Bürgermeisterwahl in Forbach: Fey bleibt im Rennen

Forbach (stj) – Der dritte verbliebene Bürgermeisterkandidat in Forbach, Mathias Fey, macht jetzt doch weiter Wahlkampf und will sich im Endspurt vor Ort zeigen.

Rückzieher vom Rückzieher: Mathias Fey. Foto: Stephan Juch

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Rückzieher vom Rückzieher: Mathias Fey. Foto: Stephan Juch

Mathias Fey hat mit Forbach noch nicht abgeschlossen. Nach dem für ihn enttäuschenden Ergebnis vom 13. März, als ihm lediglich 77 Wähler ihre Stimme gaben, kündigte er noch am Wahlabend im Murggarten an, seine Bewerbung zurückziehen zu wollen. Das tat er dann nicht, jedenfalls ging im Rathaus kein entsprechendes Schriftstück ein. Am Montag folgt nun der Rückzieher vom Rückzieher: Im Gespräch mit dieser Redaktion erklärt Fey, dass er den Wahlkampf wieder aufgenommen habe. Schon am Wochenende habe er in Forbach neue Plakate angebracht, am Mittwoch, Donnerstag und Freitag werde er sich vor Ort zeigen und seinen Haustürwahlkampf fortsetzen.

Auf die Frage, was er sich davon verspricht und welches Ziel er damit verfolgt, sagt Fey: „Ich will, dass die Wahrheit ans Licht kommt.“ Damit spielt er zum einen auf die seiner Meinung nach „unfairen Methoden“ an, mit denen vor allem SPD und Freie Wähler ihren Kandidaten Kilian Krumm unterstützen würden. Zum anderen wolle der 57-Jährige die Öffentlichkeit darüber aufklären, dass es während des Wahlkampfs auch ihm gegenüber Anfeindungen und üble Nachrede gegeben habe. So sei dem in Bad Wildbad wohnhaften Handwerksmeister unter anderem nachgesagt worden, AfD-Mitglied und Dauerkandidat bei Bürgermeisterwahlen zu sein; zudem habe man ihm ein Herzleiden angedichtet. „Alles Unsinn“, betont Fey.

„Unfaire Methoden“

Vor allem beklagt er sich aber darüber, dass Wähler angeblich über Telefonanrufe, E-Mails und Whatsapp-Nachrichten „verängstigt und manipuliert“ worden seien: Dabei sei es in erster Linie „nicht darum gegangen, einen Kandidaten nach vorne zu bringen, sondern die anderen kaputt zu machen“, schildert er seine Eindrücke.

Der 57-Jährige verweist auch auf seine Versuche, während des Wahlkampfs mit den Gemeinderatsfraktionen ins Gespräch zu kommen. Diese Möglichkeit hätten ihm CDU, SPD und Freie Wähler von Anfang an verwehrt. Stattdessen sei er teilweise „extrem angegriffen“ worden, bedauert der Bürgermeisterkandidat und glaubt generell, dass „durch die Parteien in Forbach viele verrückt gemacht worden“ seien.

Mit Interesse habe er Samstag in BT und BNN die Berichterstattung über seine verbliebenen Konkurrenten um den Chefsessel im Forbacher Rathaus gelesen. Fey könne deren Bitte an die Wählerschaft, doch Ruhe zu bewahren, absolut nachvollziehen. Auch er distanziere sich entschieden von dem, was teilweise durch die sogenannten Sozialen Medien geistere, und ruft zum respektvollen Umgang miteinander auf. Auch der ausgestiegene Kandidat Mathias Reidel hatte sich jüngst in diese Richtung zu Wort gemeldet.

Ihr Autor

BT-Redakteur Stephan Juch

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Erstellt:
28. März 2022, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

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