machen und für mehr Barrierefreiheit sorgen. Darüber hinaus ist uns natürlich die allgemeine Sicherheit der Fußgänger wichtig“, betont der Rathauschef. Wenn man hierfür fachlichen Input von außen bekomme, dann nehme man diesen gerne mit.

Schulwegeplan 2020 verabschiedet

Bezüglich der Sicherheit von Fußgängern hat die Gemeinde schon einiges getan. So hat das Seniorenbüro laut Braun in Zusammenarbeit mit dem VDK im Jahr 2017 eine „sehr umfangreiche Analyse zum Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Raum vorgelegt“. Von diesen Anregungen seien in der Zwischenzeit bereits etliche realisiert worden. Im vergangenen Jahr wurde ein Schulwegeplan in die Tat umgesetzt, um mehr Sicherheit für den Weg in die Schule zu schaffen. Die Verkehrsexperten der Planer Sozietät in Karlsruhe werden sich nun im Juli und August gründlich im Ort umschauen und erste Vorbereitungsgespräche für den Auftaktworkshop im September führen, an dem die Bürger ihre Anregungen einbringen können. Im Oktober und im November ist jeweils eine Begehung geplant, der Abschlussworkshop werde zwischen Dezember und Februar stattfinden, erläutert Braun den Fahrplan. Im ersten Quartal 2022 soll der Bericht dann der Verwaltung vorliegen. Der Schulwegeplan und die Analyse bezüglich Barrierefreiheit werden ebenso in die Untersuchung der Fachplaner einfließen wie die Ergebnisse der Verkehrsschau, die gestern Vormittag in Bietigheim stattfand. Einzelheiten darüber möchte Braun nicht verraten, im Herbst werden die Ergebnisse öffentlich im Gemeinderat behandelt.

„Der Bericht legt auch Prioritäten fest. Wenn es sich um Gefahrenstellen handelt, dann werden wir Maßnahmen zeitlich nach vorne schieben“, verdeutlicht Constantin Braun. Andere Schwachstellen in der Gemeinde, die nicht so dringend seien, könne man auch im Zusammenhang mit einer anstehenden Straßensanierung beseitigen.

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Erstellt:
25. Juni 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

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