Bühler Volleyballer empfangen Botnang im Heimspiel

Bühl (win) – Nach der Niederlage der Bühler Bisons gegen Rottenburg wartet mit den Volleyballern aus Botnang am Samstag ein starker Gegner. Dafür sind kluges Blockspiel und wenige Fehler entscheidend.

Ball und Mitspieler im Blick: Bühls kanadischer Zusteller Thomas Martin. Foto: Frank Seiter

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Ball und Mitspieler im Blick: Bühls kanadischer Zusteller Thomas Martin. Foto: Frank Seiter

Richtig unzufrieden war Bühls Trainer Uwe Dienst vom Start in die neue Volleyball-Saison in der Dritten Liga nicht, ärgerlich war es aber schon, dass in Rottenburg nicht zumindest ein Punkt, wenn schon nicht das ganze Spiel gewonnen wurde. „Rottenburg gehört zu den stärksten Mannschaften der Liga. Es war ein Spiel, das wir gerne gewonnen hätten, aber nicht gewinnen mussten.“

Dass bis zum letzten Ballwechsel mit- und dagegen gehalten wurde, sah Dienst mit Genugtuung. Seine Mannschaft ist ganz offensichtlich wettbewerbsfähig und sie zeigte trotz deutlichem Rückstand auch viel Moral und kam zurück. Das erste Heimspiel gegen Botnang läuft nun unter ganz anderen Vorzeichen. Das Team aus dem Stuttgarter Westen gehört ganz klar zu jenen Mannschaften, die auf dem Weg zum Klassenerhalt geschlagen werden müssen. Bevor Corona den Spielbetrieb stoppte, lag Botnang in der zurückliegenden Spielzeit auch ganz gut im Rennen und war nach drei Spieltagen ungeschlagen oben mit dabei. Doch die folgende Pause veränderte alles. Mit Dirk Mehlberg – bester Rottenburger am vergangenen Wochenende –, verließ der stärkste Akteur den Verein in Richtung Rottenburg und Marian Epple, ein weiterer Außenangreifer, schloss sich dem fränkischen Zweitligisten Hammelburg an. Schließlich warf auch noch Cheftrainer Stejpan Masic zwei Wochen vor dem Saisonstart das Handtuch und mit ihm ging enorm viel Erfahrung verloren. Der neue Co-Trainer der Schwaben, Marc-Oliver Mestmacher, kann da trotz seiner Routine nur sehr bedingt mithalten, gemeinsam mit dem zum Chef beförderten Frank Schau weiß er aber durchaus, welche Schlüsse aus den beiden Auftaktniederlagen zu ziehen sind.

Taktisch kluges Blockspiel gefordert

Was Botnang an Körperlänge fehlt, soll mit Cleverness im Angriff ausgeglichen werden. Gegen Ludwigsburg sah das phasenweise ganz gut aus, unterm Strich war es dann aber zu wenig. In Bühl soll der nächste Anlauf gestartet werden.

Uwe Dienst hat den Braten aber natürlich längst gerochen und weiß, worauf er seine Mannschaft einstellen muss. „Das wird ein völlig anderes Spiel“, erwartet er schnelle, variable Angriffe und einen Gegner, der den Block nicht mit Kraft, sondern mit taktischen Schlägen zu überwinden versucht. „Darauf müssen wir uns einstellen“, hat er seinem Team eingeimpft. Gute Organisation in der Feldabwehr und taktisch kluges Blockspiel sei gefordert. Vor allem muss die Zahl der Eigenfehler reduziert werden. Entscheidend wird letztlich sein, wie gut die Annahme mit den gegnerischen Aufschlägen zurecht kommt. „Dass das in Rottenburg nicht so gut klappte, war durchaus überraschend“, bekennt Dienst. Ausgerechnet Kacpar Kalucki, den Dienst als seinen „eigentlich stabilsten Annahmespieler“ sieht, ließ sich von der großen und lautstarken Kulisse stark beeindrucken. „Das wird im Heimspiel aber ganz anders aussehen“, erwartet Dienst, dass das Publikum in der heimischen Großsporthalle der Mannschaft einen zusätzlichen Schub geben wird.

Weiteres Spiel für die Bisons im Regionalpokal

Nicht nur in der Liga ist Bühl an diesem Wochenende unterwegs, im Regionalpokal wartet am Sonntag mit dem südbadischen Regionalligisten BEG United eine machbare Aufgabe. Im anschließenden Finale, das Pflicht ist, dürfte es dann gegen Top-Favorit SSC Karlsruhe gehen.

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8. Oktober 2021, 15:48 Uhr
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