Bühl installiert vier Service-Stationen für Radfahrer

Bühl (hol) – Im zweiten Jahr der vom Land geförderten Initiative „Radkultur“ soll es in Bühl wieder mehrere Aktionen geben.

Süße Last: Beim Radaktionstag 2020 befördert OB Schnurr die Zwetschgenkönigin im Lastenrad. Foto: Barbara Wersich/Archiv

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Süße Last: Beim Radaktionstag 2020 befördert OB Schnurr die Zwetschgenkönigin im Lastenrad. Foto: Barbara Wersich/Archiv

Die Zwetschgenstadt ist eine von 17 Städten und Landkreisen in Baden-Württemberg, die in diesem Jahr vom Land eine Förderung für Aktionen rund ums Radfahren erhalten. Die Stadt nimmt im Rahmen einer zweijährigen Aktion an der Initiative „Radkultur“ des baden-württembergischen Verkehrsministeriums teil. In diesem Jahr sollen in Bühl dabei sogenannte „Rad-Service-Stationen“ installiert werden.

„Diese ermöglichen es, kleine Reparaturen am Fahrrad schnell und unkompliziert selbst durchzuführen“, sagt Stadt-Pressesprecher Matthias Buschert. Als Standorte sind das Rathaus II, das Schwarzwaldbad und der Trottenplatz in Eisental vorgesehen. Zudem wird es eine ähnliche Station im Rahmen des „Regiomove“-Programms am Bahnhof geben, wie Matthias Buschert auf Nachfrage berichtet.

Kostenloser Fahrradcheck

Darüber hinaus sollen wie schon 2020 auch in diesem Jahr wieder mehrere Aktionstage in Bühl stattfinden, bei denen Radfahrer ihren fahrbaren Untersatz von Fachleuten kostenlos durchchecken lassen können, und auch das Lastenrad soll wieder bei einer Ausstellung einen großen Auftritt im Zentrum bekommen.

Im Rahmen der Initiative Radkultur werden Städte und Gemeinden dabei unterstützt, eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur zu entwickeln. Gemeinsam mit den Kommunen bietet die Landes-Initiative vielfältige Möglichkeiten, die Attraktivität des Radfahrens vor Ort für die Menschen erlebbar zu machen.

Seit 2020 ist auch die Stadt Bühl eine Radkultur-Kommune. Nach der Hälfte des zweijährigen Förderzeitraums können die Verantwortlichen in der Zwetschgenstadt, trotz der Corona-Pandemie, auf ein abwechslungsreiches und erfolgreiches Radprogramm zurückblicken. „Unter anderem mit dem Stadtradeln, der Rad-Schnitzeljagd oder der Cargobike-Roadshow war in Bühl im vergangenen Jahr rund um das Fahrrad allerhand zu erleben“, zieht Matthias Buschert rückblickend eine positive Bilanz des ersten Aktionsjahrs.

Voller Erfolg: Rad-Schnitzeljagd

Die Resonanz auf die Aktionen sei durchweg gut gewesen: Beim Wettbewerb Stadtradeln hätten die Bühler Teilnehmer ihr Vorjahresergebnis gar um das Doppelte getoppt. 26 Teams mit insgesamt 432 Teilnehmern legten im Mai insgesamt 128.268 Kilometer mit dem Rad zurück. Ein voller Erfolg sei auch die erstmals in Bühl durchgeführte Rad-Schnitzeljagd gewesen. Im Sommer konnten die Teilnehmer bei der Fahrrad-Rallye der besonderen Art, die sich insbesondere für Familien eignete, Bühl und die Umgebung aus dem Fahrradsattel neu entdecken. Die Cargobike-Roadshow, eine Lastenrad-Ausstellung in der Innenstadt, rundete schließlich Ende September das Angebot von Radkultur-Veranstaltungen ab.

Die Freude am Fahrradfahren im Alltag erleben, dafür möchte die Stadt Bühl auch in diesem Jahr werben. Als Radkultur-Kommune erhält Bühl auch 2021 Fördergelder vom Land, womit diverse Projekte umgesetzt werden können. Dabei sollen die Bürger wieder für eine klimafreundliche Mobilität auf Alltagswegen begeistert werden. Insgesamt werden für das zweijährige Paket 75.000 Euro aufgebracht. Ein Drittel davon trägt die Stadt Bühl, zwei Drittel der Kosten werden vom Land bezahlt.

Stadtradeln und Checks auch 2021

Das Jahresprogramm „Bühl fährt Rad“ ist zwar noch nicht final festgelegt, sicher ist aber, dass das Stadtradeln auch 2021 wieder Bestandteil sein wird. Angedacht sind auch wieder „Rad-Checks“, also Aktionstage, bei denen Radfahrer die Möglichkeit haben, ihre Räder von Experten kostenlos durchchecken zu lassen. Auch die Schulen möchten die Verantwortlichen wieder mit in das Jahresprogramm einbeziehen. Die erfolgreiche Cargobike-Roadshow führt außerdem zu Überlegungen, das Lastenrad noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Verwirklicht werden sollen in diesem Jahr über die Initiative Radkultur zudem sogenannte Rad-Service-Stationen.

An der landesweiten Aktion hatte Bühl erstmals 2017 mit einem kleineren Programm teilgenommen. Für die Jahre 2020 und 2021 wurde die Initiative mit mehr Geld ausgestattet. In diesem Jahr nehmen in der Region zudem erstmals auch Baden-Baden und Gaggenau teil. Laut Mitteilung des Verkehrsministeriums ist das Ziel der Initiative, die Menschen für das Radfahren auf ihren Alltagswegen zu begeistern. „Mit dem Fahrrad zur Arbeit oder Schule zu pendeln hält nicht nur fit, es entlastet auch die Städte vom Autoverkehr und schützt das Klima. Viele Menschen sind überrascht, wie gut es tut, Mobilitätsgewohnheiten zu verändern und öfter aufs Rad zu steigen. Mit der Förderung trägt die Initiative dazu bei, diesen Umstieg zu erleichtern“, wird Minister Winfried Hemann zitiert „So wird deutlich: Das Fahrrad ermöglicht es, im Alltag zeitgemäß mobil zu sein.“

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Erstellt:
29. Januar 2021, 06:00 Uhr
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