Bühler Senioren-Quartett macht Migranten mobil

Bühl (BT) – Vier Bühler haben in den zurückliegenden Jahren 600 Fahrräder betriebsbereit gemacht und an Flüchtlinge weitergegeben. Die Stadt sucht jetzt ehrenamtliche Nachfolger für das Projekt.

Mehr als 600 Drahtesel haben die Tüftler in den vergangenen Jahren wieder betriebsbereit und damit Migranten mobil gemacht. Foto: Stadt Bühl / Marius Merkel

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Mehr als 600 Drahtesel haben die Tüftler in den vergangenen Jahren wieder betriebsbereit und damit Migranten mobil gemacht. Foto: Stadt Bühl / Marius Merkel

In der Anschlussunterbringung für Geflüchtete in der Erlenstraße gibt es seit 2015 eine Fahrradwerkstatt. Dort reparieren die ehrenamtlichen Helfer Sigfried Eith, Edwin Frey, Ewald Zoller und Hubert Knapp einmal wöchentlich (donnerstags von 17 bis 19 Uhr) gespendete Fahrräder, die sie anschließend Geflüchteten gegen eine kleine Geldrücklage ausgeben. Mehr als 600 Drahtesel hat die Gruppe, die aus dem Unterstützerkreis der Stadt Bühl entsprungen ist, in den vergangenen Jahren betriebsbereit und damit Migranten mobil gemacht.

Nun sind die vier Senioren auf der Suche nach Nachfolgern. „Aufgrund unseres Alters sind wir nicht mehr voll einsatzfähig und würden diese tolle Aufgabe gerne weitergeben“, erklärt Eith. Der Fokus der vier Tüftler liegt immer darauf, die Fahrräder zunächst auf ihre Verkehrssicherheit zu prüfen und dann aufzubereiten. „In der Werkstatt ist für die Reparaturen nahezu alles vorhanden“, betont Knapp.

Professionelle Ausstattung

„Wir arbeiten hier quasi unter professionellen Bedingungen.“ So ist die Werkstatt beispielsweise mit einer Werkbank, einer großen Auswahl an Werkzeug, einer Deckenhalterung oder einem Kompressor ausgestattet, das alles auch den Nachfolgern zur Verfügung stehen würde.

„Von Vorteil ist es natürlich, wenn man ein bisschen technisches Verständnis mitbringt“, meint Zoller. „Vor allem sollte man aber Spaß an der Arbeit haben“, fügt er hinzu. Es sind nämlich nicht nur Reparaturen, sondern auch protokollarische Aufgaben zu erledigen. „Das Angebot, das in enger Absprache mit der Stadt durchgeführt wird, wird immer sehr gut angenommen. Deswegen liegt uns viel daran, dass es fortgeführt wird“, macht Eith deutlich. Eine Einarbeitung der Nachfolger sei deshalb auch selbstverständlich.

Wer sich in der Fahrradwerkstatt engagieren möchte, kann sich bei der städtischen Integrationsbeauftragten Lisa Horcher, Telefon (0 72 23) 93 55 01, E-Mail: l.horcher.stadt@buehl.de, melden.

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Erstellt:
22. Oktober 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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