Blutspende-Aktion in der Reithalle Rastatt ausgebucht

Rastatt (fuv) – Seit einigen Jahren trifft man sich in Rastatt am zweiten Weihnachtsfeiertag zum Blutspenden in der Reithalle. Auch in diesem Jahr war die Aktion wieder ein voller Erfolg.

Insgesamt 121 Menschen wollen in die Rastatter Reithalle, um am zweiten Weihnachtsfeiertag Blut zu spenden. Foto: Frank Vetter

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Insgesamt 121 Menschen wollen in die Rastatter Reithalle, um am zweiten Weihnachtsfeiertag Blut zu spenden. Foto: Frank Vetter

„Wir sind voll ausgebucht“, freute sich Andrea Palau, Referentin des Blutspendedienstes BadenWürttemberg/Hessen, über die gute Resonanz. Es hätten sich Blutspender nicht nur aus Rastatt, sondern auch aus der Umgebung angemeldet.

Sie betont, dass die weihnachtlichen Aktionen im gesamten Land medizinisch sehr wichtig sind. „Die Thrombozyten sind nur vier Tage haltbar. Ohne die Spendetermine am zweiten Weihnachtsfeiertag stünden zu wenige Blutpräparate zur Verfügung“, erläutert sie. Die Reithalle sei ein sehr schönes, warmes Spendelokal und ermögliche den Spendern einen coronagemäßen Rundlauf. Sie sei der Stadt Rastatt dankbar, dass sie die Reithalle zur Verfügung stelle.

Blutspende dauert rund eine halbe Stunde

Rund eine halbe Stunde nimmt eine Blutspende in Anspruch: Anmeldung mit 3G-Nachweis, Blutdruck-, Temperatur, eine Hb-Wert-Messung und ein ärztliches Gespräch, dann geht es zum eigentlichen Akt der Spende. Acht bis zehn Minuten dauert es, bis die 500 Milliliter Blut in den Spendenbeutel geflossen sind. Anschließend noch etwas ausruhen, dann verlassen die Spender mit einem Lunchpaket die Reithalle.

Die kämen bei den Menschen sehr gut an, so die Erfahrung von Christiane Schmidt, Bereitschaftsleiterin des Ortsvereins Rastatt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Der DRK-Ortsverein war am Sonntag mit zehn Helfern im Einsatz. Sechs Helfer vom Blutspendedienst und zwei Ärzte vervollständigten das Team in der Reithalle.

Vor dem Festessen in die Reithalle

Den zweiten Weihnachtsfeiertag nutzen nicht wenige Blutspender schon seit Jahren. Wie die Familie von Renate Fenske. „Seit 2014 gehen wir jedes Jahr zum Blutspenden. Heute sind wir zu viert“, berichtet die Rastatterin. Thomas Domokos spendete zum 19. Mal, erzählt der Bischweierer, während er auf einem der acht Liegen liegt. An der Weihnachtsaktion nimmt er zum dritten Mal teil. Der Termin liege sehr gut für ihn. Am zweiten Weihnachtsfeiertag sei er ohnehin immer bei den Schwiegereltern in Rastatt. Da biete sich vor dem Festessen das Blutspenden an. „Ich möchte damit auch etwas an die Gemeinschaft zurückgeben“, so der 39-Jährige zu seiner Motivation.

Das Motivieren zum Blutspenden sei wichtig, betont Andrea Palau. „Wir benötigen Erstspender“, unterstreicht sie. Daher werde es im Februar neben der monatlichen auch eine Sonderaktion für Erstspender geben, so die Referentin.

Nicht nur Spender werden dringend gesucht. Auch ehrenamtliche Helfer für den Anmeldebereich bei den Aktionen, so Andrea Palau.

Ihr Autor

Frank Vetter

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Erstellt:
27. Dezember 2021, 13:17 Uhr
Lesedauer:
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