Christian Dusch als Landrat in Rastatt verpflichtet

Rastatt (BNN) – Christian Dusch ist schon fast ein halbes Jahr Landrat des Landkreises Rastatt. Seine offizielle Verpflichtung fand erst jetzt statt.

Gelobt, sein Amt gerecht zu verwalten: Regierungspräsidentin Sylvia Felder lässt den neuen Landrat Christian Dusch die Verpflichtungsformel sprechen. Foto: Frank Vetter

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Gelobt, sein Amt gerecht zu verwalten: Regierungspräsidentin Sylvia Felder lässt den neuen Landrat Christian Dusch die Verpflichtungsformel sprechen. Foto: Frank Vetter

Das Leben von Christian Dusch (CDU) hat sich am 12. Oktober grundlegend verändert. An diesem Tag wählten ihn die Mitglieder des Rastatter Kreistags zum neuen Landrat.

Auf seine offizielle Amtseinführung musste er bis zu diesem Dienstag warten. Im Rahmen einer festlichen Kreistagssitzung in der Badner Halle wurde das jetzt nachgeholt. Ein Überblick über die wichtigsten Eckdaten.

168 Tage

ist Dusch bereits im Amt. Nach seiner Wahl im Oktober hat er zum 1. Dezember die Nachfolge seines verstorbenen Vorgängers Toni Huber (CDU) angetreten. Das die offizielle Amtseinführung so lange auf sich warten ließ, lag an Corona.

189 Gäste

hatten sich zu der Veranstaltung in der Badner Halle angemeldet, um dem neuen Landrat die Ehre zu erweisen. In einer ersten Version der Einladung war noch die Bitte formuliert, eine FFP2-Maske zu tragen.

Aufgrund der weitreichenden Lockerungen, die mittlerweile in Kraft getreten sind, fehlte diese Bitte im ausliegenden Programm. Einige Gäste trugen die Maske trotzdem, die meisten verzichteten darauf. Dafür blieb zwischen den Plätzen immer ein Stuhl frei.

29 Oberbürgermeister und Bürgermeister

zählten zu den Gästen. Die 23 Oberhäupter der Städte und Gemeinden des Landkreises Rastatt waren fast vollständig vertreten. Stellvertretend für sie begrüßte der Ötigheimer Schultes Frank Kiefer (CDU) Dusch im Team der Bürgermeister und spielte mit dem Vokabular auf die Tätigkeit des Landrats als Fußball-Schiedsrichter an.

Er forderte Dusch auf: „Seien Sie Teil einer ganz besonderen Mannschaft.“ Er werde als starker Mitspieler gebraucht.

5 Landräte

waren gekommen. Der Karlsruher Landrat Christoph Schnaudigel (CDU) erinnerte an den verstorbenen Toni Huber, dem er vor knapp drei Jahren bei dessen Amtseinführung zur Wahl gratuliert habe. Er habe damals gedacht, dass die Hauptaufgaben der kommenden Jahre absehbar seien.

Doch jetzt, nach einer bewegenden Trauerfeier für Huber, der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine, bleibe die Erkenntnis, dass die einzige Konstante der Wandel sei. Oder anders formuliert: „Wenn Du Gott zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von Deinen Plänen.“

5 Gäste aus dem Ausland

waren angereist, darunter Guiseppe Palonine, Präsident der italienischen Partnerregion Pesaro-Urbino. Er sorgte für viel Erheiterung, als er nach seiner Ansprache sein Manuskript einpackte und seine Übersetzerin erklären ließ: „Das war die vorbereitete Rede, die meine Mitarbeiter geschrieben haben, für eine Person, die sie nicht kannten.“

Am Vorabend der Verpflichtung habe er Dusch nun persönlich kennengelernt. Sein Urteil auf Italienisch verstanden alle Besucher: „Multi simpatico.“

14 Minuten

dauerte die Rede von Landrat Dusch. Die Antrittsansprache nutzte er für eine erste Bilanz. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit hätten wichtige Weichenstellungen angestanden, wie die Schließung der Geburtshilfe in Rastatt.

Er nutzte die Bühne auch, um seiner Partnerin zu danken, die ihm den Rücken freihalte. Sein Dank galt außerdem seinen beiden Sekretärinnen, für die er eine Herausforderung sei: „Ich neige zur eruptiven Verwaltung.“

580 Canapés

standen für die Gäste im Anschluss bereit, außerdem 260 Brezeln und 240 kleine Quiches.

10 Chauffeure

waren ebenfalls anwesend. Sie hatten Ehrengäste zur Feier gebracht und warteten auf ihren Feierabend.

4 Musikstücke

sang das Duo 2Cool. Vielleicht waren die Titel Metaphern für die Stimmungsschwankungen, die einen bei der Arbeit als Landrat zwangsläufig heimsuchen: „Feeling Good“, „Bridge Over Troubled Water“, „Uptown Funk“ und „Auf uns“.

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Ihr Autor

BNN-Redakteur Holger Siebnich

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Erstellt:
18. Mai 2022, 08:21 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 49sec

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