Brücke in einem unhaltbaren Zustand

Gernsbach (vgk) – Die Sebastian-Gruber-Brücke befindet sich in einem maroden Zustand. Das gilt ebenso für andere Asphaltstrecken in Obertsrot und Hilpertsau, beklagt der Ortschaftsrat.

Nicht nur der Asphalt auf der Sebastian-Gruber-Brücke befindet sich in marodem Zustand. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Nicht nur der Asphalt auf der Sebastian-Gruber-Brücke befindet sich in marodem Zustand. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Die Sebastian-Gruber-Brücke ist in einem unhaltbaren Zustand. „Es besteht dringender Handlungsbedarf.“ Diese Aussage traf ein Bürger am Mittwoch bei der ersten Obertsroter Ortschaftsratssitzung nach der Sommerpause. Ortsvorsteher Walter Schmeiser pflichtete bei und versicherte, man werde mit der Verwaltung darüber diskutieren.

Es war nicht der einzige Hinweis an diesem Sitzungsabend auf maroden Asphalt und schwierige Verkehrsverhältnisse in den Gernsbacher Teilorten Obertsrot und Hilpertsau.

Ebenfalls ein Dauerbrenner für das Gremium ist die Sicherheit der Fahrradfahrer sowie ein Radwegekonzept, das seinen Namen auch verdient. Schon vor den Sommerferien beschäftigten sich die Ortschaftsratsmitglieder mit diesem Thema. Die alte Obertsroter Landstraße (K 3700) ist eine bei Fahrradtouristen sehr beliebte Wegstrecke. Lkw-Verkehr und parkende Autos am Straßenrand in der Klingelstraße sorgen jedoch für ein hohes Gefahrenpotenzial für Radler auf diesem Streckenabschnitt, auf dem eine maximale Geschwindigkeit von 50 km/h gefahren werden darf.

Obendrein können die geltenden Abstandsregelungen beim Überholen von Fahrradfahrern nicht immer eingehalten werden. Zudem ist die Murginsel Wendepunkt für den Lkw-Verkehr der Firma Röchling.

Radwegekonzept für Obertsrot gefordert

Ein Kreistagsbeschluss von 2018 sieht zwar Verbesserungen für Radfahrer vor. Alle zwei Jahre soll das Radverkehrskonzept fortgeschrieben und angepasst werden. Dieses steht jetzt wieder vor seiner Aktualisierung, führte Schmeiser aus. Bisher fand die K3700 aber keine Aufnahme in das Kreis-Radförderprogramm.

Der Ortsvorsteher hofft jedoch, dass es für eine Anmeldung von Verbesserungen noch nicht zu spät ist. „Es ist höchste Zeit, etwas zu tun, um die Tour de Murg sicherer zu machen“, betonte Schmeiser. In der Sache zeigten sich die Ortschaftsräte einig. Welche Maßnahmen die Richtigen sein sollen, darüber soll sich die Verwaltung Gedanken machen. In ihrem einstimmig beschlossenen Antrag wird diese zur Prüfung aufgefordert, ob der zum Schlosswald gehörende Waldparkplatz als Lkw-Wendeplattform ertüchtigt werden kann. Ein Radwegekonzept für Obertsrot sei zu erstellen. Ebenso soll geprüft werden, ob eine Voll- oder Teilsperrung (Einbahnregelung) der alten Obertsroter Landstraße möglich gemacht werden kann. Zur Begründung gibt der Ortschaftsrat an, dass die Kreisstraße kein relevanter Verkehrsweg sei aufgrund der parallel verlaufenden B462.

Wendeplattform spart Emissionen ein

Die Bewohner der Klingelstraße dürften zudem auf eine Verbesserung ihrer Wohnqualität hoffen, obendrein wäre eine Wendeplattform „Waldparkplatz“ ein Beitrag zum Klimaschutz dank einer Reduzierung der CO2-Emissionen wegen dadurch wegfallender Umweg-Kilometer. Weitere diskutierte Varianten sind die Ertüchtigung der Versorgungsbrücke zwischen den Firmen Röchling und Kast sowie die Fortführung des Radweges entlang der Bundesstraße in ausreichender Breite bis zur Ebersteinbrücke.

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Erstellt:
24. September 2020, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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