Brettspiel-Tipps für den Urlaub

Baden-Baden (duck) – Eine kleine Auswahl von fünf Brettspiel-Neuheiten, die Urlaubsgefühl nach Hause bringen und das Fernweh ein wenig lindern.

„Kraqua“. Foto: Moses Verlag

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„Kraqua“. Foto: Moses Verlag

Auf Fernreisen müssen wir auch in diesem Jahr wieder verzichten. Dafür nehmen uns neue Brettspiele mit auf Ausflüge ans und unter Wasser. Fünf Vorschläge für einen Tag am Meer – für alle, die zu Hause bleiben (müssen).

Für Familien

Eine kooperative Aufgabe für groß und klein ist das hübsche „Kraqua“. Alle gemeinsam sollen in einem Riff drei kleine Fische in ein Versteck bringen, doch der fiese Krake hat etwas dagegen. Also wird beraten, wie es auf dem Spielplan vorangeht. Der wird während der Partie mehrfach umgeklappt und zeigt dann eine neue Schwimmstrecke. Zum Glück helfen Seepferdchen, Krebse oder Schildkröten. In dem toll gestalteten Spiel gibt es drei Schwierigkeitsstufen, und es ist gar nicht so einfach zu gewinnen.
„Kraqua“, von Michael Kallauch und Jan Meyberg, Moses, ab acht Jahren, für zwei bis vier Spieler, rund 30 Euro, 30 Minuten.

Für Entdecker

Ebenfalls unter Wasser geht es im originellen Tauchspiel „Dive“. Der Ozean wird aus 36 großen, transparenten Karten übereinandergeschichtet. Alle schauen von oben ins Meer, leuchten auch mal mit der Taschenlampe hinein: Wo sind Fische oder Schildkröten zu sehen, die Punkte bringen? Doch Vorsicht: Haie in einer Ebene ändern die Spielregeln! Das muss man einkalkulieren, wenn man seinen Tauchgang in die nächsten fünf Ebenen des Ozeans plant. Eine ungewöhnliche Spielidee für gute Beobachter und clevere Zocker.
„Dive“, von Anthony Perone und Romain Caterdijan, Sit Down/Pegasus, ab acht Jahren, für ein bis vier Spieler, rund 30 Euro, 20 bis 40 Minuten.

„Dream Cruise“. Foto: Kobold Spieleverlag

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„Dream Cruise“. Foto: Kobold Spieleverlag

Für Kombinierer

In „Dream Cruise“ sind die Spieler für das Unterhaltungsprogramm auf einem Kreuzfahrtschiff verantwortlich. Jeder Passagier möchte etwas anderes: Chillen am Pool, Sport an Deck oder einen spannenden Ausflug. Ziel ist es, möglichst schnell alle Kunden in einer Kabine glücklich zu machen, dann verlassen sie zufrieden das Schiff und es gibt Punkte. Also schnappt man sich passende Karten und baut auch mal eine neue Attraktion auf dem eigenen Dampfer. Eingängige Regeln sorgen durchaus für Kreuzfahrtfeeling.
„Dream Cruise“, von Moritz Schuster und Malte Kischkel, Kobold Spieleverlag, ab zehn Jahren, für ein bis vier Spieler, rund 35 Euro, 45 Minuten.

„Santa Monica“. Foto: Skellig Games

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„Santa Monica“. Foto: Skellig Games

Für Optimierer

Als Strandmanager ist man in „Santa Monica“ unterwegs. Mit Karten baut man die Attraktionen der Promenade und den Strand selbst zu einem ganz eigenen Abschnitt vor sich zusammen. Nun muss man den Mitbewerbern nur noch Touristen, VIPs und Einheimische wegschnappen und sie auf den richtigen Strandkarten verteilen. Dort können sie surfen, sich sonnen oder shoppen. Das ist atmosphärisch dicht und spielerisch ansprechend, ohne anstrengend zu sein. Eine Aufgabe für alle mit etwas Spielerfahrung.
„Santa Monica“, von Josh Wood, Skellig Games, ab 14 Jahren, für zwei bis vier Spieler, rund 40 Euro, 45 Minuten.

Für zwischendurch

Zum Schluss geht es noch auf Schatzsuche: Im Würfelspiel „Go for Gold“ bekommt jeder ein Miniblatt mit einer Insel. Der Würfel bestimmt für alle, wie weit sie darauf laufen und eine Linie ziehen dürfen. Die darf sich während der gesamten Partie niemals kreuzen. Wer schafft es, Schatzfelder und Tempel zu erreichen? Dort muss noch einmal gewürfelt werden, und mit zuvor gesammelten Schaufeln kann man einen Schatz heben. Kurze Regeln, und dank der Miniverpackung in einer Papiertüte auch günstig.
„Go for Gold“, von Steffen Benndorf und Kaddy Arendt, Nürnberger Spielkarten-Verlag, ab acht Jahren, für zwei bis vier Spieler, rund vier Euro, zehn Minuten.


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