Café Pagodenburg schließt

Rastatt (fuv) – Die Stadt muss einen neuen Pächter für das Café Pagodenburg suchen. Die Familie Hauns hört zum Jahresende auf.

Das Café-Restaurant Pagodenburg schließt zum Jahresende. Dann müssen wohl erst mal Bauarbeiter und Handwerker anrücken, ehe wiedereröffnet wird. Foto: Vetter

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Das Café-Restaurant Pagodenburg schließt zum Jahresende. Dann müssen wohl erst mal Bauarbeiter und Handwerker anrücken, ehe wiedereröffnet wird. Foto: Vetter

Mit dem Café-Restaurant Pagodenburg schließt Ende des Jahres ein traditionsreicher Rastatter Familienbetrieb. Wie Inhaber Michael Hauns betont, hat das Aus nichts mit der Corona-Krise zu tun.
Das Café-Restaurant am Fuße des Wasserturms ist in der Barockstadt eine Institution. Die Terrasse mit herrlichem Blick auf die namensgebende Pagodenburg ist einzigartig in Rastatt. Beliebt war das Café besonders für Hochzeiten und Familienfeiern. 1955 wurde der gastronomische Bereich an den Wasserturm angebaut. Seit 1957 führt die Familie Hauns das Café, das der Stadt gehört. Seit 1997 zeichnen Michael und Ingrid Hauns verantwortlich. Dass mit dem 31. Dezember eine Ära endet, hat vor allem wirtschaftliche Gründe, wie Hauns feststellt. Die vergangenen zehn Jahre seien für die Gastronomie eigentlich nicht die schlechtesten gewesen, sagte der Gastronom dem BT. Baustellen und andere Störungen im Umfeld des Cafés hätten sich jedoch bei den Umsätzen bemerkbar gemacht.

Weitere Baumaßnahmen

Mit weiteren Baumaßnahmen im direkten Umfeld sei in näherer Zukunft zu rechnen. Die Brauerei Franz will ein Hotel errichten, was sich auch auf den angrenzenden Murgpark auswirkt. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich das direkt auf die Kundenzahlen negativ auswirkt, und somit der notwendige Umsatzzuwachs nicht mehr zu erwarten ist“, so der 60-Jährige. Permanent veränderte Rahmenbedingungen im Bereich Verwaltung, Personal und Bürokratieaufwand würden den Betrieb außerdem erschweren. Und schließlich sei das Gebäude in die Jahre gekommen und erfordere größere Investitionen. Die seien im laufenden Betrieb nur sehr schwer umsetzbar, meint der Gastronom. Optimierungen von Arbeitsabläufen seien durch die baulichen Gegebenheiten nicht mit vertretbarem Aufwand umsetzbar. Der Entschluss, aufzuhören, sei bereits Ende 2019 gefallen, unterstreicht Hauns.

Auf Nachfrage teilte die Stadtverwaltung mit, dass man an dem Standort weiter auf Gastronomie setze und bereits in Kontakt mit potenziellen Pächtern stehe. Man müsse aber prüfen, welche baulichen Maßnahmen erforderlich sind. Davon hänge ab, wann der Betrieb fortgeführt wird.


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