Baden-Badener CDU-Kreisvorsitz: Ralf Müller steht nicht mehr zur Verfügung

Von BT-Redakteur Nico Fricke

Baden-Baden (nof) – Der CDU-Kreisverband Baden-Baden muss sich einen neuen Vorsitzenden suchen. Ralf Müller wird bei dem im Mai anstehenden Kreisparteitag nicht mehr kandidieren.

Baden-Badener CDU-Kreisvorsitz: Ralf Müller steht nicht mehr zur Verfügung

Möchte sich beruflich und privat mehr Freiraum gönnen: Ralf Müller. Foto: Chemieverbände/Archiv

Der CDU-Kreisverband Baden-Baden muss sich auf die Suche nach einem neuen Vorsitzenden machen. Ralf Müller, der den Posten seit rund sieben Jahre innehat, kündigt an, im Mai nicht noch einmal für das Amt kandidieren zu wollen. In einem Schreiben an die Parteimitglieder hat er diese über den Schritt informiert.„Ich möchte mir für berufliche Aufgaben, aber auch für Privates nun mehr Freiraum gönnen“, teilt er darin mit. Nach sieben Jahren in diesem Ehrenamt blicke er „mit Freude und auch etwas Stolz auf eine intensive und im besten Sinne bereichernde Zeit zurück“. Dazu beigetragen hätten vor allem die persönlichen Kontakte und Gespräche. Das seien „besonders schöne Erfahrungen“ gewesen, „auch wenn diese in den zurückliegenden zwei Jahren pandemiebedingt viel zu kurz kamen“, heißt es in dem Schreiben.

Natürlich habe man im täglichen Parteigeschäft nicht immer nur Friede, Freude und Erfolg erlebt. „Es geht halt auch auf Kreisverbandsebene um einiges: die Arbeit für unsere Mitglieder, für unsere Werte und für unsere Partei. Ich denke, dass wir in diesem Spannungsfeld die Fahne der Baden-Badener CDU hochgehalten haben – auch ohne großes Getöse“, zieht Müller eine persönliche Bilanz. Personell und finanziell könne der Baden-Badener CDU-Kreisverband auf eine „starke Position, gerade im Vergleich zu anderen Parteien oder Kreisverbänden blicken“. Seine Entscheidung sei nicht von langer Hand vorbereitet gewesen. Er habe immer gesagt, von Wahlperiode zu Wahlperiode schauen und nach dreien möglicherweise aufhören zu wollen. „Jetzt passt es. Ich gehe im Guten und möchte auch weiterhin im Vorstand aktiv mitarbeiten“, sagt Müller im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die Baden-Badener OB-Wahl, bei der Margret Mergen zwar als unabhängige Kandidatin angetreten war, aber von der CDU unterstützt wurde, sei nicht ausschlaggebend für seine Entscheidung gewesen, versichert Müller. Amtsinhaberin Mergen war nach ihrem schlechten Abschneiden im ersten Wahlgang zur Neuwahl nicht mehr angetreten.

Seine Nachfolge an der Spitze des CDU-Kreisverbands sei noch offen, sagt Müller, der CDU-Stadtrat bleiben wird. Die Informationen zum Kreisparteitag im Mai werden nun an die Mitglieder verschickt und es wird um Vorschläge für die Vorstandsposten gebeten.

Auch Anemone Bippes, eine der stellvertretenden Kreisvorsitzenden, weiß noch nicht, wer die Nachfolge übernehmen wird. „Es gibt sicher Kandidaten, aber die sind mir namentlich noch nicht bekannt.“ Sie selbst werde aber nicht antreten.

Ralf Müller hatte den Kreisvorsitz im März 2015 von Peter Wick übernommen, der den Kreisverband Baden-Baden 18 Jahre lang geführt hatte.