„Bühler Stern“ ist aufgegangen

Bühl (BNN) – Ein Stern ist aufgegangen am südlichen Stadteingang von Bühl. Unter dem Logo „Bühler Stern“ entstand ein medizinisches Zentrum. Hier wurde Raum für acht Praxen geschaffen.

Das moderne Gebäude wertet den südwestlichen Stadteingang auf und ist mit den senkrechten Lichtbändern besonders in der Nacht ein Hingucker. Foto: Michael Moos/BNN

Das moderne Gebäude wertet den südwestlichen Stadteingang auf und ist mit den senkrechten Lichtbändern besonders in der Nacht ein Hingucker. Foto: Michael Moos/BNN

Das markante, in südwestlicher Richtung spitz zulaufende Gebäude setzt städtebauliche Akzente am Eingang zur Bühler Innenstadt. Eine klare Formensprache mit viel Glas prägt die Fassade des Bauwerks, deshalb bieten die Räume im Inneren auch viel Licht. Nüchterner Sichtbeton im Treppenhaus vereint den Anspruch an Funktionalität und Moderne. Ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept mit vertikalen Lichtbändern bietet in den Abend- und Nachtstunden ein optisches Ausrufezeichen.

Das Gesundheitszentrum „Bühler Stern“ und das benachbarte Apartmenthaus ersetzen den ehemaligen Bungalow auf dem einst rund 2.800 Quadratmeter großen sogenannten „Schappeler-Areal“. Ein 1.600 Quadratmeter großer Teil des Grundstücks an der Hauptstraße ging im Jahr 2018 an ein Investorenehepaar aus Achern, der Rest an einen Bühler Bauherrn, der nördlich des neuen Gesundheitszentrums ein Mehrfamilienhaus errichtete.

Skepsis mit Reduzierung der Höhe begegnet

Obwohl die Nachverdichtung im Zuge der Bebauungsplanung für das Bühler „Niederfeld“ kommunalpolitisch nicht nur Befürworter hatte, stießen die Investoren bei der Stadtverwaltung auf positive Resonanz: „Oberbürgermeister Hubert Schnurr hat unser Vorhaben von Anfang an unterstützt“, freuen sich die Investoren über den Rückenwind aus dem Rathaus. Um den Belangen der Nachbarn Rechnung zu tragen, erfolgte im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens allerdings eine Reduzierung der Höhe der beiden Gebäude.

Knapp zwei Jahre nach dem Baubeginn im Frühjahr 2020 steht das unter der Bauleitung des Bühler Architekten Martin Braun entstandene Gesundheitszentrum vor der Fertigstellung. Die Corona-Pandemie konnte zwar die Bauarbeiten nicht ernsthaft erschweren, sorgte aber dafür, dass die Investoren das ursprüngliche Nutzungskonzept für das Gebäude änderten. Dabei kam ihnen zugute, dass das Bauwerk mit einer Nutzfläche von mehr als 1.600 Quadratmetern multifunktional ausgelegt wurde.

Alle Praxen arbeiten bereits

Mittlerweile haben alle Praxen ihre Arbeit in den komplett barrierefreien Räumen aufgenommen. Mehr als 60 Menschen finden hier Beschäftigung. Dr. Katharina Zirbs hat im zweiten Obergeschoss ein kieferorthopädisches Zentrum eröffnet. Auf der gleichen Ebene arbeiten die Teams der Diplompsychologin Heike Eichstädt und des Neurologen Dr. Jochen Bäuerle. Im ersten Obergeschoss befinden sich die Orthopädische Privatpraxis von Dr. Nail Tümkaya und das Urologische Zentrum Mittelbaden unter Leitung von Dr. Martin Linder und Dr. Birger Thamm, das erst im November seinen Standort von der Oberweierer Straße in den neuen „Bühler Stern“ verlegt hat. Im Erdgeschoss bietet das „Athletico“ an seinem zweiten Standort nach Gaggenau eine Kombination aus moderner Physiotherapie und medizinischem Fitnesstraining, gleich nebenan hat Podologin Katharina Simon unter dem Namen „Medifuss“ ihre neue Praxis eröffnet.

Mit durchweg jungen Partnern in ihrem Gesundheitszentrum wollen die Investoren den Ärztestandort Bühl aufwerten und gleichzeitig ein Signal der Kontinuität setzen. Offenbar mit Erfolg: „Die Praxen sind gut ausgelastet“, ziehen Ärzte und Therapeuten eine erste positive Bilanz.

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Ihr Autor

unserem Mitarbeiter Michael Moos

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Erstellt:
15. März 2022, 08:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 33sec

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