CDU feiert in Gaggenau 75-jähriges Bestehen

Gaggenau (vgk) – Mit einer Wanderausstellung feiert die CDU ihr 75-jähriges Bestehen. Am Dienstagabend machte die Präsentation Station im Unimog-Museum Gaggenau.

Anhand zahlreicher Schautafeln kann sich der Besucher über die 75-jährige Geschichte der CDU informieren. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Anhand zahlreicher Schautafeln kann sich der Besucher über die 75-jährige Geschichte der CDU informieren. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Die Gründung der CDU vor 75 Jahren war in vielerlei Hinsicht revolutionär, führte Dr. Hans Peter Mensing aus. Anlässlich der damaligen Konstituierung der Partei bietet die Konrad-Adenauer-Stiftung derzeit eine Ausstellung zur Geschichte der politischen Vereinigung an, die ausgeliehen werden kann.

Auch diese Veranstaltung war dem Pandemie-Regelwerk unterworfen. Neben einer limitierten Anzahl an Teilnehmern war Mensing auf digitalem Weg zugeschaltet. Er war langjährige Leiter der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus und Herausgeber der „Rhöndorfer Ausgabe“ der Konrad-Adenauer-Korrespondenz und Hauptredner des Abends. Die Moderation wurde von Stiftungsmitglied Dr. Stefan Hofmann übernommen.

Whittaker zeichnet Werdegang der Partei nach

Soziale Marktwirtschaft, Überwindung konfessioneller Spaltung sowie die Zusammenführung unterschiedlicher Schichten bilden bis heute die Ausgangspunkte einer der großen Volksparteien. Doch werden diese überhaupt noch gebraucht in einer Zeit, in der eine Gesellschaft ihren individuellen Anspruch auch auf die Politik überträgt? Ja, meinte der Impulsredner und CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker. Er zeichnete den Werdegang, den die Partei die letzten 75 Jahre nahm, nach. Whittaker richtete seinen Blick auch nach vorne, auf die Effekte der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Herausforderungen, die Digitalisierung der Arbeitswelt, Klimawandel und Nachhaltigkeit sowie den zu erwartenden demografischen Wandel, „der Deutschland durchschütteln und massive Auswirkungen haben wird“. Er mahnte ein schnelleres und entschiedeneres Handeln sowie klare Positionierung an, verbunden mit der Kunst zu sagen, was Sache ist, ohne zu polarisieren.

Als Regierungspartei mit Konrad Adenauer an der Spitze und dessen Fähigkeit, eine Vielzahl von Ideen zu integrieren, um angemessen und konstruktiv reagieren zu können, legte die CDU entscheidende Fundamente, auf dem die Bundesrepublik bis heute aufbauen kann, wie Mensing ausführte. Er zeichnete das Bild eines Kanzlers Adenauer, der gemeinsam mit Freunden die Grundprinzipien der Partei entwickelte, auch basierend auf gemachte Erfahrungen vor 1933, ohne den europäischen Kontext für das Land aus den Augen zu verlieren. Adenauer, 16 Jahre Oberbürgermeister von Köln und ebenso lange CDU-Vorsitzender, prägte die noch junge Republik in den 14 Jahren seiner Kanzlerschaft nachhaltig. Die Ausstellung zeichnet nicht nur das Wirken des selbstbewussten Politikers, sondern auch die Geschichte der Partei nach – von Adenauer bis Angela Merkel.

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Erstellt:
21. Oktober 2020, 20:00 Uhr
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