Bühlertäler Open-Air ein voller Erfolg

Bühlertal (mf) – Der Mut der Bühlertäler, mit ihrem Open-Air am Brunnenplatz an den Start zu gehen, wurde mehr als belohnt. Vier Bands heizen dem Publikum ein, die Freude über das Erlebnis ist groß.

Als Opener am Samstag nutzt die Rockband Red Hot aus Bühl ihren Heimvorteil und legt sich für das Publikum leidenschaftlich ins Zeug. Foto: Martina Fuß

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Als Opener am Samstag nutzt die Rockband Red Hot aus Bühl ihren Heimvorteil und legt sich für das Publikum leidenschaftlich ins Zeug. Foto: Martina Fuß

„Wenn es möglich wäre, würde unser Grinsen einmal um den Kopf rumgehen.“ Tom Niemetz von der Bühler Rockband Red Hot drückt so wunderbar aus, was die Besucher des Open-Air-Festivals empfunden haben. Und natürlich nicht nur die Gäste, auch alle Bands und ganz besonders das Organisationsteam rund um Jürgen Brügel hatten Grund zur Freude.
Die fünfte Auflage des Open-Air-Konzertes am Brunnenplatz, das erstmals an zwei Tagen stattfand, erfüllte alle Erwartungen. Sich endlich wieder treffen, Livemusik hören und ausgelassen tanzen. Alle Musiker betonten, wie schön es für sie sei, wieder auftreten zu dürfen. „Wir lassen den Staub der letzten 16 Monate raus“, hatte der charismatische Sänger Michael Baum von Purple Rising am späten Freitagabend verkündet, bevor er den Deep-Purple-Hit „Smoke on The Water“ als Zugabe ankündigte.

Der Wettergott ein Bühlertäler

Der Mut der Bühlertäler, mit dem Open-Air an den Start zu gehen, wurde mehr als belohnt. Wie Jürgen Brügel nicht müde wurde zu betonen, ist der Wettergott ein Bühlertäler: „Wir haben ein Zeitfenster von Freitag und Samstag, an dem es nicht regnen wird, das nutzen wir.“ Er sollte recht behalten. Während Freitag die Sonne schien, ging die Sache am Samstag knapp aus. Ein paar Tröpfchen kamen vom dunkel bewölkten Himmel, aber es hielt dicht. Währenddessen steuerte die Stimmung dem Höhepunkt zu. Die Band Red Hot nutzte ihren Heimvorteil und präsentierte leidenschaftlich die Hard-Rock-Klassiker von Led Zeppelin, ACDC und Deep Purple. Sänger Tom Niemetz hatte mit den zahlreich angereisten Fans leichtes Spiel. Diese sind textsicher, singen und klatschen begeistert mit und bejubeln jeden Einsatz von Gitarrist Eric Poth, Daniel Novelli an Keyboard und Gitarre, Marco Braun am Schlagzeug und Markus Ernst am Bass.

Textsicher und begeistert: Die zahlreich angereisten Fans bejubeln die Musiker und freuen sich über die Veranstaltung unter freiem Himmel. Foto: Martina Fuß

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Textsicher und begeistert: Die zahlreich angereisten Fans bejubeln die Musiker und freuen sich über die Veranstaltung unter freiem Himmel. Foto: Martina Fuß

Ein bisschen ruhiger, aber nicht minder stimmungsvoll war das Festival am Freitagabend mit der Band Cream of Clapton aus dem Murgtal gestartet. Die „CoC“-Band, die sich nach dem Hit-Album von Eric Clapton benennt, hat sich ganz dessen Musik verschrieben. Gitarrist und Sänger Gerald Sänger teilt sich die virtuosen Soli mit Sohn David Sänger. Mätze Schultz am Keyboard, Claus Müller am Schlagzeug und Barny Hoffmann am Bass lassen den Clapton-Sound wieder aufleben: „After Midnight“, „Riding with the King“, „Layla“ und natürlich „Lay down Sally“ stehen auf dem Programm. Als Zugabe gibt es mit „Cocaine“ einen Kracher, bei dem das Publikum ausgelassen mitmacht.

Musikalische Explosionen

Nach einer Pause geht es mit Energie weiter: Purple Rising bieten eine Riesenshow. Michael Baum, der sich die Seele aus dem Leib singt, gelingt die ganze Range des markanten Deep-Purple-Gesangs. Bei dieser Cover-Band stimmt alles: Original-Instrumente, lange Haare, Jeans mit Schlag und eine unfassbar selbstbewusste Attitüde, mit der die Hard-Rock-Hits von Deep Purple abgefeuert werden, inklusive ausufernder Soli. Das unbekümmerte Motivspiel zwischen Keyboarder Andreas König, Gitarrist Joachim Villwock und Bassist Dominik Stotzem führt zur musikalischen Explosion. Auch Deep Purple selbst hat „Child in Time“ so ausufernd gespielt, es ist die pure Freude an der spontanen Improvisation. „Das war etwas ausufernd, aber so war das damals. Da hat man gespielt, was einem in den Kopf kommt“, erklärt Michael Baum. „Space Truckin“ folgt und Schlagzeuger Marco Menzer legt los mit einem sechsminütigen grandiosen Schlagzeugsolo.

Den Abschluss am Samstagabend brachte die britische Rockband Uriah Heep. Das ist etwas melodiebetonter Hard-Rock. Auch die Baden-Badener Formation Circle of Hands mit Reiner Nold an den Gitarren, Sänger Torsten Ilg, Klaus Leppert am Schlagzeug und Stefan Lange am Bass erinnert optisch an die erfolgreiche Band. Joachim Weiler an den Keyboards wütet über die Tasten, als „Gypsy“ aufgerufen wird. Aber auch Uriah Heep konnte leise und zurückhaltend sein und Circle of Hands beweist das mit den Balladen „The Easy Road“ und „Come Away Melinda“. Natürlich gab es den größten Hit als Zugabe: Mit „Lady in Black“ beendet die Uriah-Heep-Cover-Band das Bühlertäler Event.

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Erstellt:
5. Juli 2021, 07:18 Uhr
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