Breite Zustimmung in Bühl für Wanderkonzeption

Bühl (sre) – Der Bühler Gemeinderat hat der Wander- und Mountainbike-Konzeption für die Ferienregion Bühl-Bühlertal-Ottersweier zugestimmt. Herzstück der Konzeption ist eine Vier-Etappen-Wanderung.

Für die Ferienregion Bühl-Bühlertal-Ottersweier gibt es jetzt eine Wander- und Mountainbike-Konzeption. Foto: Ivo Scholz/dpa

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Für die Ferienregion Bühl-Bühlertal-Ottersweier gibt es jetzt eine Wander- und Mountainbike-Konzeption. Foto: Ivo Scholz/dpa

Einstimmig hat der Bühler Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung der Wander- und Mountainbike-Konzeption für die Ferienregion Bühl-Bühlertal-Ottersweier zugestimmt. Damit kann das Projekt nun fortgesetzt werden: Die Planung war bereits in den Gremien in Bühlertal und Ottersweier Thema und wurde dort gebilligt.

Herzstück der Konzeption ist die neue Vier-Etappen-Wanderung „Bühlotsteig“, die große Teile der Ferienregion erfasst. Neu im Bühler Raum ist laut Tourismuschef Tino Rettig auch die „Bühler Runde“, die über Eisental, Kappelwindeck und Altschweier führen wird. Ebenfalls eine neue Route ist der Schartenberg-Rundweg über Eisental, Altschweier und Bühlertal.

Letzterer könne auch eine Chance auf eine Zertifizierung haben, meinte Rettig. Zertifizierungen seien stets gute Werbemöglichkeiten. Allerdings sei es für Bühl, Bühlertal und Ottersweier schwierig, Zertifizierungen zu bekommen, hieß es in der Sitzung: Die meisten Wege seien asphaltiert, im Wald gebe es zudem wenig Freiräume für Aussichtspunkte. Außerdem koste jede Zertifizierung Geld, deshalb strebe man nicht viele zertifizierte Wege an. Wenn man einen bekommen könne, sei das gut, falls nicht, wäre es auch nicht dramatisch, meinte Rettig.

„Wir sehen das als aktive Wirtschaftsförderung“

Für die Wander- und Mountainbike-Konzeption gab es in der Sitzung über die Fraktionsgrenzen hinweg viel Lob. Der neue Bühlotsteig sei „ein echter Knaller“, freute sich etwa Peter Hirn (SPD). Karl Ehinger (Freie Wähler) lobte unter anderem die interkommunale Zusammenarbeit bei diesem Thema. Lutz Jäckel betonte: „Eine gute Beschilderung ist die halbe Miete.“ Die Konzeption, bei der neue, einheitliche Schilder im Fokus stehen, sei also eine gute Investition. „Wir sehen das als aktive Wirtschaftsförderung“, sagte Jäckel.

Auch Walter Seifermann betonte, wie wichtig eine eindeutige Beschilderung sei. „Wir leben in einer reizvollen Gegend“, machte er klar. Auch in Kappelwindeck und Neusatz gebe es schöne Strecken: „Da wären noch Ausbau-Möglichkeiten“, meinte er mit Blick auf die denkbare Ausweisung weiterer Routen. Außerdem richtete er den Appell an die Verwaltung, schöne Aussichten im Wald tatsächlich freizuhalten: Manchmal sei nur noch die Bank vorhanden, der Blick aber längst zugewachsen.

Georg Schultheiß (Freie Wähler) sprach eine weitere Problematik an: Er wollte wissen, ob die Planer das Konfliktpotenzial zwischen Wanderern und Mountainbikern im Blick haben – und ob es Überlegungen gebe, Mountainbike-Pfade getrennt von Wanderwegen auszuweisen. „Getrennte Wege gehen nicht immer“, sagte Rettig: Manchmal sei in einem bestimmten Bereich eben nur ein Weg vorhanden.

Der Großteil der Wanderer und Radfahrer verhalte sich aber vernünftig, es gebe selten Probleme. Im vergangenen Jahr sei es aufgrund der coronabedingt starken Frequentierung der Wege schwieriger gewesen. Das habe sich aber schon in diesem Jahr witterungsbedingt relativiert. Die nun geplante Ausweisung zusätzlicher Wege solle zudem dazu führen, „dass sich nicht alles auf wenigen Wegen trifft, sondern sich verteilt“.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Reith

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Erstellt:
1. November 2021, 12:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

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