Briefe mit Schloss-Anekdoten

Rastatt (sl) – Weil auch die Schlösser derzeit nicht besichtigt werden können, hat sich die Verwaltung etwas einfallen lassen: Besucher können Briefe mit Anekdoten mitnehmen.

Die Briefe sollte man am besten noch gleich vor Ort öffnen. Foto: Magda Ritter/pr

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Die Briefe sollte man am besten noch gleich vor Ort öffnen. Foto: Magda Ritter/pr

„Bitte draußen bleiben“ heißt es zurzeit vielerorts. Der pandemiebedingte Lockdown trifft nicht nur den Einzelhandel hart, auch Kultureinrichtungen wie die Rastatter Museen bleiben zwangsweise geschlossen. Das gilt natürlich auch für die Barockschlösser Rastatt und Favorite in Landesbesitz. Sie bieten aber auch von außen einen erhebenden Anblick, außerdem kann man in den beiden Parks unter Beachtung der AHA- und sonstigen Corona-Regeln schön spazieren gehen. Wenn jetzt noch das Wetter etwas besser wäre…

Besonderes Schmankerl für Besucher

Für alle, die den Rastatter Schlössern trotz geschlossener Tür einen Besuch abstatten wollen, hat sich die Rastatter Schlossverwaltung jetzt ein kleines Schmankerl einfallen lassen. Da Führungen zurzeit ja nicht stattfinden können, manch einer aber dennoch etwas Interessantes über die Schlösser und ihre einstigen Bewohner erfahren möchte, haben die Mitarbeiter Briefe mit spannenden Geschichten vorbereitet, die man rund um die Monumente entdecken kann. In Fall der Rastatter Residenz befinden sich die Kuverts gleich an der Rampe zum Ehrenhof, sie sind linker Hand an einem Gitter befestigt. Gerne dürfen sich die Besucher bedienen.

Der aufgedruckten Aufforderung „Öffne mich!“ ist am besten noch vor Ort Folge zu leisten. In der nun schon zweiten Auflage der spannenden Einblicke erhalten die Schlossbesucher eine prägnante Zusammenfassung der Biografie von Markgraf Ludwig Wilhelm, dem berühmten „Türkenlouis“, der im Januar 1707 in seinem noch nicht fertiggestellten Schloss gestorben ist. Vor Weihnachten gab es schon ein Kuchenrezept der Markgräfin Sibylla Augusta, „und für die kommenden Wochen bis etwa April haben wir noch einige Geschichten auf Lager“, verspricht die Leiterin der Schlossverwaltung, Magda Ritter. Lieber wäre es ihr allerdings, sie könnte schon vorher wieder Besucher begrüßen – dann auch in den Prunkräumen der Rastatter Schlösser.

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Erstellt:
11. Januar 2021, 10:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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