Citylinie in Bühl ab Sonntag verstärkt

Bühl (sga) – Die Stadt Bühl investiert künftig 1,1 Millionen Euro pro Jahr in den öffentlichen Nahverkehr. Das sind 450.000 Euro mehr, als bisher. Grund dafür ist die Verstärkung der Citylinie.

Freuen sich auf die Fahrgäste: Jörg Zimmer, Nicole Faller und Jürgen Faller (von links). Foto: Sarah Gallenberger

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Freuen sich auf die Fahrgäste: Jörg Zimmer, Nicole Faller und Jürgen Faller (von links). Foto: Sarah Gallenberger

Es ist zwar noch nicht Weihnachten, doch für viele Bühler geht bereits dieses Wochenende ein immer wiederkehrender Wunsch in Erfüllung: Aufgrund der hohen Nachfrage will die Stadt Bühl ab Sonntag den öffentlichen Nahverkehr stärken. Kostenpunkt: 1,1 Millionen Euro im Jahr.

Denn mit der Erweiterung der Citylinie (in Kooperation mit der Firma Faller Reisen) und des Anruf-Linien-Taxis (Busunternehmen Zeller) erhöht sich der bisher investierte Betrag um 450.000 Euro. „Uns ist bewusst, dass wir hierbei von großen Zahlen sprechen“, erklärt Jörg Zimmer, der bei der Stadt Bühl für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständig ist. Doch nur so sei es möglich, mehr Busse in den Verkehr miteinzubeziehen – davon sollen übrigens ab spätestens Juli 2022 zwei E-Busse im Einsatz sein. Doch erstmal sind ab Sonntag nicht mehr nur fünf, sondern sieben Busse unterwegs – und das auch in einer dichteren Taktung, die wiederum 70 Prozent der erhöhten Ausgaben für den ÖPNV ausmachen. Künftig werden Weitenung und Eisental unter der Woche jede halbe Stunde angefahren. An den Samstagen wird in Eisental stattdessen auf das Anruf-Linien-Taxi gesetzt. Nachfolgend eine Übersicht der Dinge, die sich ebenfalls ändern:

Arbeitnehmer-Linien

Zwei neue Buslinien sollen künftig die Gewerbegebiete befahren. Dabei verfügt die Linie 276 über eine Schnellbusanbindung an die Gebiete Bußmatten und Nord. In diesem Zuge sollen auch die Haltestelle Industriegebiet (Höhe der Autobahnpolizei) und die Haltestelle Industriestraße (Höhe Schaeffler) befahren werden. Die für die Berufstätigen eingerichteten Fahrten finden morgens Richtung Bußmatten zwischen 6.35 und 9.25 Uhr statt, mittags Richtung Bühl zwischen 15.31 und 17.03 Uhr. Des Weiteren fährt die Linie 277 in das Industriegebiet Süd mit den Haltestellen Draisstraße und Robert-Bosch-Straße (morgens zwischen 6.10 und 9.25 Uhr, mittags zwischen 16.04 und 18.04 Uhr), informiert die Stadt. Dabei seien die Anbindungen jeweils auf Bahn und S-Bahn abgestimmt.

Mehr Linien

Aufgrund der beiden neuen Arbeitnehmer-Buslinien gibt es künftig insgesamt sieben Verbindungen. Dabei führt die Linie 275 mit einer neuen Route von Vimbuch über Balzhofen und Moos nach Oberbruch und zurück, außerdem gibt es Verbindungen von der Kernstadt nach Rittersbach und Kappelwindeck (271) sowie Weitenung (272), Neusatz (273) und Eisental (274). Nicht erreicht werden können mit dem Stadtbus Vimbuch (Ortskern) und Altschweier – hier verkehren nach wie vor die Linien 263 und 264 (Altschweier) sowie 267 und 268 (Vimbuch). An Samstagen sind nur noch die Linien 272 und 273 im Einsatz.

Regiobus nach Bühl

Weil bei der bisherigen Linie 275 die Auslastung zu gering war, wird diese in ein Anruf-Linien-Taxi umgewandelt. Dieses soll die westlichen Stadtteile verknüpfen. Dies ist nur möglich, weil das Land die Regiobuslinie X 34 bis nach Bühl verlängert hat – sie führt neu vom Baden-Airpark über Söllingen, Stollhofen, Ulm, Moos, Balzhofen und Oberweier bis nach Bühl. Laut Zimmer sei dadurch die bisherige Linie 275 verzichtbar, die neue Route der Linie 275 führt durch Vimbuch über Balzhofen und Moos nach Oberbruch und zurück.

Anruf-Linien-Taxi

Bisher fuhr das Anruf-Linien-Taxi den Kunden nur vom Zentralen Omnibusbahnhof zur gewünschten Haltestelle. Künftig ist es möglich, an jeder Haltestelle der Citylinie zu- oder auszusteigen. Dies geschieht allerdings nur unter telefonischer Voranmeldung (spätestens 45 Minuten vor der Fahrt), dafür jedoch zum Preis des normalen Linienverkehrs.

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Erstellt:
10. Dezember 2020, 09:00 Uhr
Lesedauer:
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