Bietigheimer Bürgerpreis für engagierte Pfarrerin

Bietigheim (mak) – Die Dr. Jakob-Kölmel-Bürgerstiftung hat die Pfarrerin Tina Blomenkamp für ihr kirchenmusikalisches Engagement mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet, der mit 6.000 Euro verbunden ist.

Pfarrerin Tina Blomenkamp leitet die Dreieinigkeitsgemeinde Bietigheim, Muggensturm und Ötigheim und engagiert sich besonders im Bereich Kirchenmusik. Foto: Gemeinde

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Pfarrerin Tina Blomenkamp leitet die Dreieinigkeitsgemeinde Bietigheim, Muggensturm und Ötigheim und engagiert sich besonders im Bereich Kirchenmusik. Foto: Gemeinde

„Ich bin total überrascht!“, freute sich Pfarrerin Tina Blomenkamp am Dienstagabend bei der Sitzung des Ältestenkreises, die via Skype stattfand. Dr. Thomas Kölmel, der auch Mitglied im Ältestenkreis ist, „überreichte“ ihr den Bürgerpreis der Dr. Jakob-Kölmel-Bürgerstiftung in Höhe von 6.000 Euro. Mit der Preisverleihung sollen in erster Linie Blomenkamps Verdienste um die Kirchenmusik honoriert werden. „Du hast die Musik in unserer Kirche wirklich neu definiert“, lobte Kölmel die Pfarrerin, die mit ihrem Engagement den berühmten Kirchenmusiker Paul Gerhard „rechts und links überholt. Die Abendgottesdienste und vieles mehr sprechen für Dein außerordentliches Interesse und Wissen über gute und spannende Kirchenmusik“, fuhr Kölmel in seiner Laudatio fort. Mit einem Augenzwinkern meinte er, dass man sie mit dem Budget „hoffentlich ordentlich unter Druck“ setze, damit sie weiterhin „ihre Musik“ in die Kirche bringe. Das Preisgeld sei gedacht, um Auftritte für Musiker zu finanzieren: „Letztendlich bleibt es aber alleine Dir überlassen, wie Du das Budget verwenden möchtest“, betonte Thomas Kölmel.

Braun: „Sie sind ein Allroundtalent“

Normalerweise wird der Bürgerpreis im Rahmen des Neujahrsempfangs der weltlichen Gemeinde verliehen, der auch in Bietigheim der Corona-Pandemie zum Opfer fiel. Bürgermeister Constantin Braun war der Sitzung ebenfalls zugeschaltet und hob das Engagement der Geistlichen hervor: „Ich denke an Ihre Online-Gottesdienste, bei denen Sie die musikalische Begleitung am E-Piano und mit Gesang in einer Person leisten, Sie sind ein Allroundtalent“, sparte er nicht mit Lob. Der Rathauschef erwähnte weiterhin, dass Tina Blomenkamp in Corona-Zeiten den Geburtstagskindern in der Kirchengemeinde Geschenktüten zukommen lasse, dass die Ältestenkreissitzungen online stattfinden und dass sie Bastelangebote entwickelt habe: „Sie sind offen und machen alles mit Herzblut. Wir sind sehr dankbar, Sie bei uns zu haben“, sagte Braun anerkennend. „Ich danke für die vielen warmen Worte, ich freue mich über den Bürgerpreis“, zeigte sich Tina Blomenkamp gerührt. Sie habe bezüglich der Verwendung des Preisgelds bereits verschiedene Gedanken, die aber noch nicht spruchreif seien. Bürgermeister Braun dankte zudem der Dr. Jakob-Kölmel-Bürgerstiftung, die seit 2009 den Bürgerpreis verleiht, sich aber auch ansonsten in der Gemeinde engagiert. Der Stiftungsbeirat, der ebenfalls online an der Sitzung teilnahm, entscheidet jedes Jahr darüber, wer den Bürgerpreis erhält und wie hoch dieser ausfällt. Da der traditionelle Neujahrsempfang nicht stattfinden kann, hat sich die Gemeindeverwaltung in diesem Jahr ein neues Format überlegt: Am heutigen Donnerstag wird erstmals ein 36-seitiger Jahresrückblick in die Haushalte verteilt. „Wir haben von digitalen Formaten abgesehen und uns für die Print-Variante entschieden, damit die örtlichen Vereine auch zu Wort kommen können“, erläutert Braun im Gespräch mit dem Badischen Tagblatt. Mit ausschlaggebend sei auch gewesen, dass Online-Angebote für etliche ältere Einwohner „eine gewisse Hemmnis“ darstellten.

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Erstellt:
14. Januar 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 24sec

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