Bunte Blumenpracht in Baden-Baden dank der „Rosendamen“

Baden-Baden (sga) – Seit mittlerweile 18 Jahren helfen die „Rosendamen“ von Baden-Baden in der Gönneranlage und auf dem Beutig mit. Das Gartenamt sucht nun neue ehrenamtliche Helfer.

Freuen sich über das Blütenmeer: Ernst Laauser und Monika Rieger kümmern sich gerne um die Pflanzen. Foto: Sarah Gallenberger

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Freuen sich über das Blütenmeer: Ernst Laauser und Monika Rieger kümmern sich gerne um die Pflanzen. Foto: Sarah Gallenberger

Es ist nicht nur der betörende Duft, den Monika Rieger an Leonardo da Vinci so in Versuchung bringt. Auch optisch hat sie Gefallen gefunden, glänzt die besondere Art von Beetrose doch mit ihren dicht gefüllten, „nostalgisch geformten“ Blüten. Ganz festlegen kann sich die Baden-Badenerin aber nicht auf einen Favoriten, „immerhin hat jede Rose etwas Besonderes an sich“.

Mit ihrer Leidenschaft für die malerischen Blumen ist Rieger in Baden-Baden nicht alleine. Auch Christa Wörner, Karin Hust, Ernst Laauser, Waltraud Hegner und Margarete Ziegler erfreuen sich Jahr für Jahr an der rosigen Vielfalt in der Gönneranlage und auf dem Beutig. Dort spazieren sie regelmäßig mit einem aufmerksamen Blick durch die Rosenbeete und entfernen, was bereits verwelkt ist.

„Sehr dankbar für die Mithilfe“

Ebenfalls mit von der Partie ist Silke Weber, die aus ihrer Leidenschaft ein ehrenamtliches Engagement für jeden gemacht hat, der sich in dem Blütenmeer wohlfühlt. Vor genau 18 Jahren trug sie ihre Idee der „Rosendamen“ an das Gartenamt, das laut Markus Brunsing bis heute „sehr dankbar für die Mithilfe“ ist. Anfangs erst nur in der Gönneranlage, sind die Ehrenamtlichen mittlerweile auch auf dem Beutig sehr aktiv. Und das ist auch gut so, denn der Gartenamtschef stellt immer wieder fest: „Die Rosengärtner haben sehr viel zu tun.“ Da sei das Engagement eine große Hilfe.

Und so kümmern sich Weber und Co. seit 2003 regelmäßig um die Blütenpracht der zwei Anlagen; manche täglich, andere einmal die Woche. Eine gewisse Flexibilität müsse dabei schon gegeben sein, wie Brunsing erklärt. Immerhin handele es sich dabei nicht um einen Verein, sondern um eine lockere Gruppe mit losen Arbeitszeiten. Es spiele keine Rolle, an welchem Wochentag oder zu welcher Tageszeit die Rosendamen und der Herr unterwegs seien.

Sind bei jedem Wetter aktiv: Christa Wörner, Karin Hust, Silke Weber, Ernst Laauser und Monika Rieger (von links). Foto: Sarah Gallenberger

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Sind bei jedem Wetter aktiv: Christa Wörner, Karin Hust, Silke Weber, Ernst Laauser und Monika Rieger (von links). Foto: Sarah Gallenberger

Klar ist jedoch: Jegliches Engagement ist eine große Stütze. Denn für Arbeit sorgen die Blumen allemal, auch wenn das Wetter dabei nicht ganz unschuldig ist. Besonders dieses Jahr und vor allem in den vergangenen Wochen haben die Rosen einiges aushalten müssen. Durch den vielen Regen seien einige Blüten verklebt, vieles leider auch schon verblüht. Die ehrenamtlichen Helfer seien daher immer willkommen.

Den „Rosendamen“ jedenfalls bereitet ihre Arbeit sehr viel Freude, vor allem, wenn sie während der Gartenpflege auch noch angesprochen werden. „Da wird auch viel gefragt“, berichtet beispielsweise Ernst Laauser. Manche seien interessiert und berichten, wie sie ihre eigenen Rosen schneiden. Vielen sei bewusst, dass hinter dem schön anzusehenden Gewächs viel Pflege steckt.

Deshalb ist es auch dieses Jahr wieder ein dringliches Anliegen der „Rosendamen“ und des Fachgebiets Park und Garten, neue Helfer für diese Aufgabe zu finden. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail an garten@baden-baden.de oder unter (0 72 21) 93 12 01 melden.

Kommentar

Solidarisch für die Schönheit
BT-Redakteurin Sarah Gallenberger kommentiert:

Es gibt viele Orte, die Baden-Baden zu etwas Besonderem machen. Die Gönneranlage und der Rosengarten auf dem Beutig gehören definitiv dazu. Beide Orte verzaubern mit ihrem eigenen Charme und beeindrucken mit ihrem prächtigen Blütenmeer. Diese Schönheit kommt nicht von ungefähr, muss sie doch regelmäßig gepflegt werden, um in ihrer vollen Gänze zu erstrahlen. Oft fällt dabei so viel Arbeit an, dass die Gärtner alle Hände voll zu tun haben.

Da kommen die „Rosendamen“ und der Herr genau richtig. Ein Engagement wie dieses, das auch nach über einem Jahrzehnt kein Ende findet, ist nicht nur sehr lobenswert, sondern trägt auch noch etwas zur Gemeinschaft bei. Besucher, die sich mit den ehrenamtlichen Helfern über die duftenden Rosen unterhalten, sind der Beweis: Die Arbeit lohnt sich. Allein deshalb, weil gemeinsam etwas für alle zu tun, viel Freude bereiten kann. Nicht umsonst sind Damen wie Silke Weber bereits von Anfang an dabei, wenn es den verwelkten Blüten an den Kragen geht.

So viel Treue sollte belohnt werden, indem sich noch mehr engagierte Bürger finden. Denn die Ehrenamtlichen beweisen: Gegenseitige Hilfe kann etwas Wunderbares erschaffen. Bei so viel Solidarität erstrahlen die Blüten in ganz besonderer Schönheit.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Gallenberger

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Erstellt:
4. August 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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