Carl-Benz-Schule: Fassade wird saniert

Gaggenau (tom) – Seit den 50er-Jahren gehört die Carl-Benz-Schule (CBS) zum Stadtbild. Nun steht der Berufsschule des Landkreises eine Veränderung bevor: Die Fassade soll energetisch saniert werden.

Blick auf das Schulgebäude von der Ecke Jahnstraße/Konrad-Adenauer-Straße. Die Grafik zeigt die Ansicht nach Abschluss der Sanierung. Grafik: Luft GmbH

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Blick auf das Schulgebäude von der Ecke Jahnstraße/Konrad-Adenauer-Straße. Die Grafik zeigt die Ansicht nach Abschluss der Sanierung. Grafik: Luft GmbH

Knapp fünf Millionen Euro wird das Vorhaben nach derzeitigem Stand kosten. Der Ausschuss für Umwelt, Bau und Planung des Kreistags billigte nun das weitere Vorgehen. Im April sollen die Arbeiten beginnen und Ende 2023 fertig sein. Planungsbüro ist die Luft GmbH Architekten und Ingenieure aus Gaggenau.

Nach Untersuchung der Bausubstanz und Klärung statischer Fragen liegt die Schätzung der Gesamtkosten bei knapp 4,7 Millionen Euro. Angestrebt wird darüber hinaus, den KfW-Energieeffizienzstandard 70 zu erreichen. Dies würde einen Zuschuss von rund 415.000 Euro mit sich bringen. Im Ausschuss einigte man sich auf diese Variante aus der Sitzungsvorlage für rund 150.000 Euro: Energetische Sanierung der Außenhaut, Beheizung des Schulgebäudes mittels Nahwärme in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Gaggenau (SWG). Die SWG könnten auf dem Gelände der CBS eines bis zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) erstellen.

Damit wäre die Grundlast an Heizwärme und Warmwasser gedeckt. Zur Spitzenlastabdeckung würde die CBS über ein Nahwärmenetz von der benachbarten Hans-Thoma-Schule versorgt. Über ein Mietmodell könnte auch der in den BHKW erzeugte Strom in der Schule zum Eigenverbrauch genutzt werden. Noch zu klären wäre der Energieträger für die BHKW.

Eventuell mit Photovoltaik

Hintergrund: „Das Schulgebäude aus den 50er-Jahren weist im Bereich der Klassenzimmer und der Verwaltung eine stark gegliederte Skelettfassade auf“, erläutert die Verwaltung. Und weiter: Diese Gliederung ermöglichte großflächige Fensteröffnungen. Im Bereich der Flure und Giebelwände hingegen wurde eine Mauerwerks-Lochfassade eingesetzt. Der Anteil der Öffnungen ist hier kleiner, der Wandanteil entsprechend glatt ausgeführt. „Dieses Prinzip gliedert die Fassade und macht die Funktionen nach außen ablesbar. Es handelt sich um ein typisches Gestaltungsmerkmal aus der Bauzeit.“

Auch nach der Sanierung solle diese Gliederung erkennbar bleiben. Zur Ausführung kommen soll ein hinterlüftetes Fassadensystem des Herstellers Rockpanel. Dies gilt mit Blick auf Statik und Flexibilität als geeignet. Die Fassadenplatten bestehen aus recycelter Steinwolle. Diese Gestaltungsvariante wurde mit Gaggenaus Bau-Bürgermeister Michael Pfeiffer abgestimmt. Pfeiffer sitzt für die SPD im Ausschuss. Auf Anregung von Andreas Merkel (CDU) und Barbara Dürr (Grüne) wird geprüft, inwieweit darüber hinaus Fassadenbegrünung und eine Photovoltaikanlage an der Außenhaut des Schulgebäudes installiert werden könnten.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
29. September 2021, 16:20 Uhr
Lesedauer:
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