Bluesfreunde zeigen sich solidarisch

Baden-Baden (vgk) – Corona hat auch den Blues-Club erwischt. Vier Bands konnten nicht auftreten. Auch das neue Programm 2020/2021 steht unter dem Vorbehalt sich möglicherweise ändernden Corona-Regeln.

•Vorerst darf der Blues-Club im Löwensaal nur 150 Besucher begrüßen. Stehplätze gibt es nicht – aber ein neues Jubiläumsprogramm. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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•Vorerst darf der Blues-Club im Löwensaal nur 150 Besucher begrüßen. Stehplätze gibt es nicht – aber ein neues Jubiläumsprogramm. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Das Jahr 2020 wird der Blues-Club Baden-Baden nicht so schnell vergessen. Seit 20 Jahren bietet der Verein nationalen und internationalen Bluesmusikern und Fans im Löwensaal in Lichtental eine Plattform. Der im März verhängte bundesweite Shutdown hat auch den Blues-Club kalt erwischt. Vier Bands konnten nicht mehr auftreten. Auch das neue Programm 2020/2021 steht unter dem Vorbehalt sich möglicherweise ändernden Corona-Regeln.

Ein erster Versuchsballon lässt der Club am 26. September mit Henrik Freischlader und Band steigen. Das Publikum hat sich dabei auf Neuerungen einzustellen.

Das von den Club-Mitgliedern für die Veranstaltungen erarbeitete und dem Ordnungsamt vorgelegte Sicherheits- und Hygiene-Konzept ist umfassend und muss vor Konzertstart vor Ort einer Überprüfung durch die zuständigen Behörden standhalten.

Die Anzahl der Personen, die gleichzeitig die Livekonzerte hören dürfen, ist auf 150 Besucher begrenzt. Abgeschafft wurden die Stehplätze. Es stehen nur noch Sitzplätze zur Verfügung. Die Karteninhaber werden von den Verantwortlichen bei den Veranstaltungen an die entsprechenden Plätze gebracht. Eine gewisse Anzahl an Stehtischen mit Barhockern vermitteln wenigsten ein bisschen bisherige Blues-Club-Atmosphäre, meinte der Vorsitzende Klaus Hartmann.

Gleichfalls können Tickets nur noch online erworben werden. Das nach Möglichkeit schon am PC ausgefüllte Kontaktformular ist dem Veranstalter vorab zuzuschicken oder an der Kasse abzugeben.

Lockdown war Schock für den Club

Sind keine Karten mehr über die einschlägigen Medien-Plattformen erhältlich, dann ist die Veranstaltung ausverkauft, betonte im Rahmen der Pressekonferenz Vorstandsmitglied Andrea Safidine. Ebenfalls werden den Besuchern Desinfektionsmittel in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt. Die vorhandenen Einwegmasken können entgeltlich erworben werden. Die Bewirtung wird außerhalb des Saals vom Gasthaus „Löwen“ übernommen. Die im Eingangsbereich aufgeklebten Pfeile geben die Laufrichtungen an.

Der Lockdown war ein Schock für den Veranstalter. Eigentlich haben sich die Blues-Club-Verantwortlichen den 20. Vereinsgeburtstag anders vorgestellt. Gemeinsam mit Bands und Publikum wollte man das Ereignis feiern. Doch auch wenn keine Konzerte stattfinden konnten, sei man in dieser Zeit nicht untätig gewesen, so Hartmann. Es wurde ein neues Jubiläumsprogramm geplant und entworfen (siehe unten stehenden Bericht) mit bekannten Wegbegleitern, Bands und Künstlern, die schon mehrfach die Bluesfans bei ihren Auftritten im Löwensaal begeisterten.

Zudem ließen die Bluesfreunde auch in Zeiten der Ungewissheit ihren Club nicht im Stich, wie Hartmann darlegte. Viele derer zeigten sich solidarisch und forderten das für Konzertkarten ausgegebene Geld nicht zurück. „Das halte ich für bemerkenswert“, so der Vorsitzende. Außerdem beteiligte sich die Organisation an der Spendenaktion der Landesinitiative Musik, für die innerhalb des Vereins 1 120 Euro gesammelt wurden. Als erfolgreich gestaltete sich auch die Zusammenarbeit mit der Kulturloge Baden-Baden, an die jeweils zwei Tickets pro Veranstaltung gehen. Wie es mit den Livekonzerten weiter geht, steht und fällt auch mit der Förderung des Landes für die Vereine. „Denn wir werden bei der zugelassenen Anzahl an Personen bei jedem Konzert drauflegen und irgendwann werden auch die Rücklagen aufgebraucht sein“, meinte Hartmann abschließend.

Im Rahmen einer Nominierung zum Blues-Award 2020 schaffte es der Blues-Club im Jubiläumsjahr auf Anhieb unter die fünf Besten im Land.

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Erstellt:
16. September 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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Marmelotte 18.09.202017:28 Uhr

Wo ist das erwähnte Jubiläumsprogramm? "siehe unten stehenden Bericht" - ?


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