Bühler Budenzauber hinter Absperrgittern

Bühl (BNN) – Am Freitag beginnt der Bühler Adventsmarkt. Für den Budenzauber auf Markt- und Kirchplatz soll 2G-plus gelten. 25 Stände werden auf dem Kirch- und Marktplatz aufgebaut.

Die Vorbereitungen laufen: Das Gelände des Adventsmarkts wird abgesperrt. Foto: Bernhard Margull

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Die Vorbereitungen laufen: Das Gelände des Adventsmarkts wird abgesperrt. Foto: Bernhard Margull

Es wird ein Adventsmarkt wie kein anderer zuvor in Bühl: Wenn der Markt am Freitag um 15 Uhr seine Tore öffnet, wird das hinter einer Absperrung geschehen. „Wir haben eine Lösung gefunden“, erklärte Oberbürgermeister Hubert Schnurr am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Der Rathauschef hatte neben seinem Stellvertreter Wolfgang Jokerst gleich mehrere Abteilungsleiter zur Unterstützung mitgebracht: In Corona-Zeiten ist ein Weihnachtsmarkt ein brisantes Thema.

Die Stadt hat nach Mitteilung ihres Pressesprechers Matthias Buschert nach der ersten Alarmstufe in der Pandemie das Konzept für den Budenzauber im Schatten von Kirche und Rathaus überarbeitet. Doch so etwas kann bei sich ständig ändernden Vorschriften sehr schnell Makulatur sein. Ursprünglich ist das Krisenteam von einem 2G-Konzept ausgegangen. Das hätte bedeutet, dass nur geimpfte und genesene Besucher Zugang hätten. Mit der Alarmstufe II werden die Regeln nun noch restriktiver. Bei 2G-plus haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen können. „Auch dafür sind wir gerüstet“, erklärte Ordnungsamtsleiter Andreas Bohnert. „Unmittelbar neben dem Adventsmarkt befindet sich direkt an der Bühlot eine Teststation. Deren Öffnungszeiten haben wir mit denen des Adventsmarktes abgestimmt.“ Bürgermeister Jokerst wies ausdrücklich darauf hin, dass diese Tests kostenlos sind.

Ein Imbissbetreiber hat wieder abgebaut

Ob der Adventsmarkt angesichts explodierender Infektionszahlen wie geplant bis zum 19. Dezember geöffnet bleibt, weiß aktuell niemand. „Wir wollen das Angebot so lange wie möglich aufrechterhalten“, sagte Schnurr. Die Beschicker sind offensichtlich nicht alle optimistisch: Ein Imbissbetreiber, der gleich zwei Hütten übernehmen wollte, hatte laut Bohnert Bedenken, dass sich sein Engagement finanziell nicht rechnet: Diese Stände werden also wieder abgebaut.

Sebastian Böckeler, Vorsitzender der Innenstadtgemeinschaft „Bühl in Aktion“ (Bina), glaubt dennoch fest an einen Erfolg des Budenzaubers. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, betonte er. „Die Situation ist bei uns völlig anders als in Großstädten mit einem viel größeren Besucheraufkommen.“ Auch Jokerst stellte fest: „Wir machen das keineswegs leichtfertig.“

Der Adventsmarkt hat vier Zugänge mit Drehkreuzen: zwei an der Eisenbahnstraße, einer in der Hauptstraße und der vierte unmittelbar neben der Teststation. Sicherheitskräfte sollen bei Bedarf für Ordnung sorgen. Statt 400 dürfen nun nur noch 250 Besucher gleichzeitig auf den Adventsmarkt. Der überdachte Aufenthaltsbereich für die Gastronomie zwischen den beiden Rathäusern entfällt.

Keine offizielle Eröffnungsveranstaltung

Der Bühler Adventsmarkt öffnet am Freitag, 26. November, um 15 Uhr. Eine offizielle Eröffnungsveranstaltung wird es ebenso wenig geben wie ein Rahmenprogramm. Bis zum 19. Dezember bieten 25 Buden neben Speisen und Getränken unter anderem Handwerksarbeiten an. Für weihnachtliche Stimmung wird Hintergrundmusik eingespielt. Außerdem wird der Markt in eine Lichterachse eingebettet, die durch die Innenstadt führt. Dafür wird die Pfarrkirche illuminiert. Geöffnet ist der Markt täglich von 15 bis 20 Uhr, samstags und sonntags bereits ab 11 Uhr. Die Imbissstände haben täglich ab 11 Uhr geöffnet.

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Ihr Autor

BNN-Redakteur Ulrich Coenen

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Erstellt:
24. November 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 38sec

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