Bühls Volleyballer wagen den Neustart in Liga drei

Bühl (win) – Spitzenvolleyball soll auch weiterhin in Bühl zuhause sein: In der dritten Liga will Trainer Uwe Dienst nun vor allem Nachwuchsspielern während der neuen Saison einen Einsatz ermöglichen.

Trainer-Rückkehrer Uwe Dienst und seine neue Bühler Mannschaft. Foto: Hans-Peter Pflüger

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Trainer-Rückkehrer Uwe Dienst und seine neue Bühler Mannschaft. Foto: Hans-Peter Pflüger

Auch nach dem Rückzug aus der ersten Bundesliga soll in Bühl Spitzenvolleyball eine Heimat haben. Die Volleyballer des TV Bühl wagen einen Neustart in der dritten Liga. Vor allem Nachwuchsspielern soll auf diese Weise eine Perspektive geboten werden.

„Wenn wir den Jugendlichen, die wir in den vergangenen Jahren im Verein ausbildeten, nicht die Chance geben, sich auf gehobenem Niveau mit anderen Teams zu messen, dann sind sie weg. Verloren für den Verein und den Volleyball insgesamt“, sagt Hans-Peter Pflüger, der in der bevorstehenden Saison als Trainer der zweiten Mannschaft für den Unterbau des Drittligateams verantwortlich ist. Team I wird mit Uwe Dienst ein Bühler Eigengewächs übernehmen, der nach drei Jahren im kanadischen „Exil“, wo er als Trainer der Trent University in der ersten Liga unterwegs war, wieder in der Heimat die Fäden ziehen wird.

Viele Nachwuchsakteure im Kader

Im Kader der künftigen ersten Mannschaft stehen vor allem Nachwuchsakteure, die zuletzt in der Oberliga im Einsatz waren und dort durchaus für Furore sorgten. Ergänzt wird der Kader durch zwei kanadische Routiniers, die Dienst mit nach Bühl gebracht hat. Vor allem Ex-Profi Alex Duncan-Thibaut (unter anderem mit Rottenburg in der ersten Bundesliga aktiv) soll als Co- und Nachwuchs-Trainer eine ganz besondere Rolle spielen.

Zuspieler Thomas Martin (Dienst: „Mein Zuspieler Nummer eins in Kanada.“) soll ein Auge auf die Steller der ersten und zweiten Mannschaft (Verbandsliga) werfen. Hinzu kommen der schwedische Nachwuchsspieler Tim Johansson sowie das polnische Talent Kacper Kalucki, die die Bühler Eigengewächse der Jahrgänge 2000 bis 2002 beim nächsten Schritt hin zu höheren Aufgaben unterstützen sollen. Mit Florian Esly und Tobias Kaletta sind auch noch zwei „alte Bühler“ dabei, die reaktiviert wurden.

Saisonstart am 2. Oktober in Rottenburg

„Durch Covid sind wir sehr weit auseinander, was Fitness und spielerisches Level angeht“, sieht Dienst die Herausforderung vor allem darin, aus den zur Verfügung stehenden Spielern eine homogene Einheit zu formen. Tests gegen die Routiniers der TSG Blankenloch, gegen den SSC Karlsruhe, FT Freiburg und andere Hochkaräter sollen helfen, das Team schnell auf Betriebstemperatur zu bringen und eine Stammsechs zu finden.

Für den Saisonstart am 2. Oktober in Rottenburg ist Dienst guter Dinge, die Aufgabe meistern zu können. Als Bühler Eigengewächs (ab der E-Jugend im Verein) verbuchte er als Spieler und Trainer zahlreiche Erfolge – 2009 mit dem Oberliga-Team Mannschaft des Jahres in Bühl – und er kennt somit Stadt und Verein sehr gut. Erfreulich ist, dass beim Neustart wieder auf die Unterstützung des Fanklubs gesetzt werden kann und dass auch einige Sponsoren der vergangenen Jahre noch immer mit an Bord sind. Nicht zuletzt kann auch noch das Equipment der Bundesliga-Mannschaft weiter genutzt werden.

„Das alles hilft uns enorm“, sagt Pflüger, der ebenfalls voller Tatendrang ist und mit der sehr jungen zweiten Mannschaft (Jahrgänge 2000 bis 2004) den Aufstieg in die Oberliga als Ziel ausgegeben hat.

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Erstellt:
14. September 2021, 09:30 Uhr
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