Chronik der Obertsroter Fastnacht

Gernsbach (stj) – Die Schlossbergteufel Obertsrot erstellen zu ihrem 22-jährigen Bestehen eine Festschrift und sind auf der Suche nach Material.

So wie bei der Premiere der Teufelsnacht soll es am 22. Januar 2022 wieder abgehen, wenn die Schlossbergteufel ihr 22-jähriges Bestehen feiern. Foto: Veronika Gareus-Kugel/Archiv

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So wie bei der Premiere der Teufelsnacht soll es am 22. Januar 2022 wieder abgehen, wenn die Schlossbergteufel ihr 22-jähriges Bestehen feiern. Foto: Veronika Gareus-Kugel/Archiv

Die Fastnacht 2021 ist nahezu komplett ins Wasser gefallen. Auch wenn sich viele Murgtäler Gruppen einiges haben einfallen lassen, um etwas Narretei in die trüben Corona-Tage zu bringen, konnte dies das gewohnte Treiben natürlich nicht mal annähernd ersetzen. Umso größer ist die Vorfreude auf die nächste Kampagne, die in der Hoffnung auf eine fünfte Jahreszeit größtenteils ohne Einschränkungen besonders sehnsüchtig erwartet wird.

Das ist auch bei den Obertsroter Schlossbergteufeln der Fall, die auf ihr 22-jähriges Bestehen hinfiebern. Das närrische Jubiläum soll unter dem Titel „Teufelsnacht 2.0“ passgenau am 22. Januar 2022 in der Ebersteinhalle steigen. Und zwar mit allem, was zu einer echten Fastnachtsparty dazugehört: Guggemusik, Zunftmeisterempfang, DJ, Fotobox, Barbetrieb, Indoor-Narrendorf, Show- und Brauchtumstänze. „Das Konzept orientiert sich an der ersten Auflage“, erinnert Oberteufel Manuel Dörrer an die erste Teufelsnacht, mit der im Januar 2020 das 20-jährige Bestehen der Obertsroter Fastnachtsgruppe gefeiert wurde. Dieses Jahr wurde die Fortsetzung der erfolgreichen Premiere von der Pandemie ausgebremst, 2022 hoffen die Narren darauf, das Virus weitgehend vertrieben zu haben, damit Hallenveranstaltungen wie die Teufelsnacht wieder möglich werden.

Aber das ist längst nicht alles, was die Schlossbergteufel zu ihrem närrischen Jubiläum planen. „Nach Drei-König soll zur Fastnacht 2022 eine Festschrift erscheinen“, kündigt Dörrer im BT-Gespräch an. Diese soll neben den 22 Jahren Vereinsgeschichte – von der Gründung, über den Zuwachs auf inzwischen mehr als 120 Mitglieder, über Aktivitäten, Umzüge und die zahlreichen Veranstaltungen zur und außerhalb der Fastnacht – auch zu einer Art Chronik der Obertsroter Fastnacht werden.

Schlossbergteufel hoffen auf externe Hilfe von Zeitzeugen

Dafür brauchen die Schlossbergteufel externe Hilfe. „Ich könnte mir vorstellen, dass in vielen Haushalten Material schlummert“, erklärt Manuel Dörrer, der die Festschrift zusammen mit Uwe Krems erstellt. Sie bitten die Bevölkerung darum, ihre Archive und Alben zu durchstöbern und den Schlossbergteufeln Fotos und Geschichten zur Verfügung zu stellen. Das kann schriftlich erfolgen, gerne können ältere Zeitzeugen sich auch per Telefon an die Narren wenden und von früher erzählen. Von Rosenmontag, alten Bräuchen oder der Fußball-Fastnacht in der „Rose“ zum Beispiel, zählt Dörrer auf. Seinen Infos zufolge soll es in den 1950er- und 60er-Jahren in Obertsrot auch schon einen Fastnachtsverein gegeben haben. Wer darüber was weiß, als Zeitzeuge berichten kann, etwaige Zeitungsberichte aufgehoben hat und Geschichten über Rückkorbhausen sowie entsprechendes Bildmaterial im Repertoire hat, ist von den Schlossbergteufeln aufgerufen, sich zu melden.

Das kann erfolgen per Telefon unter (01 71) 2 45 59 23 oder per E-Mail an info@obertsroter-schlossbergteufel.de. Die Texte und Erzählungen sollten bis zum 30. Juli vorliegen, gerne komme man auch bei denen vorbei, die etwas zu erzählen haben, sagt Dörrer – natürlich alles konform der aktuellen Corona-Verordnungen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Stephan Juch

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Erstellt:
5. Mai 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 24sec

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