Bisher keine Altlast auf altem Glaserei-Gelände bekannt

Loffenau (ham) – Ein Loffenauer behauptet, dass bei einem verfallenen Haus in der Oberen Dorfstraße Altlasten liegen. Das Landratsamt untersucht die Vorwürfe, die sich aber bisher nicht bestätigten.

In Loffenau sind derzeit einige Projekte geplant, die verfallene Gebäude wie in der Oberen Dorfstraße 50 durch Neubauten ersetzen sollen. Foto: Metz

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In Loffenau sind derzeit einige Projekte geplant, die verfallene Gebäude wie in der Oberen Dorfstraße 50 durch Neubauten ersetzen sollen. Foto: Metz

Beim Landratsamt Rastatt ist nach dem BT-Bericht „Alte Schandflecken weichen langsam“ ein anonymes Schreiben eingegangen. In diesem wird der Verdacht geäußert, dass das ehemalige Gelände der Glaserei Zeltmann in Loffenau verseucht sei. Das Gebäude in der Oberen Dorfstraße 50 steht seit „rund 40 Jahren leer“, wie es im Gemeinderat hieß. Der „Schandfleck“ an der Ortsdurchfahrt soll nun abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das begrüßten die Bürgervertreter in ihrer Juli-Sitzung einhellig genauso wie andere Neubauten, die für eine Innenverdichtung sorgen.

Laut dem anonymen Schreiben, das auch an das BT ging, wurden in der Scheune der Glaserei über Jahrzehnte hinweg zahllose Fenster produziert und die Elemente in einer „Tauchanlage grundiert“. Als „ehemaliger Nachbar“ habe der Schreiber „über Jahre hinweg Chemie-Duft pur vor der Tür“ gehabt, notierte er im Schreiben ans BT. Im Brief an das Landratsamt outete sich der Absender als „ein unzufriedener Kunde“ und forderte die Behörden auf, den Boden zu überprüfen.

Bürgermeister Markus Burger ist bis dato nichts von einer Bodenverseuchung bekannt. Zuständig sei jedoch letztlich das Landratsamt. Dieses hatte bereits 1995 bei einer Altlastenerhebung das Grundstück untersucht und es nicht als „altlastverdächtige Fläche gekennzeichnet“. Nach dem anonymen Hinweis geht die Rastatter Behörde dem Fall noch einmal nach und schrieb den Bauherrn an. Nach der Sommerpause käme es deswegen zu einem Vor-Ort-Termin. Den Vorwurf, mögliche Bodenbelastungen unter den Teppich zu kehren – beziehungsweise mit Beton zu überbauen – entkräftet Burger: „Wenn von dort Bauschutt entsorgt wird, muss dieser ohnehin beprobt werden, bevor er auf die Deponie kommt. Zudem muss der Bauherr ein Bodengutachten erstellen lassen, sodass eine Belastung sowieso ans Licht käme.“

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Erstellt:
26. August 2020, 15:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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