Bioregion Mittelbaden+ e.V. gegründet

Rheinau (vn) – Aus der Initiative Bio-Musterregion Mittelbaden+ ist ein eingetragener Verein geworden. 48 Gründungsmitglieder stimmten in Rheinau-Linx der Satzung zu und wählten ein Vorstandsteam.

Der Wandel vom konventionellen zum biologischen Anbau von Lebensmitteln soll in Mittelbaden beschleunigt werden. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archiv

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Der Wandel vom konventionellen zum biologischen Anbau von Lebensmitteln soll in Mittelbaden beschleunigt werden. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Archiv

An den Zielen ändert sich nichts: Die ökologische Landwirtschaft soll entlang regionaler Wertschöpfungsketten gestärkt, die Auswahl an Bio-Lebensmitteln weiter vergrößert werden. Vor allem soll das Netzwerk der Akteure ausgebaut werden, betonte Sitzungsleiter Claus Haberecht.

Das Vorstandsteam besteht aus drei gleichberechtigt agierenden Vorsitzenden. Gewählt wurden Helga Decker, Sven Wilhelm und Martin Blum. Schatzmeister wird Kurt Jägle und Protokollführerin Daniela Heiberger. Beisitzer sind Raphaela Riedmiller-Kuttnick-Wicht, Barbara Nießen, Jochen Hättig, Ulrike Claus und Thomas Huber sowie als Fördermitglieder die Stadt Bühl und den Nachbarschaftsverband Kuppenheim-Bischweier. Die Kasse wird geprüft von Alexander Spinner-Glanzmann und Uli Schittenhelm.

Die Vereinsgründung ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Bio-Musterregion. Im Juli 2020 starteten rund 70 Interessierte das Projekt. Mit dabei: Landwirte, Winzer, Imker, Gastronomen, Händler und Verbraucher aus der Region.

Nachdem das Ministerium für Ländlichen Raum im Dezember 2020 grünes Licht gegeben hatte, stellte die Initiative im Januar die Eckpfeiler des Projekts vor.

Der Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord wurde zum „Leadpartner“. Diese Partnerschaft war laut Haberecht Voraussetzung für die Zustimmung des Landes. Der Naturpark verantwortet das Regionalmanagement in der Außenstelle Steinbach und trägt die Gesamtverantwortung.

Regionalmanagement arbeitet bereits


Ähnlich wie beim Förderprogramm Leader ist die Einrichtung eines finanziell geförderten Regionalmanagements erforderlich, das am 1. September startete. Und ebenso wie bei Leader soll auch die Rechtsform als eingetragener Verein fixiert werden.

Die Bioregion umfasst den Stadtkreis Baden-Baden, den Landkreis Rastatt und den Ortenaukreis und ist in dieser Ausdehnung mit die größte der 14 Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg.

Das Regionalmanagement mit seiner Geschäftsstelle soll als Ansprechpartner, Drehscheibe und Vermittler fungieren. Dort steht die Beratung umstellungswilliger Betriebe im Mittelpunkt der Arbeit. „Das sind Betriebe, die derzeit noch auf konventionelle Weise Lebensmittel herstellen. Die Bio-Musterregion und das Regionalmanagement sollen helfen, die Umstellung mit Rat und Tat zu unterstützen und vor allem Mut zu machen für den Wandel vom konventionellen zum biologischen Anbau“, erklärte Helga Decker. Es gelte, jetzt Gas zu geben und etwas anzupacken. „Mit wenig Aufwand lässt sich viel erreichen.“ Erste Projekte laufen schon.

Ihr Autor

BT-Redakteur Volker Neuwald

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Erstellt:
9. September 2021, 19:53 Uhr
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