Bietigheimer Schule bleibt geschlossen

Bietigheim (BT) – Aufgrund des Corona-Infektionsgeschehens in Bietigheim bleibt die örtliche Grundschule zunächst geschlossen – wie auch der Kindergarten St. Michael.

„Für den Gemeinderat, die Gemeindeverwaltung und die Schulleitung hat die Gesundheit der Schüler, Familien und Lehrkräfte oberste Priorität“, sagt Bürgermeister Constantin Braun. Die Grundschule Bietigheim bleibt zunächst geschlossen. Foto: Frank Vetter/Archiv

© fuv

„Für den Gemeinderat, die Gemeindeverwaltung und die Schulleitung hat die Gesundheit der Schüler, Familien und Lehrkräfte oberste Priorität“, sagt Bürgermeister Constantin Braun. Die Grundschule Bietigheim bleibt zunächst geschlossen. Foto: Frank Vetter/Archiv

Nachdem sich ein Corona-Ausbruch im katholischen Kindergarten St. Michael in Bietigheim ausgeweitet hat – am Freitag wurden im Ort 38 aktive Fälle gezählt – hat die Gemeindeverwaltung veranlasst, auch die Schule geschlossen zu halten. Dies sei auch im Sinne der Schulleitung sowie der Lehrkräfte, teilte die Verwaltung am Wochenende mit. „Für den Gemeinderat, die Gemeindeverwaltung und die Schulleitung hat die Gesundheit der Schüler, Familien und Lehrkräfte oberste Priorität“, betont Bürgermeister Constantin Braun. Zunächst soll die Schulschließung für diese Woche bis 26. Februar verfügt werden. In Abhängigkeit vom weiteren Infektionsgeschehen wolle man dann über die weitere Vorgehensweise mit dem Gesundheitsamt beraten. Schulleiter Andreas Koßmann bekräftigte: „Wir wissen, die Eltern leisten während des Homeschooling Großes, dennoch sehen wir die Entscheidung der Gemeinde Bietigheim als gerechtfertigt an. Das Wohl jedes einzelnen steht schließlich an erster Stelle.“

„Hoffen, dass alle unbeschadet da durch kommen“

Während der Kindergarten St. Michael bis Ende Februar geschlossen bleiben soll, hat der Kindergarten St. Gabriel am Montag wieder geöffnet. Allerdings bat die zuständige katholische Verrechnungsstelle Durmersheim die Eltern, ihre Kinder nur in dringlichen Fällen abzugeben. Dies stieß auf Resonanz, berichtete Kita-Geschäftsführer Sebastian Kurz. Neun Kinder in der Kindertagesstätte und vier im Hort habe man am Montag gezählt. Der katholische Kindergarten St. Michael soll nach dem Corona-Ausbruch voraussichtlich erst nächste Woche wieder öffnen. Zuletzt hatte es geheißen, dass dort 20 Mitarbeiterinnen erkrankt seien und auch bei den Kindern und deren Familien die Zahl der Infektionen stiegen. Insgesamt 117 Kinder befanden sich in St. Michael zuletzt in der Notbetreuung. Normalerweise sind bis zu 206 Kinder in der Einrichtung. „Wir hoffen, dass alle unbeschadet da durch kommen“, so Kurz. Wie es trotz Hygienekonzept und strenger Trennung der Gruppen samt Erzieherinnen zu dem Ausbruch kommen konnte, könne man nur mutmaßen: Einzige „Schnittstelle“ seien Geschwisterkinder in verschiedenen Gruppen. Auch deshalb befürwortet die Verrechnungsstelle die geplanten freiwilligen Tests für Kita-Personal, fände sie aber auch für die Kinder sinnvoll: „Das Risiko wäre minimiert“, sagte Kurz.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.