Bühler Turner: Spannung ab der ersten Kür

Bühl (rap) – Das Warten hat ein Ende: Die Drittligaturner des TV Bühl starten am Samstag in die Saison. Gegner in der Großsporthalle ist der TV Wangen-Eisenharz.

Der Bühler Kader für die am Samstag beginnende Saison: Philip Bäuerle, Pascal Metz, Lars Schmidt, Marvin Hammer, Nick Hofmann, Trainer Flavius Simtion (hinten von links); Robin Saure, Constantin Volz, Jan Fäßler, Florian Barny, Florian Mußler und Alexander Fortmeier (vorne von links). Foto: Jens Ottnad

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Der Bühler Kader für die am Samstag beginnende Saison: Philip Bäuerle, Pascal Metz, Lars Schmidt, Marvin Hammer, Nick Hofmann, Trainer Flavius Simtion (hinten von links); Robin Saure, Constantin Volz, Jan Fäßler, Florian Barny, Florian Mußler und Alexander Fortmeier (vorne von links). Foto: Jens Ottnad

Das lange Warten auf den ersten Wettkampf nach der Corona-Zwangspause hat ein Ende: Am Samstag um 16 Uhr starten die Bühler Kunstturner in die neue Saison in der dritten Bundesliga und empfangen die TG Wangen-Eisenharz. Dabei übergibt Gerd Lugauer nach vier Jahrzehnten den Staffelstab als Trainer an seinen Nachfolger Flavius Simtion. Wie in praktisch allen Bereichen des Lebens hat die Corona-Pandemie auch in der Deutschen Turnliga (DTL) Spuren hinterlassen, was zu einer verkürzten Saison und einem neuen Modus führt.

„Um ehrlich zu, wir freuen uns total, dass wir am Samstag in die Saison starten können. Wochenlang war ja an Sport in einer Turnhalle nicht zu denken, von Veranstaltungen mit Zuschauern ganz zu schweigen“, meint Abteilungsleiter Ralf Fäßler und weist direkt auf das strenge Hygienekonzept hin. Dabei kommen den Verantwortlichen und den Fans gleichermaßen die Dimensionen der Bühler Großsporthalle zu Gute: Getrennte Ein- und Ausgänge sowie schlicht und einfach die pure Größe ermöglichen sowohl auf der Tribüne als auch im Wettkampfbereich eine Einhaltung des 1,5-Meter-Abstands. Es gibt auch Vereine, die in diesem Jahr vor leeren Rängen ihre Heimwettkämpfe austragen müssen.

Sportlich hat der Lockdown natürlich die komplette Vorbereitung zerpflückt. Es dürfte daher weniger darum gehen, neue Elemente in die Kürübungen zu integrieren, sondern vielmehr punktgenau wieder fit zu werden. Bei einem Testwettkampf war Trainer Flavius Simtion durchaus zufrieden, sah sein Team bei 70 bis 80 Prozent und hält Stabilität sowie Sauberkeit für den Schlüssel beim Saisonstart.

Neue Rolle für Jan Lugauer

Dabei war eine klare Tendenz zu erkennen, dass die routinierteren Turner die Zwangspause besser weggesteckt haben als die Nachwuchskräfte. Man darf also gespannt sein, wie sich die beiden Neulinge Philipp Bäuerle und Pascal Metz bei ihrer Premiere in der ersten Mannschaft schlagen. Jan Lugauer, der selbst nicht mehr an die Geräte gehen wird, wagt in seiner neuen Rolle als Teammanager und Taktiker keine Prognose gegen die Gäste von der TG Wangen-Eisenharz. Seit sich beide Mannschaften kennen, waren nämlich alle Begegnungen auf Augenhöhe. In einer Art Vorrunde geht es unter den vier Teams der A-Gruppe – neben Bühl und Wangen gehen die WTG Heckengäu sowie Grötzingen/Karlsruhe an den Start – um zwei Plätze für die Halbfinals gegen die Mannschaften aus der B-Gruppe (MTV Ludwigsburg, TSG Backnang, TSV Unterföhring und USC München).

Daher dürfte gleich der erste Ligawettkampf wegweisend sein, ob sich der TVB in diesem Jahr nach oben oder nach unten in der Tabelle orientieren darf beziehungsweise muss. Den Zuschauern kann das nur recht sein, denn das erzeugt Spannung ab der ersten Kür.

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Erstellt:
10. Oktober 2020, 06:00 Uhr
Lesedauer:
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