Buchprojekt widmet sich der Burg Waldenfels

Malsch (BT) – Die Burg Waldenfels ist in Malsch ein Begriff. Das war nicht immer so. Dazu beigetragen haben Heimatforschungen. Jetzt ist ein neues Buch über die hochmittelalterliche Burg in Arbeit.

•Die Fundamente der Burg Waldenfels im Malscher Wald hat Gerhard Bullinger vor einigen Jahren zusammen mit einem Archäologen freigelegt. Archivfoto: pr

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•Die Fundamente der Burg Waldenfels im Malscher Wald hat Gerhard Bullinger vor einigen Jahren zusammen mit einem Archäologen freigelegt. Archivfoto: pr

Kennen Sie Waldenfels? In Malsch kennen diesen Namen der Burg, die einst dort stand, viele. Doch das war nicht immer so. Zwischenzeitlich drohte der Begriff aus dem Gedächtnis der Menschen zu verschwinden. Aber aus der Geschichte von Malsch und seiner Ortsteile ist der Begriff „Waldenfels“ nicht wegzudenken. Immerhin gibt es in Malsch und Umgebung eine Waldenfelshalle, ein Waldenfelsstüble und inzwischen wissen auch die meisten Leute, was sich hinter dem Waldenfelser Nachtschreck verbirgt. Und auch die Waldenfelsstraße in Waldprechtsweier gibt es, wie die Heimatfreunde Malsch mitteilen. Höchste Zeit also für den rührigen Verein, sich mit der Herkunft dieses Namens zu befassen.

Je mehr Gerhard Bullinger über die Burg herausfand, desto neugieriger wurde er. Archivfoto: Yvonne Hauptmann/BT

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Je mehr Gerhard Bullinger über die Burg herausfand, desto neugieriger wurde er. Archivfoto: Yvonne Hauptmann/BT

Gerhard Bullinger, Mitglied der Heimatfreunde, hatte bereits 2006 eine Abhandlung zur Geschichte der Burg Waldenfels geschrieben. Nach nur vier Wochen war das Heft vergriffen. Vieles habe sich seither getan. Diese erste Broschüre habe sozusagen Bahn für weitere Forschungsarbeiten gebrochen, sowohl archivarischer als auch archäologischer Art. In zwei Grabungskampagnen auf dem Burggelände wurden viele neue Erkenntnisse über die ursprüngliche Bauweise und das Alter der Burg gewonnen. Aus dem „Römerturm“, aus der vermuteten „Raubritterburg“ und ähnlichen Bezeichnungen wurde schließlich in Wirklichkeit eine typische salische Turmburg aus der Zeit um 1100. Es könne keine Zweifel geben, dass es sich dabei um die Burg des Grafen Reginbodo von Malsch handelt, Gaugraf im Ufgau und ein großer Förderer des damals bedeutenden Klosters Hirsau, heißt es in der Mitteilung der Heimatfreunde weiter.

Neues Buch ist 160 Seiten stark

Das Wissen über die Burg wurde immer umfangreicher und habe Bullinger immer neugieriger gemacht, mehr über diese Zeit des Hochmittelalters zu erfahren. In Archiven suchte er nach weiteren Informationen, die er nun zu einem Buch zusammengefasst hat. Es trägt den Titel: „Burg Waldenfels in den Spielfinken und die Zeit des Hochmittelalters in Malsch. Ein Lesebuch zur Heimatgeschichte von Malsch und seinen Ortsteilen“.

Bullingers 160 Seiten starkes Werk soll noch in diesem Jahr erscheinen mit einer Auflage von 200 Stück. Illustriert wird es mit 100 meist farbigen Abbildungen. Der Inhalt weise eine breite Themenpalette auf, so die Heimatfreunde. Es beginne mit einer kurzen Einführung in den Burgenbau, enthalte aber auch Abhandlungen über den Ufgau als Landschaft und Verwaltungsbezirk.

Wer sich für das Buchprojekt interessiert, kann sich direkt an den Autor und Herausgeber unter (01 63) 4 78 46 49 oder per E-Mail an gerhard.bullinger@t-online.de wenden.

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Erstellt:
31. Oktober 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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