CDU-Kandidat Tobias Wald im BT-Gespräch

Ottersweier (fk) – Tobias Wald, CDU-Kandidat im Wahlkreis Baden-Baden bei der Landtagswahl, versteht sich als Vermittler und Kämpfer für Mittelbaden.

„Ich bin der Vertreter unserer mittelbadischen Region und ihrer Interessen in Stuttgart“: Tobias Wald. Foto: Büro Tobias Wald

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„Ich bin der Vertreter unserer mittelbadischen Region und ihrer Interessen in Stuttgart“: Tobias Wald. Foto: Büro Tobias Wald

Tobias Wald, geboren in Bühl, aufgewachsen in Ottersweier, politisch aktiv geworden im dortigen Gemeinderat, 2011 in den Landtag nach Stuttgart gewählt, Haushalts- und Finanzpolitischer Sprecher der CDU ebenda geworden. So klingt sie – die Kurzfassung von Tobias Walds Wirken. Dahinter verbirgt sich eine lange Erfolgsgeschichte – die auch zukünftig weitergehen soll – und zwar mit einem klaren Ziel: „Das Direktmandat für die CDU im Wahlkreis Baden-Baden zurückzugewinnen“, so der 48-Jährige im BT-Gespräch.

„Man braucht gute Netzwerke“

Dafür ist dem gelernten Finanzassistenten und Diplom-Betriebswirt keine Mühe zu viel. Jeden Abend hat er zwei Veranstaltungen, spricht auf digitalem Wege auf Terminen von anderen Abgeordneten, hat stets aber auch eigene Gesprächspartner eingeladen – heute Mittag ist es Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Diese Fülle an Veranstaltungen und Gästen unterstreicht eine Sache, die für Wald eine der Wichtigsten in der Politik ist, um etwas zu bewegen: „Man braucht gute Netzwerke“. Und die, so ist er sich sicher, hat er. „Nehmen Sie zum Beispiel das Thema Bühlotbad. Das passte in kein Landesförderprogramm. Ich habe mich dann mit den zuständigen Ministern unterhalten – und so haben wir das richtige Programm gefunden.“ Ähnlich sei es beim Thema Städtebau oder Merkurbergbahn. Es gehe als Landtagsabgeordneter oft darum, Vermittler zu sein, Landes- und Kommunalpolitik an einen Tisch zu bringen und so Lösungen für die Region zu finden. „Und dazu braucht es Netzwerke.“

Allerdings ist das nur die eine Seite der Medaille: Denn, so Wald, natürlich sei er der regionale Vertreter und trage die Heimat im Herzen. Aber, irgendwie ist es auch ein Spagat, denn nur über die große Parteipolitik lassen sich manche regionalen Belange umsetzen. Als haushalts- und finanzpolitischer Sprecher sitze er dabei an einer Schaltstelle. So habe er das Programm „mehr Wohnraum – weniger Bürokratie“ maßgeblich mitgestaltet, das auch in Mittelbaden den Bau von Wohnungen befeuere.

AfD und Linke für Wald keine möglichen Partner

Die Zusammenarbeit mit den Grünen beurteilt Wald, der seit zehn Jahren für die CDU im Landtag sitzt, als „im Großen und Ganzen gut“. Auch wenn man hier und da Kompromisse schließen müsse, habe sich die CDU oft durchsetzten können. Er schließe für die kommende Legislaturperiode keine Koalition mit einer demokratischen Partei aus – AfD und Linke zählen für ihn nicht zu den möglichen Partnern. Dennoch: „Ziel bleibt, dass die CDU stärkste Kraft wird und die Regierung führt.“

Eines von Walds zentralen Themen verbirgt sich hinter dem Schlagwort ökologisch-soziale Marktwirtschaft. Was er damit meint, erklärt er am Beispiel der Debatte um den Verbrennungsmotor. Der dürfe nicht ideologisch per se verteufelt werden. Vielmehr müsse man in Richtung Wasserstoff gehen. „Man muss die Ökologie in ein wirtschaftliches Verhältnis setzen.“ Die blinde Förderung von Elektromotoren sei dabei nicht das zielführende Mittel. „Man muss regenerative Produkte fördern – und zwar intelligent.“

Es müsse auch nicht alles immer Bio sein. „Wir müssen regionale Produkte fördern und somit die Wirtschaft vor Ort“, schlägt er wieder den Bogen von der großen Politik in die Region.

Mehr zur Landtagswahl gibt es hier.

Ihr Autor

BT-Redakteur Florian Krekel

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Erstellt:
27. Februar 2021, 08:27 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 36sec

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