Bühl investiert Millionen in die Regenwasserklärung

Bühl (jo) – In der Robert-Bosch-Straße in Bühl entsteht ein unterirdisches Becken mit Prozessleittechnik für die Klärung von Regenwasser. Es ist ein Millionenprojekt.

Hier entsteht ein Regenklärbecken im Industriegebiet Süd. Im kommenden Jahr beabsichtigt die Stadt, dort ein zweites zu errichten.  Foto: Joachim Eiermann

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Hier entsteht ein Regenklärbecken im Industriegebiet Süd. Im kommenden Jahr beabsichtigt die Stadt, dort ein zweites zu errichten. Foto: Joachim Eiermann

Bis ins nächste Jahr hinein dauern die Arbeit für den Neubau eines Regenklärbeckens am Wendehammer der Robert-Bosch-Straße im Industriegebiet Süd in Bühl. Termin für den Einbau der Maschinentechnik sowie der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik ist im Dezember, ab Mitte Februar soll die Anlage startklar sein.

Das Becken hat die Funktion, aus dem Kanalsystem ankommendes Regenwasser zu reinigen. Nach Absetzen der Schmutzpartikel kann das Klarwasser in den nächsten Graben, das Salzwässerle, fließen. Das verschmutzte Restwasser wird in Richtung Kläranlage gepumpt. Ist das Becken vollgelaufen oder die Zuflussmenge größer als die Reinigungskapazität, fließt das überschüssige Wasser über das vorgeschaltete Trennbauwerk direkt ab.

Drei weitere Klärbecken in Planung

Der Fernüberwachung des Überlaufbeckens dient ein Prozessleitsystem. Der technische Aufwand erfordert eine Investition in Höhe von rund 125.000 Euro, rund fünf Prozent weniger als vor der Ausschreibung berechnet. Die Aufträge vergab der Technische Ausschuss am Donnerstagabend an zwei Spezialfirmen aus Bahlingen am Kaiserstuhl und Sulz am Neckar.

Aktuell ist das Rastatter Bauunternehmen Reif auf der Baustelle an der Gemarkungsgrenze zu Ottersweier zu Gange; das Becken ohne Technik kostet allein 1,1 Millionen Euro. Im Jahr 2022 soll der Bau einer weiteren „Regenwaschmaschine“ im nördlichen Bereich der Robert-Bosch-Straße folgen. Auch danach steht die Stadt beim Umweltschutz weiterhin im Soll. Die gesetzlichen Anforderungen verlangen nach drei weitere Klärbecken im Stadtgebiet.

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Erstellt:
3. Mai 2021, 10:00 Uhr
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