Bühlertal verlängert Vertrag mit Caritas

Bühlertal (nof) – Viel Lob von Verwaltung und vom Gemeinderat gab es für Jershon Torke in Bühlertal, der dort die Schulsozial- und Jugendarbeit unter sich hat. Sein Vertrag wurde verlängert.

In Corona-Zeiten verändert sich auch die Arbeitsweise von Sozialarbeiter Jershon Torke. Foto: Nico Fricke

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In Corona-Zeiten verändert sich auch die Arbeitsweise von Sozialarbeiter Jershon Torke. Foto: Nico Fricke

Im Corona-Jahr sei „alles ein bisschen anders gelaufen“, berichtete Jershon Torke dem Bühlertäler Gemeinderat in der Sitzung am Dienstagabend von seiner Tätigkeit in den zurückliegenden Monaten. Seit 2015 ist er für die Schulsozial- und offene Jugendarbeit zuständig. Viel Lob für seine Arbeit erhielt er aus dem Gremium, auch wenn die Gemeinde künftig etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

„Verlässlicher Partner der Gemeinde“ beim Thema Schulsozial- und Jugendarbeit sei seit 2015 der Caritasverband, in dessen Diensten Torke steht, erläuterte die stellvertretende Amtsleiterin Ulla Meier eingangs. Die Position sei mit Jershon Torke „hervorragend besetzt“. Er habe „einen guten Draht zu den Kindern und Jugendlichen“, lobte sie. Auch deshalb solle der Ende des Monats auslaufende Vertrag mit dem Caritasverband verlängert werden. Tarifsteigerungen machten jedoch eine Erhöhung des Jahresbeitrags erforderlich, so Meier. „Die Zuschüsse für die Schulsozialarbeit von Land und Kreis wurden bisher aber leider nicht angepasst. Sie liegen nach wie vor bei jeweils 8.350 Euro.“

Für Tarifsteigerungen müssten die Kommunen entsprechend alleine aufkommen. Insofern steigen die Kosten für die Gemeinde in zwei Schritten von rund 35.000 Euro auf 39.000 Euro bei der offenen Jugendarbeit und von 18.000 auf 22.000 Euro bei der Schulsozialarbeit, fasste Maier das Zahlenwerk zusammen, dem das Gremium einstimmig grünes Licht gab.

Arbeitsalltag hat sich verändert

Torke habe in den zurückliegenden Monaten nicht sein übliches Programm anbieten können. „Die Schulen waren geschlossen, der Jugendtreff zu“, berichtete der Sozialarbeiter. Von daher fiel auch sein Tätigkeitsbericht etwas kürzer aus als gewohnt. Es sei schwierig gewesen, Präventionsangebote zu Themen wie Gewalt, Drogen oder Diskriminierung in großem Rahmen durchzuführen. „Das konnte nur in abgespeckter Form stattfinden“, blickte Torke auf die Corona-Monate mit Lockdown zurück. Auch er habe sich für seine Arbeit neu orientieren müssen, „wenn man nicht in die Klassen rein darf“. Ein Ansatz war auch für ihn: „Ich habe viel online gemacht.“ Und es habe viel „Einzelfallarbeit“ gegeben. Vor allem aber habe er auch in der Notbetreuung mitgeholfen.

Mit der Öffnung der Schulen und des Jugendtreffs (seit Anfang Juni) hoffe er auf eine langsame Rückkehr zur Normalität. Der Jugendtreff werde wieder aufgesucht, es gebe dort auch „ein paar neue Gesichter. Das ist schön“, freute sich Torke, der sich auch ein bisschen in die Nachhilfe einbringe. „Wir halten uns an die Hygieneregeln.“ Die Vor-Corona-Besucherzahlen seien aber noch nicht wieder erreicht.

Viel Lob aus dem Gremium

Einen großen Dank für die Arbeit Torkes sprach Volker Blum (CDU) aus. Schulsozialarbeit sei aus der Gemeinde eigentlich gar nicht mehr wegzudenken. „Sie haben Vertrauen aufgebaut. Wir gehen den Weg gerne weiter mit Ihnen, auch wenn es uns mehr Geld kostet“, so Blum. Dem schloss sich auch Stefan Ursprung (FBV) an, der Torke für die Verlässlichkeit dankte. Schade sei es allerdings, dass die Zuschüsse nicht angepasst worden seien. „Sie sind für unsere Kinder und Jugendlichen präsent und hilfreich“, lobte auch Peter Ganter (SPD) den Sozialarbeiter: „Sie haben den richtigen Draht zu den jungen Menschen. Machen Sie weiter so.“

Das unterstrich abschließend auch der Rathauschef: „Sie sind eine große Stütze“, sagte Hans-Peter Braun.

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Erstellt:
8. Juli 2021, 14:00 Uhr
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