Bühl: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung

Bühl (BT/sre/bema) – Bei einem Brand in einem Wohnblock in Bühl sind am Sonntag drei Menschen verletzt worden. Eine Person wurde von der Polizei in Handschellen abgeführt. Die Polizei ermittelt.

Der Brand ist rasch gelöscht, aber drei Personen müssen mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Foto: Bernhard Margull

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Der Brand ist rasch gelöscht, aber drei Personen müssen mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Foto: Bernhard Margull

Einen Großeinsatz hatte die Bühler Feuerwehr am Sonntagmorgen in der Birkenstraße nahe dem Froschbächle. Eine Wohnung in einem Wohnblock war in Brand geraten. Mehrere Menschen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Wegen eingeatmeter Rauchgase wurden dort vier Polizeibeamte untersucht.

Gegen 7.30 Uhr kam es laut Polizeibericht zu dem Brand in dem Mehrparteienhaus. „Das Feuer konnte durch die Wehrleute schnell gelöscht werden“, schreibt die Polizei weiter. Nach BT-Informationen ist eine Person aus einer Wohnung mit Handschellen abgeführt worden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen den Bewohner wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Der Mann stehe im Verdacht, in einem psychischen Ausnahmezustand das Feuer in seinem Schlafzimmer möglicherweise selbst entfacht zu haben, teilte die Polizei am Montag mit. Weil er sich den Rettungsversuchen der Feuerwehrkräfte zur Wehr gesetzt hatte, habe der Mann von vier Beamten aus dem Gebäude gebracht werden müssen. Der Tatverdächtige wurde laut Polizeiangaben nach der Behandlung einer leichten Rauchgasvergiftung in einer Spezialklinik untergebracht. Die Polizei ermittelt nun, ob das Feuer vorsätzlich oder fahrlässig entfacht worden ist.

Feuerwehr mit 26 Einsatzkräften vor Ort

Die Feuerwehr war laut Kommandant Günter Dußmann mit sechs Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften vor Ort, zwei weitere Wehrleute hielten die Stellung in der Zentrale. In dem Wohnblock in der Birkenstraße leben ungefähr 40 Personen, schätzte Dußmann. Die meisten von ihnen seien selbstständig nach draußen gekommen und dort nach Bedarf vom Rettungsdienst betreut worden. Andere seien während des Einsatzes in ihren Wohnungen geblieben – auch das sei möglich gewesen.

Denn: Vom Brand war laut Feuerwehrkommandant Dußmann lediglich ein Zimmer in einer Wohnung betroffen. Der Rest dieser Wohnung sowie das Treppenhaus waren teilweise verraucht. Diese Wohnung ist nun erst einmal unbewohnbar. Die Bewohner der anderen Wohneinheiten konnten laut Dußmann relativ schnell, nach ungefähr einer halben Stunde, wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte rund 1,5 Stunden bis etwa 9 Uhr. Am Gebäude selbst sei kein Schaden entstanden, in der betroffenen Wohnung wird dieser auf rund 5.000 Euro geschätzt.

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Erstellt:
25. April 2021, 13:00 Uhr
Aktualisiert:
26. April 2021, 15:31 Uhr
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