Bühlertäler Tourist-Info packt „Weintaschen“

Bühlertal (urs) – Zwar hat der traditionelle Bühlertäler Weinwandertag nicht wie gewohnt stattfinden können, aber die Tourist-Info hat ein individuelles Ersatzprogramm mit „Weintaschen“ organisiert.

Unternehmen eine ganz persönliche Weinwanderung: Ines und Olaf Karch. Foto: Ursula Klöpfer

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Unternehmen eine ganz persönliche Weinwanderung: Ines und Olaf Karch. Foto: Ursula Klöpfer

Sonntagmorgen, 10 Uhr, hinter der Tourist-Information in Bühlertal. Das Thermometer zeigt 23 Grad. Lautes Stimmengewirr auf dem Parkplatz. Ein Trupp Wanderer mit Hunden hat sich eingefunden. Alle zünftig in Wanderklamotten. Auch wenn wie bereits im vergangenen Jahr der klassische Bühlertäler Weinwandertag aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, machten sich viele Wanderfreudige in Bühlertal auf, um die schöne herbstliche Umgebung auf Schusters Rappen selbst zu erkunden.

Bereits seit 2006 ist der Weinwandertag ein Highlight im Jahreskalender der Bühlertäler Talgemeinde. In guten Jahren konnten der Verkehrsverein und die Bühlertäler Wirtegemeinschaft bis zu 2.000 Ausflügler begrüßen, die auch mit Bussen aus Karlsruhe angereist kamen. Mit Unterstützung des „Weinhauses am Mauerberg“, dem Einsatz des örtlichen Bauhofs, den Restaurants „Bergfriedel“ und „Grüner Baum“ sowie gemeinsam mit den Winzern Axel Bauer und Volker Maier sowie mit dem Hornschlittenclub wurde der acht Kilometer lange Rundweg jährlich zu einem großartigen Erlebnistag für große und kleine Wanderer.

Wert auf Regionalität gelegt

Doch damit der klassische Weinwandertag nicht ganz aus den Köpfen der Menschen verschwindet, hatte sich das Team der Tourist-Information Bühlertal etwas Besonderes einfallen lassen. So konnte im Vorfeld eine „Bühlertäler Weintasche“ für „eine ganz persönliche Weinwanderung“ geordert werden. Elke Zimmermeyer, Mitarbeiterin der Tourist-Information Bühlertal, hatte im Vorfeld die liebevollen Tragetaschen vorgepackt. „Wir haben sehr viel Wert auf Regionalität gelegt“, informierte Zimmermeyer am Sonntag. So beinhaltete die wiederverwendbare Tasche nicht nur Käsewürfel und Jägersalami der Metzgerei Knopf, Speckbrot von der Bühlot Bäckerei, drei verschiedene Bocksbeutel vom Weinhaus, sondern auch ein „Vesperbrettl“ sowie ein „Messerle“ des Eisen- u. Haushaltswarengeschäftes Berberich. Für die Gesundheit wurden Äpfel eingetütet, für den Durst Mineralwasser gereicht.

Nicht jeder, der am Sonntagmorgen die Emil-Kern-Hütte, den Längenberg, den Wiedenfelsen oder die Gertelbach-Wasserfälle erwanderte, hatte sich jedoch eine „Weintasche“ bestellt. Olaf und Ines Karch mit Hund Rocco freuten sich jedoch auf die vorgerichtete Marschverpflegung. „Hier gibt es so schöne Wanderwege“, urteilte das Ehepaar. „Wir sind hier sehr oft unterwegs.“ Aus Niederbühl war ebenfalls eine Familie angereist, leider hatten sie nichts von dem abgesagten Weinwandertag gewusst. Doch Elke Zimmermeyer machte in der Wanderbroschüre „Wandern rund um Bühl und Bühlertal“ gleich auf eine passende Tour aufmerksam. Die Rastatter waren begeistert. Und ist Elke Zimmermeyer am Sonntag auch selbst noch in die Wanderstiefel gestiegen? Da schmunzelte sie nur: „Später. Ein bisschen um Bühlertal herum. Bewegung ist ja schließlich immer wichtig.“

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Erstellt:
5. Oktober 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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