Schüler aus Bühlertal pressen begeistert Apfelsaft

Bühlertal (eh) – Frischer Apfelsaft aus Äpfeln von Bühlertäler Streuobstwiesen ist im Herbst ein regelmäßiges, praktisches Thema der Bühlertäler Naturparkschulen.

Franz Tilgner von den Buntspechten ist mit der mobilen Saftpresse präsent, um gemeinsam mit den Kindern Apfelsaft herzustellen. Foto: Edith Horcher

Franz Tilgner von den Buntspechten ist mit der mobilen Saftpresse präsent, um gemeinsam mit den Kindern Apfelsaft herzustellen. Foto: Edith Horcher

An zwei Terminen war Franz Tilgner von den Buntspechten an den Grundschulen der Franziska-Höll-Schule und der Dr. Josef-Schofer-Schule mit der mobilen Saftpresse präsent, um gemeinsam mit den Kindern Apfelsaft herzustellen.

Sonniges Herbstwetter sorgte dafür, dass die Rahmenbedingungen für die Saftpress-Aktionen stimmten. An der Apfelsaftpressaktion auf dem Pausenhof der Franziska-Höll-Schule nahmen 19 Jungen und Mädchen teil. Die Verantwortlichen achteten auf eine gute Gruppengröße und unterteilten die zweite Klasse in zwei Gruppen, die nacheinander an der Reihe waren. Die Schüler hatten im Vorfeld auf einer Streuobstwiese in der Liehenbach Äpfel gesammelt. Brunhilde Gassenschmidt, die die Aktion für die Naturparkschule koordiniert und ihre Nachfolgerin Sabrina Kunz, packten tatkräftig mit an. Franz Tilgner half auch bei der Ernte mit und transportiere die Äpfel mit dem Anhänger zur Schule.

An der Dr.-Josef-Schofer-Schule waren die Kinder der Klassen 1a und 1b mit ihren Klassenlehrerinnen sowie Annette Vandersee vonseiten des Naturparks mit dabei. Fleißig wurden im Vorfeld Äpfel aufgesammelt auf einem Grundstück am Schönbüchweg.

Dank an Apfelbaumbesitzer

„Wir danken allen Apfelbaumbesitzern, die ihre Ernte zur Verfügung gestellt haben. Auch die Lehrkräfte zeigten vollen Einsatz“, freute sich Tilgner. Die Apfelernte des gemeindeeigenen Grundstücks gegenüber vom Schindelpeter sei bei der Saftpressaktion mitverwertet worden, so die Buntspechte. Wenn die Kinder selbst durch ihr Mithelfen erleben würden, dass das Obst der heimischen Streuobstbäume gut verwertet werden könne, dann sei das der beste Weg, Interesse zu schaffen für ökologische Zusammenhänge, heimische, gesunde Nahrungsmittel und den Erhalt der Streuobstwiesen. Wer all das selbst mache, lerne dadurch, diese Dinge anders wahrzunehmen und wertzuschätzen.

Die Kinder bekämen ein ganz anderes Verhältnis dazu, wie Naturkreisläufe funktionieren, so Tilgner. Die am Vortag gesammelten Äpfel mussten gewaschen, in der Obstmühle zermahlen und dann in die Presse gefüllt werden. Der frische Saft durfte natürlich sofort verkostet werden. Und auch das Abfüllen in Flaschen und Behälter gehörte zu den Arbeitsschritten. Die Kinder durften die befüllten Saftflaschen, die sie geschenkt bekamen, selbst mit den Emblemen der Buntspechte und der Sponsoren bekleben. Die Sparkasse Bühl, die die Buntspechte im Rahmen einer Premium-Partnerschaft unterstützt, stellte die umweltfreundlichen, vielseitig verwendbaren Glasflaschen zur Verfügung.

„Die Kinder waren mit großer Begeisterung und Eifer dabei. Das Werkeln an der frischen Luft macht allen immer viel Spaß“, resümierte Franz Tilgner, der von Lukas Tilgner unterstützt wurde. Es sei schön, wenn Kinder von klein auf auch ganz praktisch lernen würden, wie nützlich und wertvoll die Streuobstwiesen für die Ökologie und die Kulturlandschaft der Heimat seien.

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Erstellt:
28. Oktober 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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