Bühler Schüttekeller-Chef feiert Geburtstag

Bühl (ub) – Abstand lautet derzeit die Devise auch im Schüttekeller in Bühl. Und so hofft Schüttekeller-Chef Rüdiger Schmitt auf bessere Zeiten. Am Mittwoch feiert er außerdem seinen 70. Geburtstag.

Rüdiger Schmitt hat viel zu erzählen. Er verantwortet seit 21 Jahren das Programm im Schüttekeller. Foto: Barth

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Rüdiger Schmitt hat viel zu erzählen. Er verantwortet seit 21 Jahren das Programm im Schüttekeller. Foto: Barth

Er kennt sich bestens aus in der Kabarett-Szene, ist ein Fan von Akustik-Gitarristen und derzeit aufgrund der Corona-Pandemie etwas arbeitslos. Die Rede ist von Rüdiger Schmitt, dem Impresario und Programmmacher der Kleinkunstbühne im Hänferdorf, der am Mittwoch seinen 70. Geburtstag feiern darf.
Derzeit ist Schmitt bemüht, die Gäste des Bühler Schüttekellers im wahrsten Sinne des Wortes gezwungenermaßen auf Abstand zu halten. Ganz untätig ist er dabei allerdings nicht, denn er plant für die Zeit nach der Katastrophe, die das Virus der Kultur bereitet.

Geburtstagsfeier im kleinen Kreis

Die große Sause geht auch bei seinem Geburtstag nicht ab, dieser findet im kleinen Kreis mit seiner Gattin Renate und Tochter Lea statt. Auf den Besuch seiner nachbarlichen Freunde, die wie er im Hänferrat im ältesten Stadtteil Bühls die Tradition in Ehren halten, muss Schmitt aufgrund derzeitiger Auflagen verzichten. Seine Vita ist fast schon länger als sein sprießender Bart. Geboren ist er am 5. Mai 1951 in der Landesfrauenklinik zu Karlsruhe, wurde dann aber schnell Bühler Neubürger in der Marktstraße – was vielleicht in Nähe der Markthalle zu seinem Hang an sinnlichen Genüssen schon früh beigetragen hat. Schmitt besuchte die Aloys-Schreiber-Schule und begann dann eine Ausbildung bei der „grauen“ Post, später Telekom genannt. Da er also im Kommunikationsbereich tätig war, ist seine Redefähigkeit leicht zu erklären.

Publikum scharrt schon mit den Hufen

Als Programmchef des Schüttekellers sorgt Rüdiger Schmitt mittlerweile seit über 21 Jahren dafür, dass auf der weit über Bühl hinaus bekannten Bühne das knitze und lästernde Wort, die guten Töne von Fingerartisten an vier Saiten dargeboten werden. Steigt man die steilen Stufen in den Schüttekeller hinab, ist man schon vorgewarnt. Denn Schmitt hat so ziemlich alles im Griff, was die Organisation dieses kleinen, aber superfeinen Kulturtempels anbelangt. Also wird auch die Eintrittskasse von ihm bedient, und nicht wenige Stammkunden werden von ihm herzlich umarmt. Mit Bart-Kontakt versteht sich und vor der Corona-Krise. Ist der Besucher nach zwei Stunden um eine Kulturerfahrung reicher, lässt er es sich nicht nehmen, jeden mit Handschlag in die Nacht zu verabschieden.

Sein Herzschlag für die Kleinkunst, die eigentlich so klein gar nicht ist, lässt sich, wie im BT-Gespräch hörbar, nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Der Hoffnung auf bessere Zeiten ist nicht gering. Rüdiger Schmitt steht da nicht allein. „Sein“ Publikum scharrt schon mit den Hufen, um den ehemaligen Weinkeller mit Leben zu erfüllen, mit Preziosen von frechen Wortspielen und atemberaubenden Gitarren-Licks. „Vor dem Konzert ist nach dem Konzert“ bleibt sein lebensbejahendes Motto. Seine gute Laune ist ansteckend. Und dies ganz ohne Viren.

www.schuettekeller.de

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Erstellt:
5. Mai 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 22sec

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